SCHWERIN. Im Vergleich zu Umfragen anderer Institute in den vergangenen Monaten hat die AfD in Mecklenburg-Vorpommern ihren Vorsprung auf die SPD weiter ausgebaut. Die von Ministerpräsidenten-Kandidat Leif-Erik Holm geführte Partei kommt auf 37 Prozent. Diesen hohen Wert hatte sie zuletzt im Februar, ebenfalls bei Forsa, erreicht.
Die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) liegt bei 28 Prozent – jeweils einen Punkt niedriger als bei Insa im August und Infratest dimap im Juli (JF berichtete). Der Rückstand auf die AfD hat sich damit im Vergleich zu den anderen aktuellen Umfragen sogar um zwei auf neun Punkte vergrößert.

Forsa hatte zuletzt im Februar eine Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Aufgrund des langen Zeitraums taugt sie nicht zum Vergleich. Damals lag die SPD noch bei 23 Prozent.
CDU müsste in Mecklenburg-Vorpommern Rot-Rot-Grün tolerieren
Die Linke liegt mit elf Prozent auf Platz drei, dahinter folgt die CDU mit zehn Prozent. Die Grünen landen genau auf der Fünf-Prozent-Hürde. Sollten sie in den Landtag einziehen, würde es trotzdem nicht für eine rot-rot-grüne Mehrheit reichen. Die drei Parteien kommen gemeinsam auf 44 Prozent. Für AfD und CDU würden sich dagegen 47 Prozent entscheiden.
Um eine Regierungsbeteiligung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern zu verhindern, müsste es eine Allparteienkoalition aus SPD, Linken, CDU und Grünen geben – oder die CDU toleriert eine Minderheitsregierung des Linksbündnisses.

Das BSW (vier Prozent) und die FDP (nicht messbar, unter Sonstige) würden – wie aktuell in Sachsen-Anhalt – an der Sperrklausel scheitern und nicht in den Landtag einziehen.
In Mecklenburg-Vorpommern wird in zweieinhalb Wochen, am 20. September, gewählt. (fh)





