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Fehler bei Abgeordnetenhauswahl: Neuauszählung bringt AfD weiteres Direktmandat in Berlin

Fehler bei Abgeordnetenhauswahl: Neuauszählung bringt AfD weiteres Direktmandat in Berlin

Fehler bei Abgeordnetenhauswahl: Neuauszählung bringt AfD weiteres Direktmandat in Berlin

Nach der Neuauszählung holt der AfD-Politiker Tommy Tabor das Direktmandat in Berlin-Spandau.
Nach der Neuauszählung holt der AfD-Politiker Tommy Tabor das Direktmandat in Berlin-Spandau.
Nach der Neuauszählung holt der AfD-Politiker Tommy Tabor das Direktmandat in Berlin-Spandau. Foto: picture alliance / dts-Agentur
Fehler bei Abgeordnetenhauswahl
 

Neuauszählung bringt AfD weiteres Direktmandat in Berlin

Zunächst wurde die CDU-Kandidatin als Wahlkreissiegerin in Berlin-Spandau ausgerufen. Doch eine Neuauszählung zeigt: Der AfD-Kandidat Tommy Tabor gewinnt. Das hat große Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses.
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BERLIN. Ein folgenschwerer Fehler bei der Auszählung der Stimmen in einem Wahllokal in Berlin-Spandau hat zu einem neuen Sieger im Wahlkreis 1 geführt. Nicht die CDU-Kandidatin Bettina Meißner, sondern der AfD-Bewerber Tommy Tabor hat das Direktmandat in dem westlichen Bezirk bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September gewonnen. Das hat eine Neuauszählung der Stimmen ergeben. Hinzu kommt, dass der Zweitstimmenanteil der CDU nun niedriger ist als zuvor.

Landeswahlleiter Stephan Bröchler sagte dem Tagesspiegel, man habe die Neuauszählung vorgenommen, weil „das vom Wahlvorstand in der Niederschrift festgehaltene Ergebnis nicht der telefonisch übermittelten Schnellmeldung entsprach“. Laut vorläufigem Endergebnis hatte Meißner das Direktmandat mit 80 Stimmen Vorsprung vor Tabor gewonnen. Doch tatsächlich liegt Tabor mit 5.184 Stimmen vor der CDU-Politikerin, die 5.150 Spandauer wählten.

Es ist das zweite Direktmandat, das die AfD in Spandau gewinnt. Tabor ist bekennender Anhänger des ersten deutschen Wirtschaftsministers Ludwig Erhard (CDU). Im Wahlkreis 2 triumphierte Andreas Otti. Insgesamt holte die Partei damit jetzt 13 Direktmandate in der Hauptstadt.

Neuauszählung hat weitreichende Folgen

Die Neuverteilung des Direktmandats an den AfD-Mann Tabor, der ohnehin über die Liste ins Parlament einzog, führt dazu, dass ein Überhangmandat wegfällt und die Zahl der Ausgleichsmandate dementsprechend angepasst wird. „Es werden 153 Kandidaten einen Sitz im Abgeordnetenhaus erhalten, nicht 158, also fünf fallen weg“, sagte Bröchler dem RBB.

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Welche fünf Abgeordnete ihr Mandat durch diese Umstellung verlieren, „da sind wir noch in den Berechnungen“. Eine Antwort soll es noch am Freitagnachmittag geben. Die Umstellung steht aber laut Bröchler noch nicht fest. „Schlussendlich muss das alles dann durch den Landeswahlausschuss am 12. Oktober noch bestätigt werden.“(fh)


Hinweis der Redaktion: Inzwischen bestätigte Landeswahlleiter, dass das Abgeordnetenhaus weniger Sitze als ursprünglich geplant haben wird. Wir haben den dahingehend Artikel aktualisiert.

Nach der Neuauszählung holt der AfD-Politiker Tommy Tabor das Direktmandat in Berlin-Spandau. Foto: picture alliance / dts-Agentur
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