MÜNCHEN. Linksextreme Demonstranten haben am Samstag insgesamt sieben Polizeibeamte verletzt. Die Beamten hatten eine Demonstration von rund 250 Regierungsgegnern vor etwa 600 linken Gegendemonstranten geschützt, wie die Abendzeitung München berichtete.
Die Gegendemonstranten näherten sich dabei immer weiter der Demonstration des Bündnisses „Merz muss weg“ und attackierten dabei die Polizisten. Auch ein Streifenwagen wurde beschädigt. Um die Angreifer zurückzudrängen, setzten die Polizisten Pfefferspray ein. Drei Angreifer wurden festgenommen, vier weitere entkamen, bevor sie identifiziert wurden.

Auf einer zeitgleich stattfindenden Demonstration für ein AfD-Verbot versammelten sich rund 12.000 Menschen. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) forderte dabei die Einsetzung eines Prüfverfahrens. „Die AfD ist keine normale Partei rechts von der Union. Die AfD ist eng mit der Neonaziszene verwoben. Sie fantasiert davon, Millionen Menschen zu deportieren, und kungelt mit Kriegsverbrechern wie Putin“, sagte Krause.
Oberbürgermeister befürchtet neues 1933
„Wie lange wollen wir noch zuschauen“ und „falsche Toleranz“ gegenüber jenen üben, die „unsere freiheitliche Demokratie hassen?“, fragte der Grünen-Politiker. Die Brandmauer dürfe auf keinen Fall fallen. Das Experiment, „den Faschisten die Hand zu reichen, sie einzubinden und zu zähmen“, sei „spätestens 1933 auf fatale Weise schiefgegangen“.
#AfD-Verbotsverfahren?
Ein Oberbürgermeister sollte Brücken bauen, statt zu spalten!
Demokratie lebt vom inhaltlichen Diskurs und besseren Argumenten, nicht vom Mundtotmachen unliebsamer Konkurrenz. Krause gefährdet damit den gesellschaftlichen Frieden in München. pic.twitter.com/Tl6gQ0St3k— Der Prophet (@AldousHuxIey) September 13, 2026
Während der Demonstration wurde zudem das mögliche Vorgehen für ein AfD-Verbot erläutert. Die Teilnehmer wiederholten die Forderungen dabei im Chor und applaudierten anschließend, wie Apollo-News berichtete. (lb)





