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Die Grünen, die Kinder und der Sex

Die Grünen, die Kinder und der Sex

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Die Grünen, die Kinder und der Sex

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Seit wenigen Tagen wird in Wikipedia über die Löschung von drei Artikeln heftig debattiert. Sie heißen: „Der grosse Basar“ (mit ss, obwohl falsch), „Pädophilie-Debatte (Bündnis 90/Die Grünen)“ und „Debatte um Abschaffung des Sexualstrafrechts in Deutschland“. Die Artikel seien irrelevant und dienten bloß der Stimmungsmache im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 22. September 2013, behaupten die Befürworter der Löschung. Falls die Löschdiskussionen repräsentativ sind, so scheinen bei manchen die Nerven blank zu liegen. Jedenfalls lohnt es für den interessierten Leser, sie zu lesen, denn manches wird dabei hervorgekramt.

Auch über Twitter und auf Facebook ist das Thema ständig präsent. Allerdings wird dort angemerkt, daß ein wirklicher Aufschrei und eine Welle der Empörung nicht aufgekommen ist.

Das ist sicherlich richtig. Die Mehrheit der Medien ist äußerst zurückhaltend. Im wesentlichen wird die Debatte um die pädophilen Strömungen bei den Grünen von der Welt beziehungsweise von der Welt am Sonntag genährt. Auch der Focus berichtet regelmäßig und veröffentlichte eine Analyse von Michael Wolffsohn mit dem Titel „Wie grün-rote Medien die Debatte um Kindesmißbrauch bei den Grünen weichspülen“.

Medienmacher lenken ab

Der Historiker Wolfssohn sieht in der Struktur der deutschen Medien den Grund für die geringe Empörung über die pädophilen Umtriebe in der Vergangenheit der Grünen. Die Presselandschaft sei grün-rot geprägt, die Medienmacher lenken den Zorn der Leser auf Milieus, die sowieso nicht mit den Grünen sympathisieren.

In diesem Strukturproblem sieht Wolffsohn mit einen Grund für das Zeitungssterben, denn die Leser seien nicht mehr bereit, für eine einseitige Berichterstattung zu zahlen. Somit schlußfolgert er: „Wer meint, den eigenen Anhängern immer wieder und immer noch dieselben und zudem bezahlten Einseitigkeiten oder parteilichen Sanftheiten eintrichtern zu können, wird bald seinen Laden dichtmachen müssen. Also, Dany & Co.: Nicht von Dauer ist die bisherige Sanftheit und Vergeßlichkeit der Medien gegenüber Euren Irrungen und Wirrungen im Bereich von Kindersex und Kindesmißbrauch.“

Die „rosa Brille“ beim Blick auf die grüne Vergangenheit könnte auch ideologisch motiviert sein. Nach dem heutigen Kenntnisstand war die Diskussion über die Straffreiheit für sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen bei den Grünen nach den Landesparteitagen im Jahr 1985 in NRW und Baden-Württemberg im wesentlichen beendet.

Kritik aus der Frauenbewegung an der sexuellen Revolution

Auch die Grünen hatten erkannt, daß sie mit solchen Forderungen zu verwundbar waren und der Einzug in die Parlamente dadurch bedroht war. In der Tat schafften sie es 1985 nicht in den NRW-Landtag.

Aber es gibt einen weiteren Grund, der eigentlich wichtiger ist: Aus dem linken Lager – vor allem aus der Frauenbewegung – kam zunehmend Kritik an dem Konzept der sexuellen Revolution, die Ende der 60er Jahre vorherrschend war und eben von Personen wie Daniel Cohn-Bendit maßgeblich definiert wurde. Für die Studentenbewegung war die sexuelle Revolution vor allem ein Instrument, die bürgerliche Ordnung umzukrempeln. Sie lasen Wilhelm Reichs „Sexuelle Revolution“ und waren der Ansicht, die bürgerliche Sexualmoral sei repressiv, autoritär und lediglich dafür da, die Herrschaftsstrukturen aufrechtzuerhalten. Für manche war die „repressive Sexualmoral“ sogar die Grundlage für den Faschismus und den Nationalsozialismus. Für die Studentenrevolte der 60er galt dann die Devise, sämtliche Beschränkungen und Tabus zu schleifen – eben auch die Pädosexualität.

Aus der Frauenbewegung – vor allem von Alice Schwarzer – kam die Kritik, diese „sexuelle Befreiung“ sei eigentlich nur eine Befreiung für den Mann, der sich an nichts mehr halten müßte. Opfer davon waren die Frauen und die Kinder. Diese würden unter neuen Herrschaftsstrukturen leiden.

Sex als sozialrevolutionäres Instrument

Hinsichtlich der Kinder wurde argumentiert, diese seien aufgrund ihrer Unreife völlig dem Willen des Erwachsenen unterworfen. Das Kind könne nicht wirklich einschätzen, worum es ginge und sei in hohem Maße manipulierbar.

Diese Argumentation klingt zwar recht plausibel, doch sie ist völlig nach den Denkstrukturen der Achtundsechziger und der sexuellen Revolution gestrickt, denn sie folgt nicht dem Leitbild allgemeiner Sittlichkeit, sondern allein der „sexuellen Selbstbestimmung“.

Die Linken begannen, Pädophilie abzulehnen, weil sie eben neue Herrschaftsverhältnisse hervorbringe und der (sexuellen) Ausbeutung Tür und Tor öffnete. Doch die antichristliche und völlig falsche Strategie der sexuellen Befreiung wurde überhaupt nicht verändert. Für die Linken blieb die Sexualisierung von Mensch und Gesellschaft bis heute ein sozialrevolutionäres Instrument, das unbarmherzig angewendet wird.

Indoktrination von Kindergartenkindern

Für die Kinder bedeutet das konkret: Sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern bleiben strafbar, doch ihre Sexualisierung – was nichts anderes als eine Indoktrination und eine Verführung ist – wird weiterhin angestrebt. Dabei wird das Erziehungsrecht der Eltern völlig ignoriert, die Kinder werden de facto enteignet.

Auch hier schreitet das Bundesland Berlin an vorderster Stelle voran. Hohe Wellen schlug im Jahr 2011 die Einführung einer äußerst liberalen Sexualkunde an den Berliner Grundschulen. Vom ersten Schuljahr an sollten Kinder lernen, was Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität und „sexuelle Vielfalt“ sind. In Märchen und Geschichten sollten „sexuelle Vielfalt“, „Anderssein“, „Brechen mit Rollen-Klischees“ und unkonventionelles Zusammenleben thematisiert werden. Das Ganze läuft unter einer vom Berliner Senat beschlossenen Initiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Im „Bildungsserver Berlin Brandenburg“ des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, einer Einrichtung der Länder Berlin und Brandenburg für die gemeinsame Bildungsregion, wimmelt es von derartigem Unterrichtsmaterial, manches davon ist sogar für dreijährige Kinder gedacht. Im Bildungsserver wird empfohlen, daß Kinder so früh wie möglich indoktriniert werden sollen; man solle ihnen sagen, daß Homosexualität, Transsexualität, Bisexualität völlig normal seien. „Starre Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit zu hinterfragen“ ist eines der Ziele an den Schulen. Für Dreijährige gibt es beispielsweise das Buch „Eberhard, die ‘schwule Sau’“ von Gabriele Kreuzsaler.

Mißbrauch der Kinder für totalen ethischen Relativismus

Das ist nur ein Beispiel, doch es zeigt, wie wenig Respekt man vor der Unschuld der Kinder hat. Die Menschen, die solche Programme entwickeln und fördern, werden sicherlich verteidigend behaupten, hier werde keine Pädophilie verbreitet. Wird aber hier das moralische Empfinden nicht nur der Kinder, sondern der Erwachsenen hinsichtlich der kindlichen Unschuld zerstört? Wird damit nicht ein totaler ethischer Relativismus propagiert? Werden hier die Kinder nicht für gesellschaftsrevolutionäre Experimente mißbraucht?

Offensichtlich! Die Kinder sind für viele nichts anderes als das Kanonenfutter ihrer sozialrevolutionären Feldzüge gegen die „bürgerliche Gesellschaftsordnung“. Diese Fragen müssen in die gegenwärtige Debatte über die pädosexuellen Umtriebe der Grünen in den Achtzigern eingebracht werden. Die Beschränkung auf die Pädophilie zeigt nicht annähernd den Schaden, der den Kindern zugefügt wurde und wird.

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