Seit elf Jahren eine ständige Provokation

Seit 1991, also seit elf Jahren ist die JUNGE FREIHEIT alljährlich mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Anfangs noch in einem kleinen Kabuff und von abgrenzungswütigen Nachbarn umgeben, hat sich nun längst Normalität breitgemacht. Mit über 3000 Zeitungen, Werbematerial und sämtlichen in der edition jf publizierten Büchern bestückt, besetzt mit sieben Mitarbeitern, präsentierte sich die JF auf der größten Bücherschau der Welt, auf einer Etage mit FAZ, Zeit, taz, Rohwohlt und Suhrkamp. Eine ganze Zahl von Verlagen mieden Frankfurt dieses Jahr aus wirtschaftlichen Gründen. Die Stände einiger „Großer“ schrumpften, wodurch die Gänge breiter wurden. Der Stand der JUNGEN FREIHEIT ist zu einem beliebten Treffpunkt für konservative Messegäste geworden. Konservative Verlage sind an einer Hand abzuzählen: Stocker Verlag, Herbig Langen Müller, Karolinger – und seit diesem Jahr erstmals der Verlag „Edition Antaios“, der mit der Vorstellung eines Buches über Rudi Dutschke aus der Feder von Bernd Rabehl für Aufsehen sorgte. Weit über 2000 Besucher machten auch dieses Jahr bei der JF Halt. Seit der Buchmesse 2001 sind in der edition jf vier Bücher erschienen, auf die am JF-Stand besonders hingewiesen wurde: Die bereits zur Jahreswende publizierten „Dokumentations“-Bände „Die Tragödie des Westens“von Alain de Benoist und „Wurzeln des Hasses“, sowie den zweite Band der Lebenserinnerungen des Publizisten Wolfgang Venohr, „Die Abwehrschlacht“ und zuletzt den pünktlich zur Buchmesse 2002 aufgelegten „Dokumentions“-Band „Der Streit um Martin Walser“. Neben der Präsentation der Bücher und der Zeitung nutzte die JF den Messestand, um auf die laufende Auseinandersetzung des Verlages mit den Diskriminierungen durch das Land Nordrhein-Westfalen hinzuweisen. Mannshoch war der „Appell für die Pressefreiheit mit 3000 Unterzeichnern vergrößert und an die Außenwand angebracht worden. Immer wieder bildeten sich Trauben von Besuchern, die staunend die riesige Liste der JF-Unterstützer durchlasen. Dies ärgerte sogenannte „Autonome“ so sehr, daß sie das Transparent am letzten Tag der Messe mit schwarzer Farbe beschmierten. Meinungsfreiheit ist eben ein umkämpftes Gut, für dessen Verteidigung man immer wieder Anfeindungen in Kauf nehmen muß.

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