Großbritannistan

Wer den Islam kritisiert, gefährdet die öffentliche Sicherheit. Das ist die neue Magna Carta Großbritannistans für das 21. Jahrhundert, verkündet von Innenministerin Jacqui Smith zur Begründung des Einreiseverbots gegen Geert Wilders. Bitterer hätte der niederländische Abgeordnete und Autor des islamkritischen Films „Fitna“ kaum recht bekommen können: Die Islamisierung Europas ist längst Realität. Dieselben Fanatiker, die Wilders in seiner Heimat mit Morddrohungen überhäufen, bestimmen auf der Insel schon die Richtlinien der Politik. Die Angst vor den potentiellen Befindlichkeiten einer radikalen Minderheit regiert in London und setzt einst selbstverständliche Rechtsgrundsätze wie Meinungsfreiheit, Freizügigkeit und parlamentarische Immunität bedenkenlos außer Kraft. So also geht multikulturelle Harmonie: Wer Haßprediger freiweg Haßprediger und „Faschisten“ nennt, wird selbst als solcher abserviert. Wilders’ Provokation hat diese verlogene Doppelmoral der Lächerlichkeit preisgegeben. Daß die niederländische Regierung, britische Politiker, führende Medien beider Länder und sogar Stimmen aus Deutschland ihm diesmal beispringen, läßt immerhin hoffen. Noch ist Europa doch nicht Eurabia.

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