MINNEAPOLIS. Nach den tödlichen Schüssen durch Beamte der Einwanderungsbehörde ICE auf einen US-Bürger (die JF berichtete) hat Präsident Donald Trump eine Überprüfung des Einsatzes angekündigt. In einem Interview erklärte er, seine Regierung prüfe den Vorfall umfassend und werde anschließend zu einem Ergebnis kommen.
Zugleich deutete er an, daß ein Abzug der eingesetzten Beamten aus Minneapolis möglich sei. Einen Zeitplan nannte er nicht.
Hintergrund der Ankündigung sind Videoaufnahmen vom Tatort, die Zweifel an der bisherigen Darstellung des Einsatzes geweckt haben. Regierungsvertreter hatten erklärt, der Anti-ICE-Demonstrant Alex Pretti habe eine Strafverfolgungsmaßnahme behindert und eine Waffe bei sich getragen. Auf den Videos ist Pretti hingegen mit einem Mobiltelefon in der Hand zu sehen.
At 9:05 AM CT, as DHS law enforcement officers were conducting a targeted operation in Minneapolis against an illegal alien wanted for violent assault, an individual approached US Border Patrol officers with a 9 mm semi-automatic handgun, seen here.
The officers attempted to… pic.twitter.com/5Y50mYONGH
— Homeland Security (@DHSgov) January 24, 2026
Trump nimmt Demokraten in die Pflicht
Trotz der Diskussion um den konkreten Einsatz verteidigen Regierungsvertreter das Vorgehen der Bundesbehörden grundsätzlich. Grenzschutzchef Gregory Bovino sprach von einem gefährlichen Einsatzumfeld und betonte, daß ICE-Beamte regelmäßig unter hohem Risiko arbeiteten. Auch Heimatschutzministerin Kristi Noem verwies auf den Vorwurf der Behinderung einer Bundesmaßnahme.
Trump nutzte den Fall zugleich für erneute Forderungen an demokratische Gouverneure und Bürgermeister, stärker mit den Bundesbehörden zusammenzuarbeiten. Insbesondere verlangte er Unterstützung bei der Durchsetzung der Einwanderungsgesetze sowie ein härteres Vorgehen gegen sogenannte „Sanctuary Cities“, also Städte, in denen illegale Migranten nicht abgeschoben werden. (rr)






