Jahreswechsel

Mit dem Jahr 2000 schließt die JUNGE FREIHEIT ihren siebten Wochenzeitungs-Jahrgang ab. Sieben Jahre. Es klingt schon fast wie eine Ewigkeit. Wer die JUNGE FREIHEIT seit dem 21. Januar 1994 liest, als sie das erste Mal als Wochenzeitung erschien, weiß, was dies für uns an Auf und Ab bedeutete. Bei einer Ehe spricht man ja auch vom "verflixten siebten Jahr". Wir haben es nun überstanden. Wir können mittlerweile sturmerprobter als früher dem Kommenden entgegensehen. Nicht jede plötzliche Überraschung haut uns noch so um wie im Jahr Null der Wochenzeitung.

Das Jahr 2001 wartet aber mit einem ganz anderen Jubiläum auf: Am 1. Juni 2001 wird die JUNGE FREIHEIT als Zeitungs-Titel 15 Jahre alt. Im Juni 1986 erschien die erste Ausgabe der damaligen Zweimonatszeitschrift, von der noch niemand ahnen konnte, daß aus ihr einmal eine vielzitierte Wochenzeitung werden würde. Unser Verlag plant die Herausgabe eines Bild/Text-Bandes über "15 Jahre JUNGE FREIHEIT". Betreut wird die Erstellung des Buches von Angelika Willig, die die Entwicklung der Zeitung seit 1988 – immer wieder auch als Autorin – begleitet. Anregungen für Beiträge und Material (Bilder, Dokumente, Texte) sind herzlich willkommen.

Nicht nur Jubiläen im besonderen, sondern das Jahresende im allgemeinen bietet Gelegenheit zur Rückschau und Bilanz. Die JUNGE FREIHEIT hat auch im Jahr 2000 viele turbulente, aber auch abenteuerliche und begeisternde Momente erlebt. Die Zeitung ist umstritten und diskutiert. Sie ist anstößig und regt an. Sie wird immer wieder totgesagt und lebt doch – stärker als je zuvor.

Undenkbar wäre dieser Prozeß, wenn es sich bei der JUNGEN FREIHEIT nicht um eine Leserzeitung par excellence handeln würde. Sie ist buchstäblich in der Hand ihrer Leser. Während andere Wochenzeitungen auf Transferzahlungen von Verlagsgiganten angewiesen sind oder von Parteien und staatlichen Institutionen direkt oder indirekt abhängig sind, ist die JUNGE FREIHEIT nur auf eines angewiesen: auf das Wohlwollen und die Begeisterung ihrer Leser, die sich auf beispiellose Weise für "ihre Zeitung" ins Zeug legen.

Unsere diesjährigen Werbekampagnen und Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit wären ohne die Hilfe der Leser undenkbar gewesen. Dies rückt Leser und Redaktion auf sehr enge Weise zusammen und ist eine große Verpflichtung.

Die JUNGE FREIHEIT wird das Jahr 2001 mit Augenmaß, Mut und dem Willen zur nachhaltigen Stärkung dieses einmaligen publizistischen Projektes in Deutschland angehen.

Verlag und Redaktion möchten Lesern, Freunden und Förderern der JUNGEN FREIHEIT für ihre Unterstützung, Mithilfe und Ermutigung, die gerade vor Weihnachten in zahllosen Briefen geäußert wurde, herzlich danken. Allen Lesern wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest, einen ruhigen Jahreswechsel und erfolgreiches Jahr 2001. Herzlichst Ihr Dieter Stein

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