Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

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Die ARD-Intendanten haben mal wieder getagt. Danach explodiert meistens der Speicherplatz unserer Epost-Adresse. Dann treffen etliche Pressemitteilungen ein, die sich mit dem befassen, was die Chefs der einzelnen ARD-Anstalten so beschlossen haben. Die wichtigste Nachricht ist mit „Gebührenanpassung zu 1. Januar 2005 ‚erreichbares Ziel'“ überschrieben. Die GEZ-Gebühr steigt 2005 vermutlich um 1,09 Euro auf 17,24 Euro monatlich. Bei vierzig Millionen Haushalten macht das rund eine halbe Milliarde Euro mehr pro Jahr. Da können es sich die Intendanten auch leisten, jährlich fünfeinhalb Millionen für die Filmförderung auszugeben – für Filme wie „Gegen die Wand“ von Fatih Akin. Daß der türkische Berlinale-Gewinner liest uns Deutschen die Leviten liest, wenn es um den EU-Beitritt der Türkei geht, lassen sich die „GEZ-Kunden“ gerne einen Euro mehr im Monat kosten. Auch die NDR-eigenen Tankstellen wollen finanziert sein. Oder die Hotels vom SWR. Und nicht zu vergessen die vielen Pensionäre beim NDR. 1.900 Ex-NDR’ler erhalten Höchstrenten, beim BR werden bis zu 5.500 Euro Zusatzrente GEZahlt. Die einzelnen Internetredaktionen verschlingen 149 Millionen Euro und werden nur noch von der Webseite des Arbeitsamts (165 Millionen) getoppt. Von einer Zusammenlegung der Internetaktivitäten müssen wir der ARD nach den Erfahrung mit dem RBB jedoch abraten. Der fusionierte Rundfunk Berlin-Brandenburg hat – wir ahnten es schon – einen höheren Etat als die Summe der Etats von SFB und ORB.

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