BERLIN. Die Union ist laut einer bundesweiten Umfrage auf 19 Prozent gefallen. Das ist ihr schwächster Wert seit Beginn der laufenden Legislaturperiode, wie aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Bild-Zeitung hervorgeht. Die AfD steht unverändert bei 29 Prozent.

Um jeweils einen Prozentpunkt gegenüber der vorangegangenen Insa-Umfrage zugelegt haben SPD und Grüne. Den Sozialdemokraten würden derzeit 14, den Grünen 15 Prozent der Bürger ihre Stimme geben. Für die Grünen bedeuten die 15 Prozent den stärksten Wert seit September 2023. Die Linkspartei verliert einen Prozentpunkt und kommt auf zehn Prozent, die FDP verliert ebenfalls einen Prozentpunkt und kommt auf vier Prozent. Das BSW bleibt unverändert bei drei Prozent.
Linke Parteien im Aufwind, Merz im Feuer
Damit kommt die schwarz-rote Bundesregierung nur noch auf 33 Prozent. SPD, Grüne und Linkspartei stehen zusammen bei 39 Prozent – das ist der höchste gemessene Wert der drei Parteien seit Beginn der laufenden Legislaturperiode.

Der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt zu. So hatte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (ebenfalls CDU) unlängst von der Bundesregierung gefordert, die angesetzten Reformen bis zum Jahresende umzusetzen. „Ansonsten wird es schwer, Vertrauen zurückzugewinnen“, sagte er am Donnerstag dem Handelsblatt. Sollte die Koalition aus Union und SPD die Kursänderung hinbekommen, dann habe Voigt keine Zweifel daran, dass sie bis 2029 mit Friedrich Merz als Kanzler durchhalte (JF berichtete).
Zuletzt hatten mehrere CDU-Landesverbände die Bundesregierung dazu aufgefordert, die angekündigten Reformen umzusetzen. In einem offenen Brief der Parteibasis aus der Oberlausitz und Niederschlesien hieß es dazu in der vergangenen Woche: „Die CDU Deutschlands hat kein Erkenntnisproblem mehr. Sie hat ein Umsetzungs- und Glaubwürdigkeitsproblem.“ (st/mas)





