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Rosa Partys

Jede Woche lese ich etliche Rundbriefe, zum Teil aus den USA, wo das Dotcom-Sterben ein noch größeres Thema ist. Im Zusammenhang mit Massenentlassungen Tausender IT-Profis stieß ich immer wieder auf „Pink Slip Parties“. Der geneigte Leser wird verstehen, daß ich meiner Phantasie freien Lauf und Bilder à la „Rocky Horror Picture Show“ Revue passieren ließ. Doch weit gefehlt! „Slip“ steht im Englischen nicht nur für Unterwäsche, sondern bedeutet auch Zettel, und in der neuen Welt werden Kündigungen in rosa Briefumschlägen verschickt. Um mögliche Existenzängste zu mindern, kamen findige Köpfe auf die makaber anmutende Idee, dieses Ereignis gebührend zu feiern. So trägt man besagte Unterwäsche, allerdings unter edlen Businessanzügen oder teuren Designerkostümen. Ebenfalls anwesend sind zahlreiche Personalchefs, Headhunter und Unternehmer, die so ein lockeres Forum zur Deckung ihres Arbeitskräftebedarfs erhalten. Hierzulande rangieren diese Zusammenkünfte noch als Geheimtip. Dennoch schadet es nicht, wenn Ihr vorsorglich mit dem Begriff vertraut seid, falls Ihr mal eine Einladung bekommt, kniggelt Euer EROL STERN

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