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Italienischer Eigennutz

Noch vor kurzem hatte Silvio Berlusconi scharfe Maßnahmen gegen die illegalen Einwanderer gefordert, die Tag für Tag an der kaum zu kontrollierenden italienischen Küste an Land gehen. Jetzt, nach einer spektakulären Katastrophe mit Dutzenden von toten boat people vor der Insel Lampedusa, spricht der italienische Premier von einer notwendigen „Öffnung“ für jene, „die mit dem Herzenswunsch nach einer besseren Zukunft für sich und ihre Kinder“ an den Küsten des alten Kontinents buchstäblich angespült werden. Berlusconi weiß genau, daß eine Lösung des illegalen Flüchtlingsproblems einer Quadratur des Kreises gleichkommt: Macht man die Schotten dicht und versucht, niemand durchzulassen – dann stimuliert man damit das Schlepperunwesen. Öffnet man hingegen die Schleusen – dann setzt man nicht nur eine Völkerwanderung, sondern eine wahre Sturzflut von Asylsuchenden in Bewegung. Gibt es überhaupt eine Lösung? Im Gegensatz zu den Deutschen betreiben die Italiener auch auf EU-Ebene eine beinharte Politik der nationalen Interessen. Wenn Berlusconi an das europäische Gewissen und christliche Werte appelliert, dann weiß er, daß es für Italien eine „Lösung“ gibt: Wenn die Illegalen über die Alpen nordwärts weiterreisen – vorzugsweise nach Deutschland, wo einladende Aufnahmeregeln gelten. Linke Europaabgeordnete, die Berlusconi noch unlängst als Halbfaschisten brandmarkten, sind begeistert. Doch ihr Haßobjekt ist nicht nach „links“ gerückt: Das Interesse Italiens steht weiter an erster Stelle – vor allen Weltverbesserungsillusionen. Im Zweifel zu Lasten Deutschlands.

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