Linksextreme Krawalle (Archivbild)
Linksextreme Krawalle (Symboldbild) Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa
Rigaer94 und Liebig34

Linksextreme randalieren in Berlin-Friedrichshain

BERLIN. Mutmaßlich linksextreme Gewalttäter sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag randalierend durch Berlin-Friedrichshain gezogen. Rund 30 bis 40 dunkel gekleidete Personen warfen die Scheiben von zehn Fahrzeugen ein und zerstörten die Schaufenster einer Sparkassen-Filiale, berichtete die B.Z. An mehreren Hauswänden und auf Fahrzeugen waren die Kürzel „R94“ und „L34“ zu finden, die auf die besetzten Häuser in der Rigaer Straße 94 und der Liebigstraße 34 verweisen. Mindestens fünf Personen, darunter eine Frau, wurden vorläufig festgenommen.

Der Sprecher der Berliner Polizeigewerkschaft GDP, Benjamin Jendro, kritisierte die Ausschreitungen auf Twitter mit scharfen Worten: „Wer vermummt und marodierend durch die Straßen zieht, ein Gebäude nach dem anderen beschädigt, Türen und Fenster zerstört, hat keinerlei Respekt vor dem Hab und Gut anderer, gefährdet unser demokratisches Zusammenleben und ist schlichtweg ein gewalttätiger Extremist.“

Die Berliner Polizei war am Donnerstag morgen mit einer Einsatzhundertschaft gegen den linksextremen Szenetreffpunkt in der Rigaer Straße vorgegangen. Wie die Polizei mitteilte, seien einzelne Wohnungen in dem Haus durchsucht worden. Ein Sprecher teilte vor Ort mit, es gehe um eine Körperverletzung gegen einen Polizisten mit einem Laserpointer und um eine Urkundenfälschung mit politischem Inhalt. Während der Razzia wurden die Beamten laut dpa unter anderem mit Eiern beworfen und Feuerwerkskörper gezündet. (ha)

Linksextreme Krawalle (Symboldbild) Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa

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