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Sehnsucht nach dem guten alten Duden

Die Präsidenten von acht Kunst- und Wissenschaftsakademien haben an die Kultusminister appelliert, die Rechtschreibreform rückgängig zu machen. Argumente für die Rückkehr zu der Orthographie des Duden von 1991 verdienten „ernsteste Beachtung“, schrieben sie gemeinsam in einem am Mittwoch voriger Woche in Berlin veröffentlichten Brief, der auch an das Bundesbildungsministerium sowie die zuständigen Stellen in Österreich und in der Schweiz gerichtet ist. In dem Schreiben heißt es, die für den Schulunterricht erhoffte Vereinfachung durch die 1998 in Kraft gesetzte Reform sei weitgehend ausgeblieben. „Alte Regeln haben sich vielfach als einfacher erwiesen denn die scheinbaren Vereinfachungen, die an ihre Stelle traten.“ Die Reform sei „von oben herab“ konstruiert worden. Um diesen „Grundfehler“ zu revidieren, sollten die staatlich Verantwortlichen „denselben Mut und dieselbe Souveränität aufbringen, wie sie sie an Erlaß und Durchsetzung der Reform gewandt haben“, schrieben die Akademie-Präsidenten. Zur Wiederherstellung der einheitlichen deutschen Rechtschreibung, die durch widersprüchliche Regeln nach der Reform aufgebrochen worden sei, sprechen sie sich für eine Rückkehr zum Duden von 1991 aus. Das wäre eine ebenso „sprachgerechte wie praktikable Lösung“. Sie wäre kostensparend, weil die alten Druckvorlagen noch vorhanden seien. In den Schulen könnten wie bisher beide Schreibweisen übergangsweise weiter gelehrt werden, „nun mit anderer Prioritätensetzung“. Dies würde „eine Schärfung des orthographischen Bewußtseins befördern“, meinten die Professoren. Unterzeichnet haben den Brief die Präsidenten verschiedener Kunst- und Wissenschaftsakademien in Berlin-Brandenburg, Niedersachsen, Bayern und Sachsen.

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