BERLIN. Die AfD holt vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September weiter auf. Laut aktueller Insa-Umfrage erreicht die Partei von Spitzenkandidatin Kristin Brinker derzeit 18 Prozent, einen Prozentpunkt mehr als noch bei der vergangenen Erhebung des Instituts am 14. August.

Vor den Blauen liegen die von Elif Eralp angeführte Linkspartei mit unverändert 19 Prozent und die bei 20 Prozent verharrende CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers.
Platz drei teilen sich SPD und Grüne mit jeweils 15 Prozent, wobei letztgenannte einen Prozentpunkt verloren haben. Weiterhin abgeschlagen sind die FDP und das BSW mit jeweils unverändert drei Prozent. Beide würden damit nicht im Abgeordnetenhaus vertreten sein. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf sieben Prozent.

Nur Dreierbündnisse ohne AfD möglich
Die meisten Sitze für eine Koalition hätte derzeit ein Bündnis zwischen CDU, SPD und Grünen. Gemeinsam kämen die Parteien auf 75 der erforderlichen 66 Sitze. Knapp dahinter läge mit 73 Sitzen eine rot-rot-grüne Koalition. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hatte aufgrund der Enteignungsphantasien der Linkspartei bislang jedoch ausgeschlossen, mit dieser zu koalieren.

Für eine vor allem von der CDU ausgeschlossene schwarz-blaue Regierung reicht es auch rechnerisch nicht. Zusammen kämen beide Parteien nach derzeitigem Stand auf 57 Sitze. (rsz)





