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Zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule: Bedrohung aus „religiösen Gründen“ Foto: picture alliance / dpa

Islamismus
 

Salafisten bedrängen Hamburger Schüler

HAMBURG. Salafistische Gruppierungen versuchen an Hamburger Schulen vermehrt Anhänger zu gewinnen. Nach Informationen des Senats ist darunter auch die bereits 2003 verbotene militante „Hizb ut-Tahrir“. So hätte sich etwa ein Mitglied der Vereinigung als Elternrat ausgegeben und ausschließlich die Väter von Schülern zu einer Veranstaltung eingeladen, um die „Zukunft ihrer Kinder“ zu diskutieren. In der Hansestadt gibt es etwa 250 Salafisten, deren Zahl beständig zunimmt.

Aus einem Papier des „Landesinstituts Lehrerbildung und Schulentwicklung“, das der Hamburger Morgenpost vorliegt, geht zudem hervor, daß religiösen Konflikte an Schulen stark zunehmen. So würden etwa Mädchen unter Druck gesetzt, ein Kopftuch zu tragen und Lehrer immer wieder aus „religiösen Gründen“ bedroht.

Auch wegen des „Essens, des Sportunterrichts, der Gebetsmöglichkeiten an Schulen“ gebe es immer mehr Konflikte. Weiter heißt es, ein alevitischer Schüler sei so lange schikaniert worden, bis die Eltern ihn von der Schule nahmen. Radikalisierte muslimische Eltern und Schüler forderten außerdem immer aggressiver eigene Gebetsräume an öffentlichen Schulen und provozierten mit Gruppengebeten, berichtet das Blatt. Kritik an diesem Verhalten werde mit der Religionsfreiheit gekontert. (ho)

Zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule: Bedrohung aus „religiösen Gründen“ Foto: picture alliance / dpa
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