BERLIN. Unbekannte haben die Regenbogenbank am Gedenkort für die Opfer des islamistischen Terroranschlags auf den Berliner Christopher Street Day (die JF berichtete) zerstört. Entdeckt wurde die Beschädigung am Dienstagmorgen in der Nähe von Bellevueallee und Ahornsteig.
Nach Einschätzung der Polizei wurde die Bank durch „massive Gewalteinwirkung“ zerstört und muss vollständig entfernt werden.
Das Bezirksamt Mitte hatte die Bank am 6. August gemeinsam mit einem neu gepflanzten französischen Ahorn aufstellen lassen. Sie sollte Besucher zum Innehalten und zur stillen Anteilnahme einladen. Zugleich sollte sie nach Angaben des Hauptstadtportals die Solidarität mit der queeren Gemeinschaft ausdrücken. Der neue Baum ersetzte jenen, gegen den der Attentäter bei seinem Angriff geprallt war und der danach gefällt werden musste. Ein Metallgitter um den Ahorn bietet Platz für Blumen, Fotos, Karten und persönliche Botschaften. Nach dem Anschlag hatten zahlreiche Menschen am Tatort Kerzen und Kränze niedergelegt.
Moslem provoziert, Moslem reagiert.https://t.co/0AR3fDfjRe
— „Der“Ramona (ab jetzt selbstbestimmt) (@RamonaCorona5) September 1, 2026
Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung
Wann die Regenbogenbank zerstört wurde, ist bislang unklar. Auch, ob sich die Tat gezielt gegen den Gedenkort richtete, steht noch nicht fest. Die zuständige Dienststelle steht nach Angaben einer Polizeisprecherin mit dem Staatsschutz in Verbindung. Ergeben sich Hinweise auf ein politisches Motiv, könnten die Ermittlungen entsprechend ausgeweitet werden.
Bei dem islamistischen Terroranschlag am 25. Juli war ein 21-jähriger Mann mit einem Transporter in eine Menschengruppe gefahren. Anschließend griff er weitere Menschen mutmaßlich mit einer Machete an. Eine 65 Jahre alte Frau wurde getötet, 31 weitere Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Der Attentäter floh zunächst vom Tatort. Einen Tag später erschossen ihn Polizisten in Berlin-Spandau, als sie ihn festnehmen wollten. Der erst danach geschaffene Erinnerungsort sollte den Opfern und Hinterbliebenen einen dauerhaften Platz des Gedenkens bieten. (rr)






