Im Schatten der Palme

Rechte Umtriebe in den Streitkräften sind für Auflage immer gut. Da kam dem Stern ein uniformierter Zuträger gerade recht. Denn der wußte Schlimmes von den Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) zu melden: Ewiggestrige Kameraden hätten ein Einsatzfahrzeug mit einer Palme besprüht. Einem symbolischen Schattenspender im Übungsgelände des KSK im Wüstensand von Omar, wo Hauptfeinde Hitze, Durst, Sand und Sonnenbrand sind. Davon wußten schon die Männer des Afrikakorps ein Lied zu singen Das Foto wurde schon vor fünf Jahren gemacht. Aber der Informant hat aus der Totenkopfaffäre gelernt, wie man aus alten Bildern Knete macht. Das Foto einer anmutig gebogenen Palme mutierte flugs zum nachgemachten Symbol der Rommel-Truppe. Eine kühne Behauptung, wenn man die KSK-Palme mit dem Original von 1941 vergleicht. So bestritt die Hardthöhe prompt, daß es sich um „Nazi-Symbolik“ handele. Die Palme sei nicht verfassungswidrig. Aber genehmigt habe man sie nicht. Denn sie könne an ein Wehrmacht-Symbol erinnern. Da bleibt für die Linke und ihre Helfer im Bundestag einiges zu tun. Was ist mit dem Adler im Plenarsaal? Hatte der nicht früher ein Hakenkreuz in den Krallen? Wie wäre es statt dessen mit einem friedlichen Ährenkranz? General a. D. Dr. Hermann Hagena war stellvertretender Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg-Blankenese.

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