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Die lieben Gören von Vater Staat

Wenn ich wollte, könnte ich als moderne Frau jeden Mann fertig machen. Ich meine nicht körperlich, in Ausdauer oder Kraft. Nein, ich meine so richtig fertig, an den Rande seiner Existenz treiben, zugrunderichten, zerstören: Wenn es nämlich darum geht, einem Mann sowohl seinen Ruf als auch sein Leben zu ruinieren, dazu bin ich als Frau in der heutigen Gesellschaft durchaus in der Lage, beinahe allmächtig. Denn der moderne Vater Staat ist zwar besonders streng zu seinen braven Buben, doch er belohnt seine ungezogenen Gören.

Was unglaubwürdig erscheinen mag, ist in Deutschland einfach. Das zeigt einer der brisantesten Justizirrtümer der vergangenen Jahre: Der Fall des zu Unrecht einer Vergewaltigung beschuldigten Lehrers Horst Arnold. Seine Kollegin Heidi K. hatte ihn bezichtigt, sie in der Schule vergewaltigt zu haben. Sie brachte ihn vor Gericht, er wurde 2002 schuldiggesprochen und kam schließlich für fünf Jahre ins Gefängnis. Er saß seine Strafe bis zum letzten Tag ab. In einem Wiederaufnahmeverfahren sprach ihn jedoch das Landgericht Kassel im Jahr 2011 frei.

Vergeblicher Kampf um Gerechtigkeit

Die Vorwürfe der Frau seien „von vorn bis hinten“ erfunden, urteilten die Richter. Doch für Horst Arnold kam die Rehabilitierung zu spät: Er war nach seinem Gefängnisaufenthalt arbeitslos geblieben, lebte von Hartz IV, kämpfte vergeblich um Gerechtigkeit sowie die Wiedereinstellung in den Schuldienst und starb wenige Monate nach seinem Freispruch an Herzversagen im Alter von 53 Jahren. Den Prozeß gegen Heidi K. wegen Freiheitsberaubung erlebte er nicht mehr.

Horst Arnolds Tochter verklagte Heidi K. auf Schadensersatz. Doch seit dieser Woche steht fest: Heidi K. wird nicht bezahlen müssen. Und das, obwohl das Landgericht Osnabrück im Oktober 2013 der Tochter den Schmerzensgeldanspruch des Vaters in Höhe von 80.000 Euro zusprach. Der Grund: Heidi K. gilt als mittellos. Weshalb sie auch Prozeßkostenhilfe aus dem Steuertopf gewährt bekam – im Gegensatz zu Horst Arnolds Tochter.

Schwerstes Geschütz im Geschlechterkrieg

So viel zu einer Geschichte über Zerstörung. Wie so etwas möglich ist, hat Heidi K. gezeigt. Doch betrachtet man das, was sie getan hat, als etwas Symbolisches und bedenkt man die komplette Palette der Vorteile, die Frauen mit ihrer Doppelrolle genießen, wird die Bredouille der heutigen Zeit deutlich: Frauen sind längst zu Konkurrenten auf Augenhöhe geworden, angeblich asexuelle Wesen, die sich in keiner Weise von Männern unterscheiden. Doch gleichzeitig greifen sie zu dem kleinen aber feinen Unterschied und lassen ihre Bluse offen, um Birgit Kelle zu zitieren. Fällt ein Mann darauf rein, wird er bestraft – zum Vorteil der Frau.

Um es klar zu stellen: Eine Frau, die ihre Bluse offen läßt, hat nicht danach gefragt, belästigt oder gar vergewaltigt zu werden. Doch im Fall von Heidi K. gab es eben gar keine Vergewaltigung. Nein, hier geht es um die Symbolik, um die hinterlistige Ausbeutung mittels des schwersten Geschützes, das es im Geschlechterkrieg gibt.

Doch darunter steht genügend kleinkalibrigere Munition zur Verfügung – für Jederfrau im Alltag. Mit steigender Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt greifen Frauen zu den Waffen, die sie besitzen und auch geliefert bekommen. Und diese sind nun mal ihre Sexualität, ihre augenscheinliche Schwäche, ihre angebliche Benachteiligung und die Tatsache, daß sie sich im Recht fühlen: Schließlich bekommen sie für ihren Erfolg stets Lob und Anerkennung – vom lieben Vater Staat.

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