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Im Wahlkampf ausgepfiffen: Merz geht an der Ostsee baden

Im Wahlkampf ausgepfiffen: Merz geht an der Ostsee baden

Im Wahlkampf ausgepfiffen: Merz geht an der Ostsee baden

Schwerer Stand: Bundeskanzler Friedrich mit seinem Staatsminister Philipp Amthor (links) in Kühlungsborn.
Schwerer Stand: Bundeskanzler Friedrich mit seinem Staatsminister Philipp Amthor (links) in Kühlungsborn.
Schwerer Stand: Bundeskanzler Friedrich mit seinem Staatsminister Philipp Amthor (links) in Kühlungsborn. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Im Wahlkampf ausgepfiffen
 

Merz geht an der Ostsee baden

Während der Kanzler im Sachsen-Anhalt-Wahlkampf nur hinter verschlossenen Türen aufritt, wagt sich Merz in Mecklenburg-Vorpommern unters Volk. Das geht gehörig schief.
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KÜHLUNGSBORN. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist auf der Strandpromenade von Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern ausgepfiffen und beschimpft worden. Zufällig vorbeikommende Passanten bezeichneten Merz bei einem Wahlkampfauftritt als „Kriegstreiber“ und „Pinocchio“. Es kam auch zu spontanen Rücktrittsforderungen.

Die Proteste waren so lautstark, dass der CDU-Bundesvorsitzende ein angekündigtes Pressestatement ausfallen ließ. Eine Begründung von der Partei dafür gab es zunächst nicht. Es war Merz‘ erster Wahlkampfauftritt im Nordosten, wo am 20. September ein neuer Landtag gewählt wird.

Schulze will ohne Wahl im Amt bleiben.

Einige der hinter Absperrgittern versammelten CDU-Anhänger widersprachen den Passanten und nahmen Merz in Schutz. Dieser war mit Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters und seinem Staatsminister im Kanzleramt, Philipp Amthor, gekommen. Die Union liegt in den Umfragen bei neun bis zehn Prozent. Es führt die AfD mit 36 Prozent.

In Sachsen-Anhalt wird Merz vor Bürgern versteckt

Danach reiste der Kanzler nach Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, um auch dort Wahlkampf zu machen. Allerdings stieg er nicht aus seiner Limousine aus, sprach nicht mit Menschen, sondern redete ausschließlich vor CDU-Funktionären hinter verschlossenen Türen. Auf der Strecke hatten sich Demonstranten, darunter viele AfD-Anhänger versammelt, die buhten, als der Kanzler vorbeifuhr.


Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) führte den Kanzler durch den abgeriegelten Schlossgarten der mittelalterlichen Stadt. Hier fand im Gegensatz zu Kühlungsborn ein Pressestatement mit ihm und auch Schulze statt. Merz warnte vor einer Wirtschaftskrise, sollte die AfD an die Regierung kommen.

Noch vor einer Woche waren rund 10.000 Menschen in Quedlinburg zu einer Wahlkampfveranstaltung mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gekommen. Als er später mit einem Simson-Moped durch die Stadt fuhr, jubelten ihm die Menschen an den Straßen zu (JF berichtete). (fh)

Schwerer Stand: Bundeskanzler Friedrich mit seinem Staatsminister Philipp Amthor (links) in Kühlungsborn. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
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