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„Journalisten waren ideale Agenten“

Der Direktor der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat sich kritisch zur Stasi-Aufklärung bei der ARD geäußert. Der Sender habe sich „konstant geweigert, sein Personal zu überprüfen — außer im Osten. Ich habe diese Ungleichbehandlung immer beklagt“, sagte Knabe am Montag der Leipziger Volkszeitung. Bis heute sei deshalb unklar, wer in den öffentlich-rechtlichen Sendern Westdeutschlands für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet habe. Zu der für den 26. November von der ARD angekündigten Vorstellung einer umfassenden Untersuchung zum Stasi-Thema sagte Knabe: „Die ARD hat bei dieser Studie den Fehler gemacht, lediglich danach zu suchen, wer der Stasi über die eigenen Sender berichtet hat.“ Doch die Interna der Rundfunkanstalten hätten die Staatssicherheit weniger interessiert. „Journalisten waren die idealen Agenten, um Informationen aus der Politik zu beschaffen. Sie konnten, ohne aufzufallen, neugierige Fragen stellen“, erklärte Knabe.

Nach den beiden wichtigsten IM-Gruppen hat die ARD Knabe zufolge nicht gesucht: Journalisten, die der Stasi über andere Themen berichteten, und mitteldeutsche Journalisten, die nach 1989 in den Westen gegangen sind und dort Karriere machten. Deshalb werde die Stasi-Studie keine Überraschungen bringen, zumal die ARD die Namen geschwärzt habe.

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