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Barbakh-Großfamilie: Jetzt soll noch ein Clan die Linkspartei-Wahlparty besucht haben

Barbakh-Großfamilie: Jetzt soll noch ein Clan die Linkspartei-Wahlparty besucht haben

Barbakh-Großfamilie: Jetzt soll noch ein Clan die Linkspartei-Wahlparty besucht haben

Linkspartei-Spitzenkandidatin in Berlin, Elif Eralp: Will nichts von Verbindungen zur organisierten Kriminalität wissen. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Linkspartei-Spitzenkandidatin in Berlin, Elif Eralp: Will nichts von Verbindungen zur organisierten Kriminalität wissen. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Linkspartei-Spitzenkandidatin in Berlin, Elif Eralp: Will nichts von Verbindungen zur organisierten Kriminalität wissen. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Barbakh-Großfamilie
 

Jetzt soll noch ein Clan die Linkspartei-Wahlparty besucht haben

Die Affäre um die Neuköllner Linkspartei weitet sich aus: Nach dem Remmo-Besuch bei der Wahlparty sollen auch Angehörige einer Hamas-nahen Großfamilie an der Veranstaltung teilgenommen haben.
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BERLIN. Nach dem Skandal um Issa Remmos Besuch bei der Wahlparty der Neuköllner Linkspartei (JF berichtete) hat der Kreisverband offenbar mit einer weiteren Clan-Affäre zu kämpfen. Auch zwei Mitglieder der aus Gaza stammenden Barbakh-Großfamilie sollen bei der Veranstaltung gewesen sein, wie der Tagesspiegel am Dienstag berichtete. Einer davon soll demnach den örtlichen Linken-Kandidaten zum Bezirksbürgermeister, Ahmed Abed, für die sozialen Medien interviewt haben. Ein anderer soll den Unterstützer der palästinensischen Terrorgruppe PFLP, Ibrahim Ibrahim, beim Feiern aufgenommen haben.

Der Barbakh-Clan unterstützt seit Jahren antiisraelische Proteste in Berlin und bekennt sich offen zur islamistischen Miliz Hamas. Zahlreiche Angehörige waren in diesem Zusammenhang wegen Angriffen auf Beamte und Politiker ins Visier der Behörden geraten. Eines der bekanntesten Mitglieder, Mohamed Barbakh, war bis Mai 2025 über 50mal festgenommen worden. Die Kurzfilme des inzwischen 18jährigen wurden auf mehreren Plattformen wie TikTok, Instagram und X weit verbreitet. Andere Mitglieder des Clans hatten im September 2024 den damaligen Berliner Kultursenator Joe Chialo (CDU) bedrängt.

Der Linken-Bezirksbürgermeisterkandidat Ahmed Abed vertrat als Anwalt mehrfach die antiisraelische BDS-Bewegung und unterstützte Klagen gegen Demonstrationsverbote. Zudem bezeichnete er den Likud-Bürgermeister von Neuköllns israelischer Partnerstadt Bat Yam, Tzvika Brot, als „Völkermörder“ (JF berichtete). Im Interview mit dem Barbakh-Angehörigen sagte er laut Tagesspiegel: „Wir wollen, dass die Menschen ‚Freiheit für Palästina‘ rufen können – ohne Probleme zu bekommen.“

Linkspartei-Spitzenkandidatin distanziert sich

Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, nannte die Enthüllungen „ein neues Foul“ gegen seine Kollegen. „Die Meldungen über weitere Kontakte zu Kriminellen und Terrorunterstützern reißen nicht ab. Die Linke kann jetzt weiter versuchen, die komplette Bevölkerung für dumm zu verkaufen und von Zufällen und Unwissenheit sprechen“, teilte die Gewerkschaft auf X mit.

Seit Tagen steht die Linkspartei im Mittelpunkt der Affäre um mutmaßliche Verbindungen ihrer Mandatsträger zum kriminellen Remmo-Clan und dessen Oberhaupt Issa. Nach dem Bekanntwerden der gemeinsamen Chats des Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak mit Issa Remmos Sohn Firas kündigte er an, vorübergehend nicht mehr an den Sitzungen des Innenausschusses teilzunehmen (JF berichtete). In den veröffentlichten Chatprotokollen hatte er unter anderem darum gebeten, ein Video zu verbreiten. Auch ließ Koçak „Grüße mit Respekt“ an das Remmo-Oberhaupt ausrichten.

Bei dem Remmo-Clan handelt es sich um eine der bekanntesten arabischen Großfamilien in Deutschland. Sie stammt aus dem Libanon und wurde durch mehrere Überfälle und Raubversuche bekannt, darunter den Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden im Jahr 2019. Dabei hatten Familienmitglieder Juwelen im Wert von 100 Millionen Euro erbeutet (JF berichtete). Bei der Wahlparty hatte Issa Remmo erklärt, sich erstmals von einer politischen Partei unterstützt zu fühlen. Spitzenkandidatin Elif Eralp distanzierte sich daraufhin von dem Besuch und erklärte, die Partei wolle „mit organisierter Kriminalität“ nichts zu tun haben. (kuk)

Linkspartei-Spitzenkandidatin in Berlin, Elif Eralp: Will nichts von Verbindungen zur organisierten Kriminalität wissen. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
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