MÜNCHEN. Im vergangenen Jahr ist es in bayerischen Asylunterkünften zu 14.333 registrierten Straftaten gekommen. Darunter waren 915 Gewaltverbrechen, auch Mord, Totschlag und Vergewaltigung. Sexualstraftaten kamen 180mal vor, wie aus einer Antwort des bayerischen Innenministeriums auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Gerd Mannes hervorgeht, die dem Medium „Apollo News“ vorliegt.
Von allen registrierten Straftaten in Asylunterkünften waren 3.924 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Des Weiteren kam es in den bayerischen Einrichtungen im vergangenen Jahr zu neun versuchten oder vollendeten Morden sowie 38 Vergewaltigungen.
Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Delikte deutlich zurückgegangen – 2024 kam es noch zu 26.467 Verbrechen in bayerischen Asylbewerberheimen. Darunter waren vier Fälle von versuchtem oder vollendetem Mord sowie 16 Fälle von Totschlag und 203 Sexualdelikte, davon 39 Vergewaltigungen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass auch die Zahl der Bewohner von Asylunterkünften im Freistaat in diesem Zeitraum signifikant gesunken ist: Waren es 2024 laut Angaben des bayerischen Innenministeriums noch 138.000 Personen, waren es Ende vergangenen Jahres noch 124.500.
Keine Zahlen zu Polizeieinsätzen in Asylunterkünften
Der AfD-Abgeordnete Mannes wollte zudem wissen, wie viele Polizeieinsätze seit 2024 in bayerischen Asylheimen durchgeführt wurden. Das Innenministerium konnte dazu jedoch keine Anmerkung machen und begründete das mit zu hohem Arbeitsaufwand bei der Auswertung einzelner Akten.

Auch fragte Mannes nach der Anzahl von ausreisepflichtigen Asylbewerbern, untergetauchten Asylmigranten und solchen, gegen die aktuell ein Haftbefehl vorliegt. Das Innenministerium legte auch dazu keine vollständigen Zahlen vor. Bei Haftbefehlen werde der Aufenthaltsstatus des Betroffenen nicht erfasst, hieß es dazu.
Mannes warf mit Blick auf die Antworten des Innenministeriums der Behörde gegenüber „Apollo News“ vor, sich als Verteidiger von Recht und Gesetz aufzuspielen, jedoch keine brauchbare Datenbasis zu haben. (st)





