Anzeige
Anzeige

Brandmauer-Debatte: Ministerpräsident Rhein gegen Ausgrenzung der AfD

Brandmauer-Debatte: Ministerpräsident Rhein gegen Ausgrenzung der AfD

Brandmauer-Debatte: Ministerpräsident Rhein gegen Ausgrenzung der AfD

Boris Rhein
Boris Rhein
„Brauchen jetzt keine Personaldebatte“: Hessens Ministerpräsident Rhein. Foto: picture alliance/dpa | Florian Wiegand
Brandmauer-Debatte
 

Ministerpräsident Rhein gegen Ausgrenzung der AfD

In der Diskussion über den Umgang mit der AfD plädiert Boris Rhein für Entspannung: Die Partei sei gewählt und so solle man mit ihr ihr umgehen. Er nennt ein Beispiel, in dem die CDU ihr Verhalten gegenüber den Rechten anpassen sollte.
Anzeige

WIESBADEN. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein hat sich dagegen ausgesprochen, die AfD auszugrenzen. „Mir ist wichtig: Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus“, sagte der Christdemokrat im Interview des Stern. Das müsse auch in der Parlamentsarbeit gelten.

Konkret plädierte Rhein dafür, dass die AfD zum Beispiel im Bundestag Ausschussvorsitze übernehmen können sollte. Das sei in Hessen üblich. Obwohl die AfD aufgrund ihrer Fraktionsstärke Anspruch auf mehrere Ausschussvorsitze im Bundestag hat, haben die anderen Parteien ihre Kandidaten nicht mitgewählt.

Rhein stellt sich hinter Rödder-Vorstoß

Rhein betonte nun: „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen.“ Der Ministerpräsident stellte sich hinter den Vorschlag des Historikers und CDU-Mitglieds Andreas Rödder, statt einer pauschalen Brandmauer rote Linien gegenüber der AfD zu definieren – „inhaltlich und personell“, wie Rhein sagte.

Deutlich sprach er sich auch gegen ein AfD-Verbot aus. „Ein Verbotsverfahren würde mindestens fünf Jahre dauern, und der Ausgang wäre mehr als ungewiss. Ich rate dazu, die AfD nicht juristisch zu bekämpfen, sondern politisch.“

Mit Blick auf Spekulationen über die politische Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz betonte Rhein, die Frage nach einem Kanzleraustausch stelle sich nicht. „Wir brauchen jetzt keine Personaldebatte – wir müssen eine Politikdebatte führen.“ Auf die Frage, wer eigentlich die CDU führe, ob der Parteichef oder die Ministerpräsidenten, antwortete Rhein: „Wir alle gemeinsam.“ (ser)

„Brauchen jetzt keine Personaldebatte“: Hessens Ministerpräsident Rhein. Foto: picture alliance/dpa | Florian Wiegand
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles