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Die Tugenden der Vorfahren

Die aktuelle Ausgabe der von der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft e.V. (SWG) einmal jährlich zum Jahresende herausgegebenen Schriftenreihe Deutschland-Journal präsentiert auf ihrer Umschlagseite das Brandenburger Tor als Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt Berlin und zugleich als nationales Freiheitssymbol. Auf Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. in den Jahren von 1788 bis 1791 gebaut, steht dieses frühklassizistische Bauwerk mit der von Siegfried Schadow in Kupfer getriebenen Skulptur der geflügelten Siegesgöttin, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen (Quadriga) lenkt, jedoch auch für das kulturelle Gedächtnis, nationale Identität, Vaterlandsliebe und die Überlieferungen des deutschen Volkes. Diesen geistigen Grundlagen der europäischen Kultur und der wehrhaften Demokratie sieht sich auch sie SWG verpflichtet und bekennt sich daher zur Sicherung der Zukunft der Deutschen, zur Freiheit der Wissenschaft und Förderung der deutschen Sprache, zu Meinungsfreiheit und Völkerverständigung. In diesem Sinne publiziert das Deutschland-Journal Beiträge namhafter Autoren sowie Vorträge zu Grundsatzfragen, welche von den Massenmedien mit Rücksicht auf die Political Correctness unterdrückt oder verschwiegen werden. So bemerkt der verantwortliche Redakteur Reinhard Uhle-Wettler in seinem Editorial „Zum Geleit“, daß als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise die „fetten Jahre und die Zeiten der Spaßgesellschaft ganz offensichtlich vorbei sind“, und sieht die „Tugenden der Vorfahren“ wieder gefragt. Das ist zweifellos richtig, doch ob unser Volk nach vier Jahrzehnten geistiger und kultureller Zerstörung dazu überhaupt noch fähig ist, ist wohl eine andere Frage. Passend dazu liest sich beispielsweise Stefan Winklers Beitrag über „Die Studentenrevolte und ihre Gegner“, in dem er die verschiedenen „Widerstandsnester“ gegen die Kulturrevolution von 1968 beleuchtet. Seinem Fazit, daß trotz vielfältigen und mutigen Widerstands gegen das zerstörerische Treiben der 68er diesen dennoch der Durchbruch im Politik- und Kulturbetrieb, vor allem aber in den Massenmedien gelungen ist, kann man leider nichts entgegensetzen. Und wie der „Kampf gegen Rechts“ im wörtlichen Sinne schlagend beweist, hat sich daran bis heute auch kaum etwas geändert. Wie erbärmlich die Haltung der politischen Klasse gegenüber Staat und Volk ist, legt auch Thorsten Hinz in seinem Beitrag „Das Manko an Staatsethik“ dar. Als eigentliche Interessenvertreter der deutschen Nation betrachten sie Deutschland inzwischen bloß als „Standort oder Verwaltungseinheit einer ominösen Weltgemeinschaft“ und nicht mehr als „angestammtes Territorium eines Volkes, das sich in den Grenzen des eigenen Landes für seine Lebensweise, Alltagsgewohnheiten, kulturellen Traditionen und Gebräuche weder erklären noch rechtfertigen oder entschuldigen muߓ. Wie auf dieser Basis eine Umkehr möglich sein soll, ist nicht allein dem Autor schwer ersichtlich. Anschrift: SWG. Oberstr. 14b, 20144 Hamburg. Internet: www.swg-hamburg.de

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