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„Hetzt auf zynische Art“: Zigeuner-Zentralrat zeigt Chrupalla wegen „Zigeuner“-Aussage an

„Hetzt auf zynische Art“: Zigeuner-Zentralrat zeigt Chrupalla wegen „Zigeuner“-Aussage an

„Hetzt auf zynische Art“: Zigeuner-Zentralrat zeigt Chrupalla wegen „Zigeuner“-Aussage an

AfD-Chef Tino Chrupalla wurde angezeigt – wegen der Verwendung des Begriffs "Zigeuner"
AfD-Chef Tino Chrupalla wurde angezeigt – wegen der Verwendung des Begriffs "Zigeuner"
AfD-Chef Tino Chrupalla hat eine Anzeige erhalten. Foto: IMAGO / Andreas Gora
„Hetzt auf zynische Art“
 

Zigeuner-Zentralrat zeigt Chrupalla wegen „Zigeuner“-Aussage an

Nach einer Wahlkampfaussage von AfD-Chef Tino Chrupalla hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung gestellt. Der Auslöser: Die Verwendung des Begriffs „Zigeuner“.
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BERLIN. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat eine Strafanzeige und einen Strafantrag gegen AfD-Chef Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung und Beleidigung gestellt. Anlass ist ein Wahlkampfauftritt Chrupallas am vergangenen Freitag, bei welchem der Politiker das Wort „Zigeuner“ verwendete.

Konkret erwähnte Chrupalla bei dem Auftritt im mecklenburg-vorpommerischen Grimmen den Fund von zwei Pistolen in einem Wald in Berlin, über den es zuvor Presseberichte gegeben hatte. Mehrere Medien hatten dabei die Vermutung geäußert, es handele sich um ein Waffendepot russischer Agenten. Der AfD-Politiker bezeichnete die Berichte als Propaganda und „Kriegsgetrommel“. Wahrscheinlich hätten „irgendwelche Zigeuner“ die Waffen dort „beim Pilzesuchen“ verloren.

„Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechtsextreme Partei im Wahlkampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt“, heißt es in einer Mitteilung des Zentralrats. Chrupalla bestätige „wieder einmal das Weltbild seiner Partei“. Auch das „antiziganistische Bild der Nazis war völkisch-ideologisch geprägt vom Rassenwahn“. Die Anzeige ging laut Welt an die Staatsanwaltschaft Heidelberg. Vermutlich wird sie allerdings an die zuständige Staatsanwaltschaft in Stralsund gehen.

Chrupalla: „Habe nicht die Volksgruppen der Sinti und Roma gemeint“

Chrupalla erklärte gegenüber der Welt, er habe mit seiner Aussage „nicht die Volksgruppen der Sinti und Roma gemeint“. Sollte er jemanden zu nahe getreten sein, sei dies nicht seine Absicht gewesen.

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Im Zusammenhang mit dem Waffenfund in der Nähe Berlins ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen derzeit in Rumänien inhaftierten Tatverdächtigen wegen des Verdachts auf Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es dabei eine „Beteiligung fremder Mächte“ gebe, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Ob eine Verbindung zu russischen Geheimdiensten angenommen wird, teilte er bislang nicht mit. (lb)

AfD-Chef Tino Chrupalla hat eine Anzeige erhalten. Foto: IMAGO / Andreas Gora
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