Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

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Bereits seit Jahren probieren Software-, Hardware- und Unterhaltungselektronikindustrie, einen Fremdkörper in das Allerheiligste des familiären Zusammenlebens zu infiltrieren: den Computer für das Wohnzimmer. Ein Betriebssystemaufsatz zur multimedialen Berieselung existiert mit „Windows Media Center“ bereits, und auch der PC im HiFi-Design findet zunehmend Freunde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muß seine MP-3-Musiksammlung nicht erst auf CD brennen; die Musik für die Party wird einmal ausgewählt und läuft automatisch. Sogar die Suche nach leeren Videokassetten entfällt angesichts wachsender Festplattenkapazitäten. Doch auch Objekten neueren Datums droht der Ruhestand. Bill Gates prophezeit bereits den Tod des DVD-Spielers – im Hinblick auf die steigende Anzahl neuer Videokomprimierungsstandards verständlich. So kam kurze Zeit nach dem Erwerb meines DVD-Players das DivX-Verfahren auf den Markt, welches nun mit XviD konkurriert. Für einen PC stellen Neuentwicklungen kein Problem dar, mein DVD-Spieler war jedoch schon nach wenigen Monaten veraltet. Beim Intel Developer Forum präsentierte der Chiphersteller nun Prozessor- und Funknetzwerktechniken, die die mediale Vernetzung möglich und bezahlbar machen sollen. Zukünftige Intel Pentiums und AMD Athlons werden mehr als einen Prozessorkern beherbergen, so daß sie sich verhalten können, als hätte man mehrere parallelgeschaltete Rechner. Das Wettrüsten bei den Chips rückt in den Hintergrund – künftige PCs sollen eher mit dem Nutzwert glänzen, kristallkugelt Euer Erol Stern

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