ILSHOFEN. Nach einem Farbanschlag auf das Wohnhaus des Landeschefs der Generation Deutschland (GD) in Baden-Württemberg, Benjamin Götz, haben mutmaßliche Linksextremisten ein Selbstbezichtigungsschreiben mit einem Video veröffentlicht. Letzteres zeigt mehrere Maskierte vor dem Haus des AfD-Politikers. Darin wird auch ein Instagram-Beitrag von Götz zitiert. Man wolle dem GD-Landeschef „einen Besuch abstatten“ und ihm „klarmachen, dass seine politischen Taten Konsequenzen“ hätten, heißt es im Blogeintrag auf der linksextremen Szeneplattform „Indymedia“.
Zur Tat war es in der Nacht zum Freitag gekommen. Die Angreifer bewarfen die Fassade, ein Fenster sowie die dort hängende Deutschlandflagge des GD-Landeschefs mit roten Farbbeuteln. Auf den Garagentoren hinterließen sie zudem die orange Aufschrift „Nazi“ in Großbuchstaben. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.
AfD-Politiker am häufigsten angegriffen
Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm verurteilte den Angriff. „Wer unsere Leute zu Hause aufsucht und ihr privates Umfeld zum Ziel macht, hat den demokratischen Meinungskampf verlassen“, teilte er am Montag mit. „Kein Relativieren, kein Wegsehen und kein Achselzucken, wenn politische Gewalt die vermeintlich Richtigen trifft. Wir erwarten, dass solche Taten konsequent verfolgt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Eine Spendenaktion für Götz wurde eingerichtet, bis Ende September sollen 4.000 Euro gesammelt werden.
2025 waren AfD-Mitglieder am häufigsten Opfer von gewalttätigen Angriffen gewesen. Insgesamt 121 von 183 der im vergangenen Jahr verzeichneten Angriffe betrafen die Repräsentanten der Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla, teilte die Bundesregierung im Mai mit (JF berichtete). Zudem waren Parteigebäude und -einrichtungen der AfD und der Unionsparteien am häufigsten attackiert worden. (kuk)






