„Flüchtlinge“, Flüchtlinge und Heimatvertriebene

Zu den perfidesten Gehirnwäsche-Argumenten, mit denen die politisch-mediale Klasse jeglichen skeptischen Gedanken über Asylmißbrauch und illegale Einwanderung schon im Ansatz zu ersticken versucht, gehört die moralische Erpressung der deutschen Heimatvertriebenen als Kronzeugen für die Notwendigkeit einer kritiklosen „Willkommenskultur“.

Da ist zum Beispiel der Provinzblattagitator, der zum „Tag der Heimat“ von den Vertriebenenverbänden die Unterwerfung unter die doktrinären Phrasen der Einwanderungslobby einfordert: „Die Flüchtlingsfamilien der Nachkriegszeit haben viel durchgemacht. Von ihnen muß jetzt ein positives Signal an die Flüchtlinge von heute kommen – ein Signal des Willkommens und nicht der Ausgrenzung.“

Oder der Zwanzig-Minuten-Hintergrund im Deutschlandfunk, für den gezielt die 1950 aus einer Heimatvertriebenenansiedlung hervorgegangene Gemeinde Geretsried im Speckgürtel südlich von München herausgesucht wurde und in der eine „Koordinatorin der Ehrenamtlichen Helfer“ Sätze wie diesen von sich gibt: „Das habe ich oft genug gehört von den älteren Leuten, die gesagt haben – Mensch, wir sind hier auch mit offenen Armen empfangen worden, wir möchten das gerne zurückgeben, und diese Menschen sind um einiges schlimmer dran als wir, und wir möchten einfach, daß es ihnen gut geht hier.“

Falsche Analogien und getrübtes Urteil

Es mag an rückschauender Verklärung oder schlichter Ignoranz liegen, wenn solche falschen Analogien x-fach nachgeplappert und bisweilen sogar von den Betroffenen selbst geglaubt werden.

Zeit also, angesichts des durchsichtigen Mißbrauchs der deutschen Heimatvertriebenen und ihres Schicksals für die selbstsüchtigen klientelpolitischen Zwecke von Asyllobby und Migrationsindustrie ein paar Fakten und Begriffe richtigzustellen.

  • Die meisten „Flüchtlinge“ sind keine Flüchtlinge. Zwar porträtieren Medienberichte gerne syrische oder kurdische Familien, die tatsächlich vor Krieg, Todesgefahr, Terror und Greueltaten geflüchtet sind. Ein beträchtlicher Teil der Unterzubringenden sind aber junge männliche Afrikaner, die wohlhabend und risikobereit genug waren, tausende von US-Dollar an kriminelle Schlepper zu bezahlen, die sie auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa bringen sollten. Von kaukasischen Islamisten oder Asylbewerbern aus sicheren Balkanstaaten, meist Zigeuner vom Volk der Roma, ganz zu schweigen. Sie alle unterschiedslos als „Flüchtlinge“ zu bezeichnen, soll im Interesse der Migrationsindustrie das Urteil trüben und notwendige Unterscheidungen verhindern.
  • Auch deutsche Heimatvertriebene sind, dem populären Sprachgebrauch der Nachkriegszeit zum Trotz, keine Flüchtlinge. Die Deutschen, die vor der Kriegswalze der Roten Armee flüchteten in der Hoffnung, nach einem Ende des Schreckens wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, wurden durch die Verweigerung dieser Rückkehr ebenso zu Heimatvertriebenen wie die brutal von den neuen Herren ihrer Länder Enteigneten und Ausgetriebenen.
  • Die 15 Millionen deutschen Heimatvertriebenen, von denen rund zwei Millionen ihr Schicksal nicht überlebten, waren Deutsche – Staatsbürger aus den abgetrennten östlichen Provinzen des Reiches, oder Volksdeutsche aus den Siedlungsgebieten in den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern. Sie aufzunehmen war Sache der nationalen Solidarität, und selbst diese Pflicht wurde von vielen der vom Krieg weniger hart getroffenen Westdeutschen oft nur murrend und ungern erfüllt.
  • Manche deutsche Heimatvertriebene sind in der Tat nach Übersee ausgewandert. Dort nahmen sie ihr Schicksal in die eigene Hand, kraft ihres Könnens, Wissens und Leistungswillens, ohne von Heerscharen von Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Helfern in Empfang genommen und vom Steuerzahler untergebracht und verpflegt zu werden.
  • Das Gros der deutschen Heimatvertriebenen begab sich nicht per Schiff oder Flugzeug auf einen anderen Kontinent wie die Masse der heutigen Immigranten. Sie gingen dorthin, wo ihre Landsleute waren, nach Rumpfdeutschland und Österreich, um sich selbst eine neue Existenz zu schaffen und gemeinsam mit den Alteingesessenen das zerstörte Vaterland wieder aufzubauen.
  • Wenn überhaupt ein Vergleich zulässig ist, dann kann man die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen mit jenen vergleichen, die in Syrien oder dem Irak vor Krieg und Terror in benachbarte, sicherere Regionen fliehen – nach Irakisch-Kurdistan, in vom Krieg verschonte Landesteile oder in die Nachbarländer – und darauf warten, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können oder unter Ihresgleichen eine neue Heimat zu finden. Diesen Menschen könnte Deutschland wirklich helfen und mit dem Geld, das hierzulande für die komfortable Unterbringung und Versorgung einer steigenden Zahl von Wirtschaftsflüchtlingen und Asylbetrügern ausgegeben wird, ein Vielfaches an Unterstützung für tatsächlich Bedürftige leisten.

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