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Wegen Industriekrise: Chemieriese Evonik streicht tausende Stellen

Wegen Industriekrise: Chemieriese Evonik streicht tausende Stellen

Wegen Industriekrise: Chemieriese Evonik streicht tausende Stellen

Das Werk des Chemiekonzerns Evonik in Wesseling: Stürmische Zeiten kommen auf die Branche zu. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Das Werk des Chemiekonzerns Evonik in Wesseling: Stürmische Zeiten kommen auf die Branche zu. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Das Werk des Chemiekonzerns Evonik in Wesseling: Stürmische Zeiten kommen auf die Branche zu. Foto: IMAGO / Panama Pictures
Wegen Industriekrise
 

Chemieriese Evonik streicht tausende Stellen

Der Essener Chemiekonzern Evonik will auf tausende Mitarbeiter verzichten – zwei Drittel der Stellen soll in Deutschland wegfallen. Dafür will der Industrieriese nun woanders investieren.
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ESSEN. Der deutsche Chemiekonzern Evonik hat angekündigt, 3.200 Stellen abzubauen. 2.150 davon sollen in Deutschland wegfallen. „Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter teilen eine Überzeugung: Wir befinden uns in einer strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie“, teilte der vorübergehende Unternehmenschef Claus Rettig mit. Gute Chancen für Wachstum sehe man hingegen in Asien und Amerika, wo aktuell weitere Investitionsprojekte geprüft würden. Ende 2025 hatte Evonik mehr als 31.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt.

Bereits bis zum Jahresende sollen 2.800 Stellen durch Spar- und Effizienzprogramme wegfallen. Der Konzern hat vor, die nun geplante Abbauwelle bis Ende 2029 „sozialverträglich“ durch Frühverrentungen, Abfindungen und das Nichtbesetzen freiwerdender Stellen zu gestalten. Zudem will sich Evonik von den Konzerntöchtern Oxeno und Syneqt trennen, die insgesamt über 4.300 Beschäftigte verfügen. Laut Rettig werde es in beiden Fällen zum Verkauf kommen. „Wir sprechen bei Oxeno mit Investoren, im Falle Syneqts ist das noch nicht der Fall.“

Evoniks Portfolio umfasst über 4.000 Produkte

Evonik gehört zu den umsatzstärksten deutschen Chemiekonzernen. 2025 hatte der Umsatz des Unternehmens 14,1 Milliarden Euro betragen, was allerdings einem Rückgang um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Das Portfolio des Essener Industrieriesen umfasst mehr als 4.000 Produkte, die unter anderem in der Pharma-, Lebensmittel- und Maschinenbauindustrie ihre Verwendung finden.

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In Deutschland ist die chemisch-pharmazeutische Industrie derzeit der drittgrößte Industriezweig mit über 476.000 Beschäftigten. Bereits im Mai hatte das ifo-Institut in München vor einem sich deutlich verschlechternden Geschäftsklima in der Branche gewarnt (JF berichtete). Grund dafür seien unter anderem hohe Energiepreise und Bürokratie, aber auch der Irankrieg. „Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Chemiebranche mit voller Wucht“, sagte die Leiterin des ifo-Zentrums für Innovationsökonomik, Anna Wolf. (kuk)

Das Werk des Chemiekonzerns Evonik in Wesseling: Stürmische Zeiten kommen auf die Branche zu. Foto: IMAGO / Panama Pictures
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