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Motiv „Klimaextremismus“: Mutmaßlicher Strom-Terrorist Daniel V. weiter auf der Flucht

Motiv „Klimaextremismus“: Mutmaßlicher Strom-Terrorist Daniel V. weiter auf der Flucht

Motiv „Klimaextremismus“: Mutmaßlicher Strom-Terrorist Daniel V. weiter auf der Flucht

Spezialkräfte der Polizei: suchen weiter den Strom-Terroristen von Daniel V. (r.) Fotos: picture alliance/dpa | Justin Brosch /// Polizei NRW
Spezialkräfte der Polizei: suchen weiter den Strom-Terroristen von Daniel V. (r.) Fotos: picture alliance/dpa | Justin Brosch /// Polizei NRW
Spezialkräfte der Polizei: fanden sprengstoffverdächtige Stoffe in der Wohnung von Daniel V. (r.) Fotos: picture alliance/dpa | Justin Brosch /// Polizei NRW
Motiv „Klimaextremismus“
 

Mutmaßlicher Strom-Terrorist Daniel V. weiter auf der Flucht

Nach terroristischen Attacken auf Umspannwerke fahndet die Polizei in ganz Europa nach dem 48jährigen Daniel V.. Trotz Durchsuchungen in dessen Wohnung und Fahrzeug fehlt von dem Verdächtigen bislang jede Spur.
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GEVELSBERG. Die Polizei fahndet nach wie vor europaweit nach dem mutmaßlichen Strom-Terroristen Daniel V., der für die Sabotage-Serie an Umspannwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen verantwortlich sein soll (JF berichtete). „Ich bin der, der Kurzschlüsse verursacht hat“, soll er in zwei Selbstbezichtigungsschreiben gestanden haben.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stuft die Texte aufgrund des enthaltenen detaillierten Täterwissens als authentisch ein. Als Motiv führt der Verfasser den „Kampf gegen fossile Brennstoffe“ an. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von „Klimaextremismus“. Ob der Verdächtige Komplizen hat, ließ Reul offen. Bekannte beschreiben V. laut Bild-Zeitung als Einzelgänger ohne bekannten Beruf, Partnerin oder Kinder.

Ermittler stellten Sprengstoff in Wohnung sicher

Trotz Durchsuchungen in dessen nordrhein-westfälischem Heimatort Gevelsberg und im Hambacher Forst, wo Spezialeinsatzkräfte das Fluchtfahrzeug des 48jährigen fanden, ist der Verdächtige noch nicht gefasst.

Der nahe einem Braunkohletagebau abgestellte Mercedes-Transporter war leer, als die Polizei ihn stürmte. Eine Hundertschaft durchkämmte daraufhin mit Spürhunden das umliegende Waldgebiet, unterbrach die Suche am Samstagabend und nahm sie später wieder auf. In der Wohnung stellten die Ermittler wiederum Sprengstoff sicher.

Mehrere Umspannwerke waren Ziel des Strom-Terrors

Hintergrund der Großfahndung sind die Angriffe auf die Umspannwerke im brandenburgischen Jänschwalde und in Bergheim bei Köln (JF berichtete). Dabei wurde mit selbstgebauten Vorrichtungen leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen geschossen, was zu Kurzschlüssen führte. Die verwendeten Flugkörper ähnelten nach Angaben des Netzbetreibers handelsüblichen Silvesterraketen.

In Dormagen entdeckte ein Spaziergänger am Donnerstagabend Rohre mit Kabeln und Zeitschaltuhren, die auf ein Umspannwerk gerichtet waren. Einsatzkräfte fanden in der Umgebung zwei weitere Abschussvorrichtungen. Auch ein Umspannwerk in Weisweiler wurde in den Selbstbezichtigungsschreiben als mögliches Ziel genannt.

Im sächsischen Landkreis Görlitz hatte die Polizei an zwei weiteren Umspannwerken vier verdächtige Objekte gesichert. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von „unbekannten Sprengvorrichtungen“. (rsz/rr)

Spezialkräfte der Polizei: fanden sprengstoffverdächtige Stoffe in der Wohnung von Daniel V. (r.) Fotos: picture alliance/dpa | Justin Brosch /// Polizei NRW
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