SCHWERIN. Die CDU verliert in Mecklenburg-Vorpommern weiter an Zustimmung. Laut einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des NDR erreichen die Christdemokraten acht Prozent und verlieren damit einen weiteren Prozentpunkt im Vergleich zu Juli 2026.
Die Schwankungsbreite liegt laut dem NDR bei einem Anteilswert von zehn Prozent bei zwei Prozentpunkten. Die CDU könne demnach auch bei zehn Prozent oder auch bei sechs Prozent liegen.
Angeführt wird die Erhebung von der AfD mit 35 Prozent (minus ein Prozentpunkt). Die SPD steigt um drei Prozentpunkte auf 32 Prozent. Die Linkspartei verliert einen Prozentpunkt und kann mit elf Prozent rechnen. Die Grünen bleiben bei fünf Prozent. Das BSW erreicht vier Prozent und würde es somit nicht über die Fünf-Prozent-Hürde und damit in den Landtag schaffen.

CDU hat sich seit Merz halbiert
Seit der vergangenen Bundestagswahl hat sich die CDU in Mecklenburg-Vorpommern mehr als halbiert. Im April 2025 stand sie noch laut einer Insa-Umfrage im Auftrag des Nordkuriers bei 17 Prozent.
Demnach käme keine Koalition ohne die AfD oder die Linkspartei auf eine Mehrheit. Würden sich SPD, CDU und die Grünen zusammenschließen, kämen sie auf 45 Prozent. Ihnen würde ein Sitz zur Mehrheit fehlen. Aktuell regiert eine Koalition aus SPD und Linkspartei.

Bürger wollen lieber Schwesig als Holm
Ein Viertel der Befragten gab an, dass das wichtigste Problem für sie die Bildung, Schulen und Ausbildung sind. Für jeweils 16 Prozent sind es die Wirtschaft und die Migration, für 14 Prozent die Arbeitslosigkeit.
Am ehesten werden der SPD und der AfD zugetraut, die wichtigsten Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern zu lösen. Beide erhalten von den Befragten jeweils 27 Prozent. Hingegen trauen der Linkspartei acht Prozent diese Kompetenz zu, der CDU sechs Prozent.

Gäbe es eine Direktwahl des Ministerpräsidenten für Mecklenburg-Vorpommern, käme die derzeitige Amtsinhaberin Manuela Schwesig (SPD) auf 60 Prozent. Für den Kandidaten der AfD, Leif-Erik Holm, würden 25 Prozent stimmen. 56 Prozent wünschen sich eine durch die SPD geführte Landesregierung, 31 Prozent eine durch die AfD.
Krasser Unterschied im Vergleich zu Forsa
Die aktuelle Infratest-dimap-Umfrage unterscheidet sich deutlich von der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Ostsee-Zeitung (JF berichtete). Die von Ministerpräsidentenkandidat Holm geführte Partei kommt dort auf 37 Prozent und die SPD auf 28 Prozent. Statt drei Prozentpunkten liegen die beiden Parteien neun Prozentpunkte voneinander entfernt.
Die CDU schafft es noch auf zehn Prozent. Gleich sind die Ergebnisse bei der Linkspartei mit elf Prozent, bei den Grünen mit fünf Prozent und dem BSW mit vier Prozent. (mas)





