Joachim Kuhs

 

Schleppi I

In letzter Zeit wurde das Arbeiten mit meinem guten alten 400MHz Celeron PC regelrecht zur Tortur. Nicht nur, daß mich zunehmend die immer zahlreicheren Abstürze und Bill-Gates-Gedenkminuten mitunter verzweifeln ließen, sondern auch Hacker- und Virenschutzprogramme machen dem betagten Arbeitstier das Leben schwer. Der mondänen Verlockung des „Arbeiten Sie doch wo Sie wollen“ in der Werbung erlegen und dem allgemeinen Trend zum portablen Rechner bereitwillig folgend, war der Wunsch nach einem Notebook erwachsen. Bedingt durch die Massenfertigung von Flüssigkristallbildschirmen (LCD) und der völkerwanderungsartigen Nachfrage nach Notebooks sind in den letzten Jahren und Monaten die Preise derart gepurzelt, daß es kaum noch Preisunterschiede zwischen Desktop und Laptop gibt, die zu vernachlässigende Rechenleistung außer Acht gelassen. Die immer größer werdenden Bildschirme lassen jedoch auch den (antiquierten) Achtziger-Jahre-Begriff „Laptop“ oder „Schlepptop“ eine Renaissance erleben, da sie größer werden und längst die Grundfläche eines A4-Blattes wieder überschreiten. Andererseits kann man sie auch zunehmend flacher konstruieren, was neben den optischen Vorzügen auch „handfeste“ ergonomische Vorteile beim Schreiben, Transportieren und Arbeiten bringt. Der Preiskampf dieses Marktes, der einerseits den PC-Herstellern die Flaute am IT-Markt gelindert hat, leidet jetzt jedoch an den Geistern, die er rief, so daß aktuell Gericom, ein Preisbrecher der ersten Stunde, vom ALDI-Lieferanten Medion saniert wird, insidert Euer EROL STERN

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