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Wahl in Sachsen-Anhalt: Der Wahlabend zum Nachlesen: AfD mit Rekordwert, BSW drin, CDU pulverisiert

Wahl in Sachsen-Anhalt: Der Wahlabend zum Nachlesen: AfD mit Rekordwert, BSW drin, CDU pulverisiert

Wahl in Sachsen-Anhalt: Der Wahlabend zum Nachlesen: AfD mit Rekordwert, BSW drin, CDU pulverisiert

Ulrich Siegmund (m.) Spitzenkandidat AfD jubelt mit Alice Weidel (l.) und Tino Chrupalla (r.): Noch stärker als in den Umfragen. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Ulrich Siegmund (m.) Spitzenkandidat AfD jubelt mit Alice Weidel (l.) und Tino Chrupalla (r.): Noch stärker als in den Umfragen. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund: Fährt das beste Ergebnis der Partei von Tino Chrupalla und Alice Weidel ein. (M, AfD), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, jubelt mit Alice Weidel (Mitte l, AfD), Bundesvorsitzende und Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Tino Chrupalla (AfD), Bundesvorsitzender und Co-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, nach der Prognose zum Ergebnis der Landtagswahl Sachsen-Anhalt. Am Sonntag (06.09.2026) wurde in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.
Wahl in Sachsen-Anhalt
 

Der Wahlabend zum Nachlesen: AfD mit Rekordwert, BSW drin, CDU pulverisiert

Die AfD räumt in Sachsen-Anhalt komplett ab. CDU, SPD, Grüne und Linkspartei verfehlen die Mehrheit – wenn das BSW in den Landtag einzieht. Sachsen-Anhalt stehen beispiellos spannende Wochen bevor. Der Wahlabend zum Nachlesen im JF-Liveticker.
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22.03 Uhr: An dieser Stelle beendet die JUNGE FREIHEIT ihren Liveticker. Morgen geht es mit einem neuen Liveticker gleich weiter, in welchem wir Sie mit allen Informationen, Reaktionen und Ergebnissen auf dem Laufenden halten werden.

Schon jetzt ist allerdings klar: Sachsen-Anhalt stehen aufreibende Wochen bevor. Denn: Kommt das BSW in den Landtag, dürfte die Regierungsbildung äußerst kompliziert werden. AfD und BSW hätten eine Mehrheit im Landtag, allerdings hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund vor der Wahl erklärt, nur mit einer stabilen eigenen Mehrheit regieren zu wollen.

Wird er sich dennoch mit Stimmen des BSW wählen lassen? Falls nicht, könnte die amtierende Landesregierung zwar theoretisch im Amt bleiben, doch wird Sven Schulze (CDU) eine Regierung anführen, die im Zweifel Gesetze umsetzen muss, die zuvor mit Mehrheiten von AfD und BSW im Landtag beschlossen wurden? Vieles bleibt jetzt auch am Wahlabend noch unklar. Es bleibt also spannend.

21.56 Uhr: Die Wahl in Sachsen-Anhalt geht um die Welt, so viel ist sicher: Sogar US-Präsident Donald Trump hat die ARD-Hochrechnung von 19.57 Uhr mittlerweile auf seiner Plattform Truth Social kommentarlos gepostet.

Truth-Social-Post von Donald Trump.

21.55 Uhr: JF-Reporter Vadim Derksen berichtet von der CDUWahlparty. Doch von Feierstimmung ist dort keine Spur. Es herrsche „Grabesstimmung“, schildert unser Reporter. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller möchte sich nicht mehr äußern. Sven Schulze ist noch immer vor Ort.

21.51 Uhr: Ulrich Siegmund zieht im JF-Interview Bilanz und blickt nach vorn. Wie steht er zu einem potentiellen BSW-Partner?

21.32 Uhr: Gibt das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt auch der AfD in Mecklenburg-Vorpommern Rückenwind? Dort liegt die AfD zwar auch vor der regierenden SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, allerdings knapper als in Sachsen-Anhalt. Was sagt Spitzenkandidat Leif-Erik Holm?

21.26 Uhr: Nach bisherigem Auszählungsstand hat die AfD in 38 von 41 Wahlkreisen die relative Mehrheit der Erststimmen erhalten. Einzig in Magdeburg II, Halle II und Halle III hat die Linkspartei die meisten Erststimmen erhalten. Dort liegen Mustafa Groener, Gitta Hartenstein-Wiermann und Jannik-Loris Balint vorne.

Bei den Zweitstimmen liegt die AfD nur im Wahlkreis Halle III hinten. Dort führen die Grünen mit rund 33 Prozent.

21.18 Uhr: Für die Sitzverteilung im kommenden Landtag bedeutet es, dass gegen AfD und BSW keine Mehrheit möglich ist.

Spannend: Wer wird dann Ministerpräsident? Das BSW will einen „überparteilichen Kandidaten“ aufstellen. Die AfD hat das bisher strikt abgelehnt. Doch wird Siegmund sich aufstellen, wenn er keine eigene Mehrheit hat? Das hat er bisher ausgeschlossen. Es werden spannende Regierungsverhandlungen.

Sitzverteilung im kommenden Landtag. Grafik: JF

21.15 Uhr: Der Einzug des BSW in den Landtag wird nun immer wahrscheinlicher. Bei der ARD liegt die Partei bei 5,1 Prozent und auch beim ZDF liegt das BSW nun erstmals am Abend bei fünf Prozent. Unterdessen verliert die CDU immer mehr an Boden.

Hochrechnung der ARD um 21.09 Uhr. Grafik: JF

20.40 Uhr: Die neueste Hochrechnung sieht noch größere Verluste für die CDU. Das BSW könnte den Einzug in den Landtag schaffen.

Hochrechnung ARD um 20.28 Uhr. Grafik: JF

20.38 Uhr: Ulrich Siegmund gewinnt die Wahl in Sachsen-Anhalt mit der AfD deutlich. Doch aus der CDU-Spitze wird ihm niemand gratulieren. „Im Präsidium hat sich die CDU-Spitze heute darauf verständigt, dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund nicht zu gratulieren. Grund: Die Einstufung seines Landesverbands. Den einzelnen Landesverbänden sei der Umgang damit aber selbst überlassen, heißt es aus dem Gremium“, schrieb die stets gut unterrichtete „Pioneer“-Journalistin Karina Moessbauer auf X. Im Gegensatz zur CDU-Führung gratulierte Sven Schulze seinem Herausforderer trotzdem zum Wahlsieg.

20.27 Uhr: JF-Chefredakteur Dieter Stein äußert sich im News Room der JUNGEN FREIHEIT mit einer ersten Einschätzung zur Landtagswahl.

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Mehr Informationen

20.24 Uhr: AfD-Ministerpräsidentenkandidat Ulrich Siegmund bestätigte, dass er mit anderen Parteien zusammenarbeiten werde. „Aber nicht unter der Maßgabe, dass wir uns selbst verbiegen“, sagte er der ARD. „Ich möchte nicht so werden wie die, die jedes Mal nach der Wahl das Gegenteil von dem umsetzen, was sie vorher versprochen haben.“ Wenn es geeignete Partner gäbe, werde die AfD „natürlich“ mit ihnen zusammenarbeiten. Das BSW sei kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

Das Wahlergebnis bezeichnete Siegmund als „positive Trendwende“. Die Bevölkerung wolle das alte, sichere Deutschland mit einer starken AfD zurück. „Und diese Wahlergebnisse werden wir in anderen Bundesländern in den nächsten Jahren selbstverständlich auch haben.“

20.20 Uhr: Auch Katrin Göring-Eckardt will nicht so recht in Feierlaune kommen. „Es schmerzt ohne Ende. Das wird ein langer Abend heute und eine schwere Aufgabe in Sachsen-Anhalt, stabile und demokratische Verhältnisse zu schaffen“, schreibt die Grünen-Politikerin auf X. Sie lobt ein „breites Bündnis der Gesellschaft, die wollten (sic!), dass der rechtsextremen AfD keine Machtoption gelingt“.

Dies sei aber „kein Abend zum Jubeln“. Dann bemüht sie die Geschichte: „Halle, Magdeburg, Dessau waren Orte der friedlich gebliebenen Revolution für Freiheit und Demokratie. Dieses Erbe zu bewahren, wird mehr als schwer sein. Aber wir werden es ebensowenig aufgeben wie den Kampf für den Erhalt von Natur und Lebensgrundlagen.“

20.10 Uhr: Kommt das BSW über die Fünf-Prozent-Hürde? Während sie bei der ARD genau bei 5 Prozent liegt, sieht das ZDF die Partei von Sahra Wagenknecht bei 4,8 Prozent. Kommt die Partei in den Landtag, hätte sie zusammen mit der AfD eine Mehrheit und wäre das Zünglein an der Waage.

20.09 Uhr: Der Zentralrat der Juden ist wegen des AfD-Ergebnisses bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schockiert. „Der Ausgang der Wahl ist noch offen, aber fest steht bereits: Eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ist in einem deutschen Bundesland nur knapp von der Alleinregierung entfernt“, sagte der Präsident der Organisation, Josef Schuster, der Welt. „Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt.“

Es sei in den vergangenen Monaten klar geworden, welche Ziele die AfD verfolge. „Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele – trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“ Er fürchte, dass sich die Bildungspolitik radikal verändern werde. „Der Schaden, den die sogenannte Alternative für Deutschland jetzt anrichten würde, wenn sie in Verantwortung gelangt, ist immens.“

20.05 Uhr: Die neue Hochrechnung ist da.

20-Uhr-Hochrechnung der ARD. Grafik: JF

20.01 Uhr: Der Verein „Ein Prozent“ kündigte an, die Landeswahlleiterin in Sachsen-Anhalt anzuzeigen. „Falsche Anweisungen an die Wahlvorstände vor Ort haben zu massiven Problemen und Eskalationen bei der Wahlbeobachtung geführt“, schrieb der Verein auf X. Zudem werde die Organisation gegen den Wahlvorstand vorgehen, „der trotz mehrfacher Hinweise auf die geltenden Rechtsgrundlagen zunächst nicht bereit war, eine ordnungsgemäße Beobachtung der Ergebnisermittlung zu ermöglichen“.

19.57 Uhr: Die Junge Union Sachsen-Anhalt verlangt von Sven Schulze, sein Amt als Landesvorsitzender niederzulegen. „Deshalb fordern wir den Rücktritt und eine zeitnahe Neuwahl der gesamten Landesführung – vom Landesvorsitzenden bis zum gesamten Landesvorstand“, heißt es in einem Schreiben der CDU-Jugendorganisation. „Die Verantwortung für dieses Ergebnis liegt bei der gesamten Parteiführung.“

Der Landesverband benötige einen Neuanfang, der die Grundlage für neues Vertrauen und neue Glaubwürdigkeit schaffe. „Ebenso klar ist: Die Antwort auf dieses Ergebnis kann nicht sein, dass sich die CDU künftig ausschließlich von linken oder ausschließlich von rechten Parteien abhängig macht.“ Damit würden sich die Christdemokraten von vielen bürgerlichen Wählern entfernen. „Die Partei steht an einem Wendepunkt. Wer jetzt zur Tagesordnung übergeht, verkennt die Tragweite dieses Wahlergebnisses.“

19.54 Uhr: Der Komiker Dieter Hallervorden gibt Bundeskanzler Friedrich Merz die Schuld daran, dass man der CDU bundesweit nichts mehr zutraut. „Es wird die Umbenennung eingeläutet: Der Bundeskanzler wird irgendwann nicht mehr Merz heißen“, sagte er im Gespräch mit der ARD. „Das ist ganz sicher.“

19.50 Uhr: Auch bei den Erstwählern ist die AfD mit 41 Prozent laut der ARD klar stärkste Kraft. Die CDU dagegen kommt auf gerade einmal fünf Prozent – und schneidet damit schlechter ab als das BSW (sechs Prozent). Auf Platz zwei liegt die Linkspartei mit 17 Prozent, danach kommen die Grünen mit 13 Prozent.

19.46 Uhr: Die AfD gewinnt in nahezu allen Altersgruppen. Würden ausschließlich die Wähler zwischen 35 und 59 Jahren wählen, hätte sie mit 53 Prozent sogar eine komfortable absolute Mehrheit erreicht, wie aus den Zahlen von „Infratest dimap“ hervorgeht. Nur in der Ü70-Altersgruppe liegt die CDU mit der AfD gleichauf: Beide kommen hier auf 31 Prozent der Stimmen.

Und was ist mit den jüngeren Wählern? Auch bei den 18- bis 24jährigen liegt die AfD mit 42 Prozent vorne. Auf Platz zwei jedoch kommt nicht die CDU, sondern die Linkspartei mit 18 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen mit 14 Prozent. Bei den 25- bis 34jährigen kommen wiederum die Grünen auf Platz zwei mit 16 Prozent, während die Linken 14 Prozent erreichen. Auch hier führt die AfD mit 44 Prozent.

19.40 Uhr: Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) zeigte sich im ZDF beeindruckt von der Leistung der AfD, so viele Nichtwähler mobilisiert zu haben. Gleichzeitig kritisierte er die NGO-Kampagne, die dafür warb, die Zweitstimme den Grünen oder der SPD zu geben. „Das sieht man auch in den Ergebnissen jetzt.“ Schulze wolle die Wahl in den Parteigremien „intensiv auswerten“.

19.38 Uhr: Die Spitzenkandidatin der FDP in Sachsen-Anhalt, Lydia Hüskens, bemängelte, dass im Wahlkampf wenig über Wirtschaftspolitik diskutiert und deswegen die AfD wenig von den Wählern beachtet wurde. „Wenn sie mit Menschen in diesem Land sprechen, dann geht es ganz, ganz viel um Bundespolitik, wenig um die Landespolitik, und es ist kaum um wirklich inhaltlich-fachliche Themen gegangen“, sagte sie in der ARD. „Trotzdem ist natürlich die Wahlniederlage für uns heute Abend extrem bitter.“

19.30 Uhr: Auch die Parteivorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, schließt Gespräche mit der AfD in Sachsen-Anhalt aus. „Einerseits freue ich mich natürlich sehr, dass wir stark geworden sind“, sagte sie der ARD. „Wenn ich das Ergebnis der AfD sehe, dann ist einem nur zum Heulen zumute.“

19.28 Uhr: Die wichtigsten Wahlthemen für die Sachsen-Anhalter waren einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Infratest dimap“ im Auftrag der ARD zufolge: Soziale Sicherheit (25 Prozent), Frieden in Europa (17 Prozent) und Wirtschaft (15 Prozent).

70 Prozent der Befragten – laut ARD der höchste jemals gemessene Wert – machen sich nach eigenen Angaben Sorgen, bald die Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können. 58 Prozent sind besorgt, ihren Lebensstandard künftig nicht halten zu können. 55 Prozent machen sich große Sorgen, weil mittlerweile so viele fremde Menschen in Deutschland lebten.

19.23 Uhr: Die Mehrheit in Sachsen-Anhalt habe die AfD nicht gewählt, sagte die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Heidi Reichinnek, gegenüber der ARD. Die AfD nutzte jede Chance, um das Leben der jungen Menschen „zur Hölle“ zu machen. „Gerade hier in Sachsen-Anhalt haben viele Menschen jetzt Angst“, darunter Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderungen sowie „queere“ Menschen. „Ich finde, es ist jetzt wichtig, den Menschen zu sagen, egal wie schwer das ist, ihr seid nicht allein“, sprach sie in die Kamera blickend. „Habt keine Angst.“

Die Linkspartei wolle mit allen demokratischen Parteien darüber sprechen, wie man das Leben der Menschen in Sachsen-Anhalt verbessern könne. „Aber wir werden keine AfD-light-Politik mittragen.“ Der Ball liege jedoch bei der Union, denn sie habe den Zustand überhaupt erst verursacht.

19.15 Uhr: Laut der ARD hätten rund 70 Prozent der SPD-Wähler für die Partei gestimmt, um eine durch die AfD geführte Regierung zu verhindern. „Das Ergebnis macht insgesamt nicht zufrieden“, reagierte die SPD-Bundesvorsitzende im Gespräch mit der ARD. „Aber es war auch schon ein harter Kampf.“ Zudem sei es mutig gewesen, gegen eine starke AfD überhaupt anzukämpfen. „Vor ein paar Wochen hat man uns schon komplett abgeschrieben.“

Die SPD hatte bundesweit auch mit Hilfe der Zivilgesellschaft mobil gemacht, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Nun wolle die Partei in Sachsen-Anhalt eine „demokratische Regierung“ bilden. Einladungen von Ulrich Siegmund zu Gesprächen würden die Sozialdemokraten „auf keinen Fall“ annehmen, „weil das ein gesichert rechtsextremer Landesverband ist“.

19.06 Uhr: Bundesfinanzminister und SPD-Bundesvorsitzender Lars Klingbeil bezeichnete das Wahlergebnis als eine Zäsur und als ein Signal an Berlin, über den Reformkurs nachzudenken. „Es gibt wahnsinnig viele Menschen jetzt gerade in Sachsen-Anhalt, aber auch in ganz Deutschland, die Angst haben und sich auch Sorgen machen“, sagte er im Interview mit dem ZDF.

Klingbeil selbst habe im Kampf gegen den Rechtsextremismus begonnen. Die AfD habe in ihrem Programm Stimmung gegen kulturfremde Fachkräfte und Ärzte aus dem Ausland gemacht. „Da sind jetzt viele, die haben große Sorgen.“ Denen könne er versprechen, dass er persönlich alles dafür tun werde, dass sie weiter sicher leben können. Deutschland solle weiter ein „weltoffenes Land“ bleiben.

19.04 Uhr: Die BSW-Spitzenkandidatin Claudi Wittig betonte gegenüber der ARD, sich bei Einzelthemen – etwa der Energiepolitik – einig mit der AfD zu sein. Bei anderen Themen jedoch nicht. Ihre Partei wolle weiterhin einzelfallabhängig entscheiden, ob sie für Anträge der AfD stimmen möchte oder nicht. Konkretes zu Koalitionen mit der Rechtspartei sagte Wittig nicht. Es sei jedoch inakzeptabel, die Rechtspartei als klar stärkste Kraft vollständig zu ignorieren.

Dass der Verfassungsschutz den sachsen-anhaltischen Landesverband der AfD beobachtet, ist für Wittig irrelevant – schließlich arbeite der Inlandsgeheimdienst teilweise mit kritikwürdigen Methoden. Die BSW-Frau will sich nicht festlegen, ob sie im Landtag Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen werde.

19.03 Uhr: Die neue Hochrechnung ist da.

ARD-Hochrechnung für 18.56 Uhr. Grafik: JF

18.52 Uhr: In den sozialen Netzwerken erinnern viele Nutzer erneut an einen Tweet des heutigen Bundeskanzlers Friedrich Merz. Der schrieb 2018: „Wir können wieder bis zu 40 Prozent erzielen und die AfD halbieren. Das geht! Aber wir selbst müssen dafür die Voraussetzungen schaffen. Das ist unsere Aufgabe.“

In Sachsen-Anhalt ist ihm das jetzt eher nicht gelungen. Halbiert hat sich dort seine CDU. Die AfD verdoppelt sich auf fast 45 Prozent.

Eine Mehrheit möchte die AfD laut ARD in der Landesregierung sehen. Screenshot: JF

18.50 Uhr: Laut der Bundesvorsitzenden der Linkspartei, Ines Schwerdtner, hätte sich die Partei ein stärkeres Ergebnis in Sachsen-Anhalt gewünscht. „Vor allem aber, weil es so dramatisch ist“, sagte sie dem ZDF. Laut ihr fühlen sich viele Menschen von einer starken AfD bedroht. „Die Arbeitsrechte sind bedroht, ganz viele Vereine sind hier bedroht.“ Als Linke stehe sie weiter dafür ein, dass es für die Menschen, die Angst an diesem Abend haben, weiterhin einen Schutzraum gibt.

„Die AfD darf nicht an die Schalthebel der Macht kommen. Es ist eine rechtsextreme Partei.“ Doch gleichzeitig gehe es der Linkspartei um die Kitaplätze und um die Krankenhäuser. Ob sie in Sachsen-Anhalt eine CDU-Regierung stützen wird, ließ die 37jährige unbeantwortet.

18.44 Uhr: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner ist außer sich. „Wenn das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt den Prognosen entspricht, müssen die demokratischen Parteien dafür sorgen, dass Faschisten keine Regierungsverantwortung bekommen!“, schreibt der Politiker auf X. „Das ist demokratische Pflicht! Erst das Land, dann die Parteien! Nie wieder ist jetzt!“

18.42 Uhr: Wer wählt eigentlich AfD? Zahlen zur Wählerwanderung des Meinungsforschungsinstituts „Infratest dimap“ im Auftrag der ARD zeigen, dass mit 175.000 Menschen ehemalige Nichtwähler am stärksten zu der Rechtspartei gewandert sind. Von der CDU kamen 83.000 neue Wähler dazu, von der FDP 19.000. Aus den Reihen der Linkspartei-Wähler wechselten 11.000 zur Partei um Spitzenkandidat Siegmund, von der SPD waren es 7.000.

Wählerwanderung zur AfD laut ARD. Screenshot: JF

18.38 Uhr: Für SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sind die Prozentpunkte der Partei in Sachsen-Anhalt ein „stabiles Ergebnis“, das für den Einzug in den Landtag ausreiche. „Wir leisten unseren Beitrag, auch an diesem zivilgesellschaftlichen Bündnis“, sagte er dem ZDF. Man wolle sich nun an der Bildung einer demokratischen Mehrheit gegen die AfD beteiligen. Die Regierungsbildung werde sich jedoch schwer gestalten.

18.36 Uhr: Grünen-Bundeschef Felix Banaszak nannte das eigene Wahlergebnis von voraussichtlich neun Prozent einen „riesigen Vertrauensbeweis“, für den er sehr dankbar sei. Seine Partei habe eine fulminante Aufholjagd hingelegt, das erfülle ihn mit großem Stolz, sagte Banaszak der ARD. Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt sei „beeindruckend“ gewesen.

18.35 Uhr: Die erste Hochrechnung deckt sich weitgehend mit der Prognose von 18 Uhr.

Erste ARD-Hochrechnung um 18.28 Uhr. Grafik: JF

18.33 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Schulze sagte seinen Unterstützern sichtlich betroffen, man habe sich „ein besseres Ergebnis gewünscht“. Er gratulierte der AfD zum Wahlsieg, es gehöre schließlich in einer Demokratie dazu, Ergebnisse anzuerkennen, betonte der 47jährige. Schulze dankte den CDU-Wählern für deren Unterstützung sowie allen Wahlkämpfern. Er meinte zudem, dass das Wahlergebnis kein schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt sei, sondern schlicht Demokratie.

Wichtig sei jetzt, den Wählerwillen zu erkennen und die eigene Politik zu verbessern.

18.31 Uhr: Die Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, sieht in der „demokratischen Gesellschaft“ den Grund für das Ergebnis der Grünen. „Vor allem bei der Frage, die Alleinregierung der rechtsextremen AfD zu verhindern“, sagte sie dem ZDF. „Die Zahlen, die wir gerade gesehen haben, die sind natürlich für uns toll, aber sie sind auch besorgniserregend.“

Bisher könne noch nicht gesagt werden, ob Ulrich Siegmund (AfD) als Ministerpräsident verhindert werden konnte. Wenn es zu einer durch die AfD geführten Regierung kommt, kündigt Sziborra-Seidlitz an, der Partner der „Zivilgesellschaft“ im Parlament zu sein.

18.29 Uhr: Weltuntergangsstimmung bei der CDU. Sie ist laut Prognose mit 18,5 Prozent noch schlechter, als die Umfragen vorhersagten. Sepp Müller ist CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Bundesland. Auf X schreibt er nur ein Wort: „Katastrophe!“

18.27 Uhr: Die Bundesvorsitzende des BSW, Amira Mohamed Ali, zeigte sich zufrieden mit dem Wahlergebnis, wonach es aktuell für die Fünf-Prozent-Hürde reichen würde. Der parteiinterne Streit um den Thüringer Landesverband (JF berichtete) habe jedoch mehr geschadet als genutzt, gestand Mohamed Ali gegenüber der ARD ein.

18.25 Uhr: Erste Rücktrittsforderungen gegen Sven Schulze. „Wenn ihm dieses Land am Herzen liegt, muss Sven Schulze Konsequenzen ziehen und vom Parteivorsitz zurücktreten. „Das geht gar nicht anders“, sagte die ehemalige Bildungsministerin und CDU-Landtagsabgeordnete Eva Feußner dem Stern.

18.24 Uhr: „Dieser Abend, dieses Ergebnis ist sicher eine Zäsur für die Partei, für das Land“, sagte die Chefin des Bundeskanzleramtes, Nina Warken (CDU), dem ZDF. „Das ist ein Ergebnis, das uns trifft. Gerade als Christdemokraten, wo wir uns mal gegründet haben, um gerade für Menschlichkeit und Miteinander zu stehen.“ Die CDU habe zwar das Ergebnis zu akzeptieren, werde es jedoch nicht hinnehmen.

18.22 Uhr: Erste Eindrücke und Einschätzungen von der AfD-Wahlparty von unserem Reporter Vadim Derksen:

18.21 Uhr: Die Spitzenkandidatin der Linkspartei, Evan von Angern, nannte das Wahlergebnis gegenüber der ARD „einen schwarzen Tag für Sachsen-Anhalt“. Ihre Partei werde weiter an der Seite derjenigen stehen, „die für Frauenrechte kämpfen, für starke Gewerkschaften, für queere Menschen, aber auch an der Seite der Wirtschaft, die auf Zuwanderung, auf Einwanderung angewiesen ist“. Von Angern betonte, den CDU-Kandidaten Schulze zum Ministerpräsidenten wählen zu wollen.

18.19 Uhr: CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sagte gegenüber der ARD, ihre Partei sei enttäuscht über das Wahlergebnis. Gleichzeitig betonte sie, nicht mit „Rechtsextremisten“ zusammenarbeiten zu wollen. Es gebe „keine Diskussion“ um die Personalie Merz, betonte die Christdemokratin.

Es falle ihrer Partei „erkennbar schwer“, die Bürger von ihrer Politik zu begeistern, zeigte sich Hoppermann selbstkritisch. Die Landtagswahlen seien „eine Niederlage für die Christdemokraten“ gewesen, räumte sie ein.

18.17 Uhr: AfD-Chefin Alice Weidel hat die ersten Zahlen als ein „historisches Ergebnis“ eingeordnet. „Wir gehen hier durch die Decke“, sagte sie im Gespräch mit dem ZDF.

Zudem reagierte Weidel auf Siegmunds Aussage, dass er nur mit einer absoluten Mehrheit reagieren wolle. „Die stärkste Partei hat immer den Auftrag, eine Regierung zu bilden. Und Siegmund hat immer gesagt, dass er Gespräche anbieten wird.“ Die Hand sei immer ausgestreckt, sich für ein gutes Deutschland einzusetzen. „Wir wollen das durchsetzen, mit Partnern, was gut ist für unser Land.“

Die AfD werde in ganz Ostdeutschland und im Bund starke Wahlergebnisse einfahren. „Die CDU wird keine Wahl mehr gewinnen“, habe Weidel schon immer prognostiziert. „Wir sind Demokraten, wir reden mit jedem. Wir ziehen keine Brandmauern hoch.“

18.14 Uhr: Alles hängt am BSW. Kommt die Partei von Sarah Wagenknecht in den Landtag, gibt es eine Mehrheit zusammen mit der AfD.

AfD und BSW hätten eine Mehrheit. Grafik: JF

18.05 Uhr: Nach der ersten Prognose liegt die Wahlbeteiligung bei 76,5 Prozent. Die AfD hat die Wahl zwar klar gewonnen, aber niemand will mit ihr koalieren. Die Sitzverteilung im Landtag von Sachsen-Anhalt würde nach erstem Stand so aussehen:

18.00 Uhr: Da ist die erste Prognose:

Erste Prognose der ARD. Grafik: JF

17.55 Uhr: 38 Prozent der Bürger sind zufrieden mit der politischen Arbeit von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU). Sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD) kommt mit 37 Prozent auf fast denselben Wert, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Infratest dimap“ im Auftrag der ARD ergibt. Diese Werte sind bemerkenswert, weil Amtsinhaber normalerweise bei Landtagswahlen einen gewissen „Amtsbonus“ genießen. Allerdings ist Schulze erst seit sieben Monaten im Amt, zuvor war das Land von seinem Parteifreund Reiner Haseloff regiert worden.

71 Prozent der Befragten rechnen es Schulze positiv an, dass er sich immer wieder kritisch zur Politik der Bundesregierung geäußert hat. 42 Prozent halten ihn für einen guten Ministerpräsidenten, 31 Prozent sind zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Das ist bundesweit einer der geringsten Zustimmungswerte – lediglich Berlin (19 Prozent) und Brandenburg (28 Prozent) haben hier noch niedrigere Werte. Aus Baden-Württemberg, Sachsen und Hessen gibt es hierzu keine Zahlen.

59 Prozent sind der Meinung, die Bundesregierung habe bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen „Denkzettel“ verdient.

17.52 Uhr: Wer kann die Probleme des Landes Sachsen-Anhalts an besten lösen? Laut ARD liegt die AfD auch in dieser Frage vorn.

Problemlsöungskompetenz nach Parteien. Foto: Screenshot ARD

17.50 Uhr: Ulrich Siegmund sieht in der hohen Wahlbeteiligung ein klares Zeichen für die Wiederbelebung der Demokratie und spürt eine deutliche Aufbruchstimmung.

17.32 Uhr: Der Schauspieler und Komiker Dieter „Didi“ Hallervorden ist bei der CDU-Wahlparty dabei. Der Mann, der davon sprach, die AfD nicht zu wählen, sei „Schädlingsbekämpfung“, wurde vom amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze kürzlich auf Instagram als Freund bezeichnet.

Parallel zu den Wahlveranstaltungen in Magdeburg trifft sich die CDU-Spitze im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Inzwischen ist dort laut Bild-Zeitung neben Kanzleramtschefin Nina Warken und Fraktionschef Thorsten Frei auch Bundeskanzler Friedrich Merz eingetroffen.

17.30 Uhr: Was bedeutet die krass hohe Wahlbeteiligung? JF-Online-Chef Henning Hoffgaard mit einer ersten Einschätzung:

17.25 Uhr: Unsere JF-Reporter mit ersten Eindrücken von der AfD-Wahlparty.

17.15 Uhr: Laut dem sogenannten AfD-Experten Johannes Hillje lässt sich die hohe Wahlbeteiligung auf die „ungeheure Zuspitzung“ im Wahlkampf zurückführen, sagte er dem NTV. Alles drehe sich darum, ob die Partei eine absolute Mehrheit erreiche oder nicht.

In den vergangenen Wahlen hätte die AfD immer von einer hohen Wahlbeteiligung profitiert. Für die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla sei es ein großer Vorteil, dass es sich beim Ministerpräsidentenkandidaten Ulrich Siegmund um einen „Feel-Good-Rechtsextremisten“ handele.

Hillje wurde zur Bundestagswahl 2025 als Wahlkampfberater für den früheren Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einberufen. Am Mittwoch sagte Hillje bereits, dass er aufgrund bisheriger Landtagswahlen davon ausgehe, dass die AfD ihre Umfragewerte übertreffen werde. „Ich gucke da doch pessimistisch drauf“, sagte er bei seiner Buchvorstellung im Auditorium der Quadriga Hochschule in Berlin (JF berichtete).

17.10 Uhr: Nach der 18-Uhr-Prognose, die auf Vorab-Befragungen in den Wahllokalen beruht, kommen danach die immer genauer werdenden Hochrechnungen. Zu beachten ist dabei, dass die Stimmbezirke in den Großstädten meist größer sind als die in den ländlichen Regionen und länger brauchen, bis sie ausgezählt sind. Da die AfD in den großen Städten meist schwächer abschneidet, ist es also möglich, dass die Zahlen für die Partei im Laufe des Abends eher kleiner werden.

17.02 Uhr: Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sebastian Münzenmaier, hat den Wahlkampf seiner Partei in Sachsen-Anhalt als „Vorbild“ bezeichnet. „Das war hochprofessionell, das war toll organisiert, das war unglaublich präsent, in allen Teilen des Landes“, sagte der Politiker der Bild. „Das wird man mit Sicherheit auch in anderen Bundesländern wieder mal sehen.“

17.00 Uhr: Deutschland schaut nach Sachsen-Anhalt. In einer Stunde schließen die Wahllokale und es wird dann die erste Prognose geben. Hier nochmal ein letzter Blick auf die Bewegung in den Umfragen zur Landtagswahl.

Umfragetrend seit der vergangenen Landtagswahl. Grafik: JF

16.45 Uhr: Ginge es nur nach den Follower-Zahlen auf den sozialen Netzwerken, wäre Ulrich Siegmund der klare Gewinner. Aber abgerechnet wird am Schluss im Wahllokal.

Follower-Zahlen von Siegmund und Schulze im Vergleich. Grafik: JF

16.25 Uhr: Sachsen-Anhalt steht vor einer Rekordwahlbeteiligung. Bis 16 Uhr gaben nach Angaben der Landeswahlleitung bereits 65,3 Prozent der Bürger ihre Stimme ab. Damit haben schon jetzt mehr Menschen gewählt als 2021. Damals lag die Wahlbeteiligung am Ende bei knapp über 60 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt lag die Wahlbeteiligung damals bei 47,1 Prozent.

16.22 Uhr: Die CDU Sachsen-Anhalt hält kurz vor der Schließung der Wahllokale offenbar eine Krisensitzung im Magdeburger Maritim-Hotel ab. Offiziell berät seit 14.30 Uhr Ministerpräsident Sven Schulze mit allen CDU‑Kreisvorsitzenden über die Kommunikationsstrategie für den Moment, wenn die ersten Ergebnisse veröffentlicht werden, berichtet die Bild. Mit dabei: der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller (CDU). Der ist allerdings gar kein Kreisvorsitzender.

Zudem gebe es Putsch- und Sturzgerüchte. Müller gilt als Schulzes größter Widersacher. Er sei nicht zur Sitzung eingeladen worden und habe als einer der Letzten den Sitzungsraum betreten.

Morgen Abend tagt der Landesvorstand, dem Müller angehört, mit den Kreisvorsitzenden aus Sachsen-Anhalt und will sich beraten, wie mit dem Wahlergebnis umgegangen werde. Zudem werde darüber gesprochen, welche Konsequenzen gezogen werden müssten. Bei der heutigen Krisensitzung versuche Schulze, die Rückendeckung der Kreisvorsitzenden für sich zu gewinnen.

16.20 Uhr: Derzeit versammeln sich rund 100 Teilnehmer der Antifa-Gruppierung „Jugend Sachsen-Anhalt“ am Magdeburger Hauptbahnhof, um von dort aus Richtung Landtag zu ziehen. Neben kommunistischen Transparenten und Flaggen weht auch eine kurdische „Rojava“-Flagge im Mob, aus dem mehrere Parolen wie „Hinter dem Faschismus steckt das Kapital“, „Jugend, Zukunft, Sozialismus“ und „Siamo tutti Antifa“ verlautbart werden. Zudem kritisieren die Linksextremen den westdeutschen Einfluss auf Ostdeutschland, die Russlandpolitik und Waffenlieferungen an Israel.

Antifa-Demo am Magdeburger Hauptbahnhof. Foto: picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

16.15 Uhr: Ist der Wettergott ein Rechtspopulist? Aktuell sorgt ein Hoch für ruhiges Wetter in den meisten Teilen Mitteleuropas – nicht zu warm, nicht zu kalt. Das Hoch „Ulrich“ beschert Deutschland und Österreich angenehmes Wetter am Sonntag.

Am Samstag hatte ein Unwetter noch das Familienfest der AfD in Magdeburg vorzeitig beendet. Jetzt sorgt Ulrich für gutes Wetter. Ein Zeichen?

16.05 Uhr: Bemerkenswert: Normalerweise werden die Ergebnisse der Vorab-Befragungen, die Infratest Dimap und die Forschungsgruppe Wahlen in ausgewählten Wahllokalen erheben, frühzeitig an Politiker und Journalisten unter der Hand weitergegeben. Dieses Mal jedoch nicht, wie Stern-Reporter Julius Betschka auf X schreibt.

15.45 Uhr: Große Polizeipräsenz, Hundestaffel, Poller und mehrfache Ausweiskontrollen. Die AfD-Wahlfeier ist festungsartig abgesichert. Diesen Aufwand gibt es nicht beim Ministerpräsidenten Schulze. Unsere JF-Reporter berichten aus Magdeburg.

15.42 Uhr: In der Berufsbildenden Schule Gutjahr in Halle-Neustadt beginnt die Auszählung von Briefwahlstimmen aus 60 Wahlbezirken. Die Auszählung wird von einem Polizeiwagen und mehreren privaten Sicherheitskräften bewacht, berichtet die Zeit. Zudem haben sich vor dem Gebäude rund 20 Wahlbeobachter versammelt. Wenn das stimmt, wäre dieses Vorgehen krass rechtswidrig. Die Wahlurnen dürfen vor 18 Uhr nicht geöffnet werden.

15.40 Uhr: Der rechte Politikanalyst Daniel Fiß versucht sich an einer ersten Interpretation der bisher extrem hohen Wahlbeteiligung. Seine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit von drei Szenarien:

1.) Der große AfD-Erdrutschsieg (49,9 Prozent wahrscheinlich)
2.) Die große taktische Wählermobilisierung der linken Mitte um SPD, Linke und Grüne. (49,9 Prozent wahrscheinlich)
3.) Letztes CDU-Aufbäumen (0,2 Prozent wahrscheinlich)

15.30 Uhr: In der Jahrhunderthalle Spergau im Saalekreis seien „Wahlbeobachter auf die Tribüne verwiesen“ worden, wie die Rrechte Organisation „Ein Prozent“ auf ihrem X-Kanal berichtet. Das sei „ein klarer Verstoß gegen das Wahlrecht“, moniert die Bürgerinitiative.

Die Wahlbeobachter vor Ort versuchten derzeit, die Situation „freundlich und kooperativ zu klären“. Sollte das nicht erfolgreich sein, werde man die Polizei einschalten, heißt es in dem Beitrag. Dazu appellieren die Verantwortlichen an alle Wahlbeobachter: „Lasst euch nicht aussperren! Bleibt sachlich, kennt eure Rechte und dokumentiert Behinderungen genau.“

15.15 Uhr: Letzte Stärkung vor dem Wahlabend: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund postet ein Foto, auf dem er eine Portion Nudeln isst. Ebenfalls dabei: Seine Ehefrau, der Finanz-Influencer Kolja Barghoorn und der Satiriker Hendrik Nitsch.

15.05 Uhr: Jeder, der sich irgendwie für prominent und wichtig hält, sieht sich berufen, jetzt noch seinen Senf zur Wahl in Sachsen-Anhalt dazuzugeben. Farin Urlaub, Frontmann der Band „Die Ärzte“, gibt sich mit Blick auf die hohen Umfragewerte der AfD selbstkritisch. Um eine Partei wie die AfD zu verhindern, müsste man wohl „30 Jahre zurückreisen und eine ganz andere Jugendarbeit leisten“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. „Ich bin sehr ernsthaft der Meinung, dass wir als Gesellschaft versagt haben, wenn die AfD das Programm herausbringen kann, mit dem sie gerade antritt, und ganz viele Leute sagen: Ja, genau! Das will ich wählen“, führte der Sänger aus.

Nicht allein diese Wähler seien schuld daran, betonte der 62jährige. „Es ist auch die Schuld von uns allen.“ Er wisse auch nicht genau, was dazu geführt habe. „Aber zumindest, was die anstehenden Landtagswahlen betrifft, ist ein Faktor mit Sicherheit die feindliche Übernahme der DDR durch die BRD.“ Die Gesellschaft habe nie anerkannt, „dass die Dinge in der DDR zwar anders gemacht wurden, aber zumindest einige auf ihre Art auch valide waren“.

14.55 Uhr: Die ersten Prognosen auf Basis von Vorab-Befragungen von ARD und ZDF werden traditionell um 18 Uhr veröffentlicht. Danach folgen die Hochrechnungen, die schon erste Stimmauszählungen berücksichtigen. Die konkreten Einzelergebnisse aus den Gemeinden und Städten werden auf der Webseite des Statistischen Landesamtes veröffentlicht. Die Gesamtzahlen sind dabei über den Abend größeren Schwankungen ausgesetzt, da die Wahllokale in den kleineren Gemeinden meist schneller ausgezählt werden als die der Großstädte. Für die AfD bedeutet das beispielsweise, dass ihre Werte im Laufe des Abends eher sinken, da sie in den großen Städten oft schlechter abschneidet. Bei den Grünen gilt das Ganze umgekehrt.

14.51 Uhr: Der ehemalige Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ruft zur Besonnenheit auf. „Egal, wie das Ergebnis in Sachsen-Anhalt heute sein wird: Die Mehrheit der Bürger dort sind weder faschistisch noch dumm“, schrieb er auf X. „Aber zu viele Fragen wurden nicht beantwortet und zu viele Probleme nicht gelöst. Der Spuk wird verschwinden, wenn wir Konsequenzen ziehen: Durch Taten.“

14.50 Uhr: Die linksextreme Organisation „Zentrum für politische Schönheit“ ruft zu einer Revolution in Sachsen-Anhalt auf, sofern es zu einem AfD‑Ministerpräsidenten kommt. „Dann braucht es jede von uns“, schreibt das Kollektiv auf X. „Dann schützt nicht das Recht uns, sondern wir schützen das Grundgesetz. Das ist konstitutionelle Revolution.“

Doch auch unabhängig vom Wahlausgang sollen sich alle Gedanken machen, nach Sachsen-Anhalt zu reisen. „Dort wird in den nächsten Wochen Demokratie verteidigt. Die Gefahr ist am Wahlabend nicht gebannt, wenn die AfD bei 40 Prozent liegt.“ Die Gefahr ziehe erst mit der Wahl des Ministerpräsidenten vorüber. „Das Wichtigste in den kommenden Tagen: NICHT AKZEPTIEREN. Nichts akzeptieren. Rein gar nichts.“

14.40 Uhr: Rastet die linksextreme Szene bei einem AfD-Wahlsieg aus, sind die Einsatzkräfte offenbar darauf vorbereitet. Die Polizei bestätigte gegenüber der JF, dass sie sich im Großeinsatz befinde. Demnach seien „alle verfügbaren Polizeikräfte im Einsatz“. Wie viele dies genau sind, wollte die Polizeiinspektion Magdeburg „aus einsatztaktischen Erwägungen“ nicht verraten.

Es sind allerdings auch Beamte aus anderen Bundesländern vor Ort. „Dabei kommen sowohl uniformierte als auch zivile Einsatzkräfte zum Einsatz, wobei Schwerpunkt des polizeilichen Einsatzes das Stadtgebiet von Magdeburg sein wird.“ Beamte seien „insbesondere an Veranstaltungsorten, im Bereich von Versammlungen sowie an stark frequentierten Orten“ präsent.

Im Vordergrund stehe „die Ausübung grundgesetzlicher Rechte zu ermöglichen und bei etwaigen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung umgehend zu reagieren“. Dazu gehöre unter anderem der Schutz von Wahlveranstaltungen, Versammlungen und Wahlhelfenden“, heißt es von der Polizeiinspektion Magdeburg.

Bislang seien etwaige Versammlungen „insgesamt störungsfrei“ verlaufen. Wie die Polizei der JF mitteilte, wurden „vereinzelte Straftaten im numerisch einstelligen Bereich“, darunter Sachbeschädigungen und Beleidigungen, registriert. Festnahmen erfolgten noch keine.

14.30 Uhr: Sachsen-Anhalt steht vor einer Rekordwahlbeteiligung. Um 14 Uhr betrug sie laut Landeswahlleitung 54,4 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt am 6. Juni 2021 zur Landtagswahl waren es gerade einmal 27,1 Prozent. Auch in den Wahlen davon lag sie deutlich drunter:

2016: 35,4 Prozent
2011: 28,5 Prozent
2006: 20,1 Prozent
2002: 30,8 Prozent

2021 nahmen am Ende knapp über 60 Prozent der Wahlberechtigten teil.

14.25 Uhr: Mehrere deutsche Prominente bekunden ihren Unmut am Wahltag über die AfD. So schreibt etwa der Schauspieler Hannes Jaenicke auf Facebook, dass Sachsen-Anhalt das Bundesland mit dem höchsten Männerüberschuss sei. Die AfD habe deshalb nur zwei Möglichkeiten: „Sie finanziert den Männern in Sachsen-Anhalt massenhaft die Fortpflanzungs-Methode von Jens Spahn und Peter Thiel, oder sie kommt schnell mit einer anderen Methode um die Ecke, wie blaubraune Dumpfbacken sich ohne weibliche Beteiligung fortpflanzen können.“ Andernfalls würde Sachsen-Anhalt aussterben, dann würde „Ruhe und Frieden herrschen, Natur und Demokratie werden sich freuen“, führte Jaenicke aus. Den Sachsen-Anhaltern, die nicht die AfD wählen, gelte hingegen seine „volle Sympathie“.

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Auch die TV-Moderatorin Inka Bause äußerte sich zu den Landtagswahlen, jedoch ohne die AfD zu erwähnen. Es gehe dabei um „unsere Ehre, um unsere Vergangenheit, es geht um die Zukunft, es geht um unser Grundgesetz“. Deshalb sei es wichtig, heute zur Wahl zu gehen, betonte die 57jährige auf Instagram.

Die Sängerin Anne Mosters, bekannt aus der TV-Sendung „The Voice“, schrieb ebenfalls auf Instagram, dass sie mit der politischen Situation in Deutschland unzufrieden sei. Sie glaube, damit für einige zu sprechen. „Falls du denkst, dass du mit dem Kreuzchen für die AfD etwas daran ändern würdest, liegst du richtig – aber nicht in die positive Richtung!“, betonte Mosters. Jeder solle sich gut überlegen, ob er einer Partei die Stimme geben wolle, die in Sachsen-Anhalt vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.

14.20 Uhr: Aus der Landeshauptstadt erreichen uns die ersten Bilder von der angekündigten linken Großdemonstration. Die Polizei fährt massiv auf. Etwa zwei Dutzend Mannschaftswagen aus dem gesamten Bundesgebiet befinden sich in der Nähe des Domplatzes. NGOs wie Greenpeace und Gewerkschaften unter der Führung des DGB rollen große Regenbogenbanner aus. Die Kundgebung soll unter dem Motto „Kein Morgen den Faschisten“ laufen.

Vorbereitungen auf das Wahlergebnis: In Magdeburg rollen linke Gruppierungen bereits eine Regenbogenfahne aus. Foto: JF

14.10 Uhr: Ein einsamer AfD-Anhänger steht in der Nähe des Domplatzes in Magdeburg mit einer Deutschlandfahne. Er sagt, die Polizei habe ihn gebeten, den Ort zu verlassen, da für seine Sicherheit nicht garantiert werden könne. Auf Anfrage der JF teilt die Polizei mit, ein solcher Vorfall sei derzeit nicht bekannt.

AfD-Anhänger in Magdeburg: Kann die Polizei die Sicherheit noch garantieren? Foto: JF

14.00 Uhr: Die rechte Organisation „Ein Prozent“, die Bürger zu unabhängigen Wahlbeobachtungen aufgerufen hatte, berichtet über Warnungen vor ebenjenen Beobachtern in Stimmlokalen. In einem X-Beitrag postete der Verein ein Bild eines Ausdrucks, der eine E-Mail der Landeswahlleiterin zeigen soll. Darin werden Büros darauf hingewiesen, „dass Wahlbeobachter vom Wahlvorstand keine Nachzählung von Stimmen verlangen können“. Dies sei „vom Recht der Wahlbeobachtung nicht umfasst“.

13.55 Uhr: Schon jetzt ist klar: Diese Landtagswahl bewegt die Menschen. So kamen zum selbsternannten Demokratiefestival in der Landeshauptstadt Magdeburg am Samstag laut Polizeiangaben etwa 10.000 Personen, die Veranstalter sprechen von 15.000. CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hatte im Vorfeld angekündigt, dort als Zuschauer teilnehmen zu wollen. Das hatte für Kritik gesorgt, weil unter den unterstützenden Gruppierungen der Veranstaltung auch solche dabei waren, die dem linksextremen VVN-BdA angehören und tief in der militanten Antifa-Szene verwurzelt sind. Die JUNGE FREIHEIT hatte die Verbindungen zuerst aufgedeckt.

Ebenfalls am Samstag gingen in Halle etwa 2.000 Demonstranten unter dem Motto „Antifa bleiben!“ auf die Straße – angemeldet waren lediglich 500. Es blieb nach Angaben der Behörden weitestgehend friedlich. „Bei dem Aufzug wurden im letzten Drittel pyrotechnische Erzeugnisse gezündet. Es wurden zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet“, teilte ein Sprecher der Polizei Halle mit.

Auch die AfD mobilisierte Unterstützer. So kamen laut Angaben der Partei am Freitag etwa 6.000 Bürger zum Familienfest in Magdeburg. Angekündigt waren bis zu 10.000. Das könnte auch an den schlechten Wetterverhältnissen an diesem Tag gelegen haben, denn das Fest musste aufgrund des Unwetters sogar vorzeitig abgebrochen werden. Auch diese Veranstaltung soll friedlich verlaufen sein.

Ein Besucher des AfD-Familienfests schwenkt eine Deutschlandfahne mit AfD-Logo. Foto: picture alliance/dpa | Michael Brandt

13.45 Uhr: Auch SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann hat zwischenzeitlich seine Stimme abgegeben. Bei Umfragen, wen die Bürger zum Ministerpräsidenten wählen würden, wird Willingmann nicht einzeln aufgeführt. Von seinem Wahlkampf blieb insbesondere hängen, dass sich der SPD-Politiker für eine Aufhebung der Fünf-Prozent-Hürde aussprach. „Eine Drei-Prozent-Hürde wäre immer noch ein wirksamer Schutz vor einer Zersplitterung des Parlaments und ist auch bereits gelebte Praxis in anderen europäischen Ländern“, sagte Willingmann.

Zuletzt konnten sich die gebeutelten Sozialdemokraten in den Umfragen allerdings wieder bei über fünf Prozent stabilisieren.

SPD-Umfragewerte seit der vergangenen Landtagswahl. Grafik: JF

13.35 Uhr: Bestenfalls Außenseiterchancen kann sich derzeit die FDP ausrechnen. Sie holte bei der vergangenen Wahl noch 6,4 Prozent. Aktuelle Umfragen sehen sie derzeit bei drei Prozent der Stimmen. Das letzte mal über der Fünf-Prozent-Hürde lag sie im Juni 2023.

Die Liberalen gehen mit Spitzenkandidatin Lydia Hüskens in die Wahl. Die Digitalministerin setzte im Wahlkampf wenig überraschend auf das Thema Digitalisierung. So soll die Bürokratie abgebaut und die Verwaltung digitalisiert werden. Dass die Regierungspartei mit dem Slogan „Weil sich was ändern muss“ in den Wahlkampf ging, sorgte bei einigen für Kopfschütteln.

Empört zeigte sich die FDP über die NGO-Kampagne „taktisch wählen“. Dass dabei nicht auch zur Wahl der FDP aufgerufen wurde erzürnte die Partei. „Es ist ein schmutziger linker Lagerwahlkampf, der hier betrieben wird. Es ist doch ein Aberwitz, dass wir aufgrund von EU-Recht inzwischen strengste Transparenzanforderungen an politische Werbung haben und gleichzeitig eine Agentur durch Sachsen-Anhalt zieht, Werbung für Grüne und SPD macht und das Ganze dann als überparteiliche Initiative vernebelt“, sagte Parteichef Wolfgang Kubicki.

13.25 Uhr: Das linksextreme Bündnis „Widersetzen“ hat unter dem Motto „Nie wieder. Jetzt!“ zu bundesweiten Demonstrationen am Wahltag aufgerufen. „Gewählte Faschisten bleiben Faschisten“, schreiben die Relativierer von Gewalt auf Journalisten in einer Telegram-Gruppe.

Es sei „egal, wie viele Prozentpunkte die faschistische AfD“ mache. Aus der Sicht der Linksextremen macht kein Punkt „ihre Politik und ihre verbrecherischen Mitglieder legitim“. In Magdeburg startet die Kundgebung auf dem Domplatz um 15 Uhr und soll bis 22 Uhr andauern. Zudem ist ein weiterer Demotermin unter dem Slogan „Sachsen-Anhalt juckt mich!“ für 19 Uhr geplant.

Bereits am Samstag war es in Halle zu Ausschreitungen und Krawallen durch gewaltbereite linke Gruppierungen gekommen, wie das Compact-Magazin berichtete.

13.20 Uhr: Auch an den Wettbörsen wird fleißig spekuliert. Bei der Plattform Polymarket.com wird die Wahrscheinlichkeit, dass die AfD heute die absolute Mehrheit der Sitze erreicht, mit knapp 14 Prozent angegeben.



Wird die AfD eine absolute Mehrheit der Sitze in Sachsen-Anhalt gewinnen?
Ja 16% · Nein 85%

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13.10 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zeigte sich bis zuletzt siegessicher. „Selbstverständlich“ werde er Ministerpräsident, sagte er im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass unsere politischen Gegner sowohl in anderen Bundesländern als auch auf Bundesebene alles tun werden, um eine AfD-geführte Regierung zu verhindern. Deren größte Angst ist dabei gar nicht, dass wir regieren, sondern dass wir erfolgreich regieren. Und genau darauf haben wir uns vorbereitet.“

Eine Zusammenarbeit mit der CDU schließt Siegmund kategorisch aus. „Wir können Sachsen-Anhalt nicht mit jenen retten, die es dahin gebracht haben, wo es jetzt ist. Zudem ist Glaubwürdigkeit aus meiner Sicht wahnsinnig wichtig in der Politik, damit die Bürger endlich wieder Vertrauen fassen können. Deshalb werde ich mein Versprechen, nicht mit der CDU zu koalieren, nicht brechen.“

Lesen Sie hier das JF-Interview mit Ulrich Siegmund.

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze lehnte dagegen ab, der JF ein Interview zu geben.

12.55 Uhr: Auch die beiden großen Kirchen versuchen bis zum Schluss, die Wahl zu beeinflussen. So warnte der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige noch am Wahltag vor einer „zunehmenden Verwahrlosung des menschlichen Miteinanders“. Auf einer Wallfahrt sagte er laut Redemanuskript: „Gegenwärtig heißt das wohl in besonderer Weise, dem nationalistischen und fremdenfeindlichen Ungeist zu widerstehen.“

Empört äußerte sich Feige über seine Mitmenschen: „Was für apokalyptische und rassistische Vorstellungen haben sich doch in den Köpfen vieler festgesetzt! Nächstenliebe wird zum Unwort – und Menschenfeindlichkeit gesellschaftsfähig.“ In dem Bundesland sind knapp drei Prozent der Bürger auf dem Papier noch Mitglied der Katholischen Kirche – mit fallender Tendenz.

12.47 Uhr: Die Wahlbeteiligung wird offenbar massiv steigen. Bis 12.00 Uhr gaben am Sonntag 34,72 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleitung in Magdeburg mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021, bei der letzten Landtagswahl, waren es nur 22,4 Prozent. Damals lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 60,3 Prozent.

12.45 Uhr: Nochmal ein Blick auf die Direktwahlkreise. Das Projekt „Zweitstimme.org“ wagt sich hier wenigstens an eine Prognose. Demnach kann die AfD mit 35 bis 39 Direktmandaten rechnen. Die CDU auf einen bis fünf Wahlkreise und Grüne sowie Linkspartei maximal mit einem Direktmandat. Insgesamt ziehen 41 direkt gewählte Abgeordnete in den Landtag in Magdeburg ein.

12.30 Uhr: In Bernburg wird offenbar mehreren Bürgern verweigert, ihre Stimme abzugeben. Laut der Mitteldeutschen Zeitung wurde einem Bürger der Zutritt zum Wahllokal verweigert, weil er angeblich nicht dort wohnen würde. „Weil ich angeblich nicht im Wahlverzeichnis stehe, darf ich nicht wählen, ist mir gesagt worden“, sagte der Betroffene dem Blatt. Sein Protest im Wahllokal gegen die Verweigerung der Stimmabgabe sei erfolglos geblieben. Die Stadtverwaltung habe ihm gesagt, dass im Vorjahr ein Brief an seine Adresse zurückgeschickt worden sei und deshalb angenommen wurde, dass er verzogen sei. Er soll sich am Montag nun beim Einwohnermeldeamt melden. „Vor dem Rathaus habe ich dann noch einen anderen Mann getroffen, der ebenfalls nicht wählen durfte“, berichtet er weiter.

12.15 Uhr: Werfen wir nun einen Blick auf die Linkspartei. Sie tritt mit Eva von Angern als Spitzenkandidatin an. Die setzt auf einen klaren Anti-AfD-Kurs und verweigert Ulrich Siegmund auch den Handschlag.

Im Wahlkampf setzte die Partei vor allem auf das Thema Bildungspolitik. Zudem verlangt die Partei auf allen Ebenen eine „migrationssensible“ Politik. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll es „eine Geschlechterquote von 50 Prozent Frauen und 30 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund in Führungspositionen“ geben. „Das Recht auf Asyl, der Schutz vor Abschiebung und das Recht auf Familiennachzug“ seien für die Linke nicht verhandelbar.

In Umfragen liegt die Partei derzeit bei elf bis 13 Prozent. Ein Einzug in den Landtag gilt damit als sicher. Von Angern kündigte bereits an, „alles dafür zu tun“, die AfD von der Macht fernzuhalten. Eine Zusammenarbeit mit der CDU schließt die Partei ausdrücklich nicht aus.

12.05 Uhr: Wen wollen die Menschen laut Umfragen in Sachsen-Anhalt eigentlich zum Ministerpräsidenten? Hier zeigen die Umfragen kein einheitliches Bild. Während die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF Schulze bei der Direktwahlfrage bei 48 Prozent und Ulrich Siegmund bei 34 Prozent sieht, hatte Insa andere Werte ermittelt. Dort kam Siegmund auf 39 Prozent und Schulze auf 28 Prozent.

11.55 Uhr: Entscheidend könnte sich am heutigen Wahlkampf herausstellen, ob SPD und Grüne in den Landtag einziehen. Scheitern beide und bewahrheiten sich die Umfragen für die AfD, wäre eine Alleinregierung der Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla gut möglich.

Linke „Nichtregierungsorganisationen“ haben im Wahlkampf deswegen dazu aufgerufen, „taktisch zu wählen“, lieber Sozialdemokraten und Grünen die Stimme zu geben. Die extrem linke Kampagnenorganisation Campact, deren 50prozentige Tochterfirma „HateAid“ massiv von Steuergeld profitiert, spendete SPD und Grünen jeweils Wahlkampfhilfe im Wert von 310.000 Euro (JF berichtete). Die SPD lag zuletzt bei sieben bis neun Prozent, die Grünen bei fünf bis sechs Prozent.

11.50 Uhr: Jetzt auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seine Stimme abgeben. Er kommt wie Siegmund mit seiner Frau, allerdings nicht auf einer Schwalbe, sondern zu Fuß. Auch auf ihn warten bereits zahlreiche Journalisten.

Sven Schulze gibt nach seiner Wahl vor dem Wahllokal ein Statement vor der Presse ab. Foto: picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Sven Schulze gibt nach seiner Wahl vor dem Wahllokal ein Statement vor der Presse ab. Foto: picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

11.40 Uhr: Werfen wir mal einen Blick auf die einzelnen Parteien und fangen mit dem BSW an. Die Partei litt zuletzt unter einem offenen Machtkampf zwischen der Bundesspitze um Parteigründerin Sahra Wagenknecht und der Thüringer Landtagsfraktion um die dortige Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf. Wolf und ihre getreuen verließen am Freitag dann die Partei, kündigen jedoch an, die Regierung unter dem dortigen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) weiter stützen zu wollen (JF berichtete).

Das BSW versuchte im Wahlkampf immer wieder, sich mit der Idee eines überparteilichen Ministerpräsidenten ins Gespräch zu bringen, der im Zweifel auch mit Stimmen der AfD gewählt werden sollte. Wen genau es vorschlagen will, wollte das BSW allerdings nicht sagen. Die AfD lehnte ein solches Modell ab. Im Mittelpunkt der BSW-Kampagne stand neben dem dem Wahlkampfklassiker „Frieden mit Russland“ vor allem die Kritik an der Bundesregierung und Friedrich Merz. Auf Großplakaten setzte man auf Wagenknecht, die allerdings zur Wahl nicht antritt, aber fraglos das bekannteste Gesicht der Partei ist.

BSW-Großplakat in Halle an der Saale: Mit Wagenknecht gegen Merz. Foto: picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hatte es schwer im Wahlkampf, zu profilieren, da alle Augen auf das Duell zwischen Ulrich Siegmund und Ministerpräsident Sven Schulze gerichtet waren. Stand die Partei laut Umfragen Angang 2025 in dem Bundesland noch bei 14 Prozent, waren es zuletzt noch drei bis vier Prozent.

11.30 Uhr: Alle Parteien litten im Wahlkampf unter Vandalismus. Laut der Polizei wurden allein bis Mitte August 832 Fälle beschädigter oder entwendeter Wahlplakate registriert. Aum häufigsten betroffen war demnach die AfD mit 393 Fällen, die Linkspartei mit 166 und die CDU mit 121 zerstörten Plakaten.

11.20 Uhr: Entscheidend dürfte bei dieser Abstimmung auch die Wahlbeteiligung sein. Bei der vergangenen Bundestagswahl lag Sachsen-Anhalt mit einer Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent auf dem letzten Platz. Ganz vorne war damals Bayern mit 84,3 Prozent. Im Durchschnitt wählten damals 82,5 Prozent.

An der vergangenen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, mitten in der Corona-Zeit, nahmen 60,3 Prozent der Wähler teil. Der Tiefstwert in dem Bundesland bei einer Wahl des Landtags wurde 2006 mit 44,4 Prozent erreicht. Der Höchstwert lag 1998 bei 71,7 Prozent.

11.05 Uhr: Während Ulrich Siegmund seine Stimme abgibt, kommt es laut Magdeburger Volksstimme offenbar zu einem medizinischen Notfall. „Eine männliche Person musste reanimiert werden“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Wie es ihm geht, ist derzeit noch unklar.

11.00 Uhr: Auch Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warf sich vor der Wahl nochmal in Schale. Am Freitag nahm er an der 32. Verleihung der Goldenen Henne 2026 in der Leipziger Messe teil. Dabei ließ er sich mit dem Komiker Dieter Hallvervorden ablichten. Hallervorden hatte die AfD zuletzt in die Nähe von „Schädlingen“ gerückt. In einem Video hatte der 91jährige es als „Schädlingsbekämpfung“ bezeichnet, die AfD nicht zu wählen (JF berichtete).

Sven Schulze (z.v.l.) mit dem Ex-Komiker Dieter Hallervorden im feinen Zwirn. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Nicole Kubelka

10.53 Uhr: Riesiger Presseandrang vor dem Wahllokal, in dem AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund seine Stimme abgibt.

Großer Medienrummel vor dem Wahllokal von Ulrich Siegmund. Foto: picture alliance / AP Photo/Matthias Schrader | Matthias Schrader

Der AfD-Politiker kommt mit seiner Frau auf einer Schwalbe. Gleich mehrfach absolvierte der Politiker während des Wahlkampfes Ausfahrten mit dem Kult-Moped aus DDR-Zeiten, an denen teilweise Tausende Menschen teilnahmen.

Ulrich Siegmund fährt mit seiner Frau auf einer Schwalbe zum Wahllokal. Foto: picture alliance / AP Photo/Matthias Schrader | Matthias Schrader

10.50 Uhr: Wie immer haben die Bürger in Sachsen-Anhalt heute zwei Stimmen. Mit der Zweitstimme entscheiden sie über die Zusammensetzung des Landtags. Mit der Erststimme wählen sie einen Direktkandidaten. Insgesamt gibt es in dem Bundesland 41 Wahlkreise. Sollten sich die Umfragen bewahrheiten, könnte die AfD also mit einer Vielzahl an Direktmandaten rechnen. Bekommt eine Partei mehr Direktmandate als ihr über das Zweitstimmenergebnis zusteht, werden Überhangmandate auf die anderen Parteien verteilt.

10.40 Uhr: Peinliche Posse vor der Wahl: Nachdem die JF recherchiert hatte, dass Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) am Tag vor der Wahl auf ein Antifa-Festival vor dem Magdeburger Dom teilnehmen will, bei dem Deutschlandfahnen strikt verboten waren, fassten sich einige Unbekannte ein Herz und malten Schwarz-Rot-Gold auf den Boden in der Innenstadt.

Die Nationalfarben passten der Stadtverwaltung allerdings gar nicht und sie beauftragte sofort eine Firma, die die Deutschlandfarben wieder aus dem Stadtbild tilgen sollten. AfD-Spitzenkandidat Siegmund veröffentlichte ein Video, auf dem die Reinigungsarbeiten zu sehen waren.

Nun meldet sich die Firma zu Wort und distanziert von der AfD: „Die Raumausstattung Schwarz GmbH & Co. KG unterstützt weder Ulrich Siegmund noch die AfD oder eine andere politische Partei. Wir distanzieren uns ausdrücklich von einer politischen Vereinnahmung unseres Unternehmens“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Weiter heißt es: „Unser Unternehmen wird seit vielen Jahren mit der fachgerechten Entfernung von Graffiti und anderen Verunreinigungen im öffentlichen Raum beauftragt. Auch bei dem auf dem Domplatz ausgeführten Einsatz handelte es sich ausschließlich um einen solchen Auftrag von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Die Entfernung erfolgte unabhängig vom Inhalt oder von der politischen Bedeutung der betreffenden Darstellung.“

Doch die Entfernung gelang dem Unternehmen nicht. Die als „Verunreinigung“ titulierte Deutschlandflagge habe „aus technischen Gründen“ nicht ganz entfernt werden können. Was das den Steuerzahler gekostet hat, teilte das Unternehmen nicht mit.

10.30 Uhr: Allerdings ist gerade in Sachsen-Anhalt ein bisschen Vorsicht angebracht, was Umfragen angeht. Bei der vergangenen Landtagswahl sahen die großen Institute die CDU vor der Wahl bei 27 bis 30 Prozent. Am Ende bekam sie allerdings 37 Prozent. Die AfD dagegen wurde 2021 im Vorfeld zu stark eingeschätzt. Statt der erwarteten 23 bis 26 Prozent wurden es am Ende 20,8. Auch die Grünen wurden mit acht bis neun zu stark eingeschätzt. Sie erreichten am Ende 5,9 Prozent. Allerdings fand die Landtagswahl damals unter Corona-Bedingungen statt.

Ein Land in Aufruhr: Lesen Sie hier den großen JF-Vorbericht zur Wahl.
Ein Land in Aufruhr: Lesen Sie hier den großen JF-Vorbericht zur Wahl.

10.25 Uhr: Schaut man sich den Umfragetrend seit der vergangenen Landtagswahl an, ergibt sich ein eindeutiges Bild. Während die AfD bei den Demoskopen immer weiter zulegen konnte, rauscht die CDU in den Keller. Seit Mitte 2025 liegt sie hinter der Partei von Ulrich Siegmund.

Umfragetrend seit der vergangenen Landtagswahl. Grafik: JF

10.20 Uhr: Aktuelle Umfragen sehen die AfD deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Laut der jüngsten Insa-Erhebung kommt die AfD auf 43 Prozent und würde sich damit mehr als verdoppeln. Die CDU müsste mit 22 Prozent deutliche Verluste hinnehmen. Die Linke erreicht bei Insa zwölf Prozent. SPD (sieben Prozent), Grüne (fünf Prozent), FDP (drei Prozent) müssen um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Auch das BSW kämpft laut den Demoskopen mit der Fünf-Prozent-Hürde und kommt auf vier Prozent.

Aktuelle Insa-Umfrage zu Sachsen-Anhalt. Grafik: JF
Aktuelle Insa-Umfrage zu Sachsen-Anhalt. Grafik: JF

10.15 Uhr: Bei der vergangenen Landtagswahl setzte sich die CDU mit 37,1 Prozent der Stimmen durch. Die AfD erhielt 20,8 Prozent, die Linke elf Prozent. Die SPD kam auf 8,4, die FDP auf 6,4 und die Grünen auf 5,9 Prozent. Klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten die Freien Wähler (3,1 Prozent), die „Basis“ (1,5 Prozent) und die Tierschutzpartei (1,4 Prozent). Die sonstigen Kleinparteien erreichten zusammen 4,4 Prozent. Regiert wird das Bundesland seitdem von CDU, SPD und FDP.

10.10 Uhr: Und die Briefwahl? Laut Daten des Statistischen Landesamtes wurden etwa 335.000 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Damit will etwa jeder Fünfte Wähler die Stimme bereits vorab angeben. Bei der Landtagswahl 2021 wählten insgesamt 315.567 Personen in Sachsen-Anhalt mit Wahlschein. Das waren rund 29 Prozent der damals abgegebenen Stimmen.

Am geringsten ist das Interesse an der Briefwahl im Wahlkreis 33  in Merseburg. Dort wurde nur für acht Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen ausgegeben.

10.05 Uhr: Seit 8 Uhr sind die Wahllokale in Sachsen-Anhalt geöffnet. Rund 1,7 Millionen der 2,1 Millionen Einwohner des Bundeslandes sind heute wahlberechtigt. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern liegt das Wahlalter nicht bei 16, sondern bei 18 Jahren.

10.00 Uhr: Willkommen beim Liveticker zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Unsere Redakteure Henning Hoffgaard, Vincent Steinkohl, Benedikt Rueß und Mike Siemens werden Sie an dieser Stelle mit allen wichtigen Informationen bis in den späten Abend versorgen.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund: Fährt das beste Ergebnis der Partei von Tino Chrupalla und Alice Weidel ein. (M, AfD), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, jubelt mit Alice Weidel (Mitte l, AfD), Bundesvorsitzende und Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Tino Chrupalla (AfD), Bundesvorsitzender und Co-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, nach der Prognose zum Ergebnis der Landtagswahl Sachsen-Anhalt. Am Sonntag (06.09.2026) wurde in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.
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