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Linken-Bundestagsabgeordneter: Ferat Koçak besorgt Handy für Antifa beim Remmo-Clan

Linken-Bundestagsabgeordneter: Ferat Koçak besorgt Handy für Antifa beim Remmo-Clan

Linken-Bundestagsabgeordneter: Ferat Koçak besorgt Handy für Antifa beim Remmo-Clan

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak besorgte ein Handy für die Antifa beim Remmo-Clan.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak besorgte ein Handy für die Antifa beim Remmo-Clan.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak besorgte ein Handy für die Antifa beim Remmo-Clan. Foto: picture alliance / Eventpress Jeremy Knowles
Linken-Bundestagsabgeordneter
 

Ferat Koçak besorgt Handy für Antifa beim Remmo-Clan

Die Polizei nimmt einer Antifa-Gruppe die Handys ab. Daraufhin besorgt der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak Ersatz – beim Remmo-Clan, dessen Mitglieder kurz zuvor das Grüne Gewölbe ausgeraubt hatten.
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BERLIN. Der Bundestagsabgeordnete der Linken, Ferat Koçak, hat versucht, seine Nähe zum Remmo-Clan mit der Unterstützung für eine Berliner Antifa-Gruppe zu rechtfertigen. Der Zeit erzählte er jetzt, er habe einen Aufruf auf Instagram gestartet, weil die Linksextremisten neue Handys brauchten, nachdem die Polizei ihnen die eigenen abgenommen hatte.

Daraufhin habe sich auch Firas Remmo, der Sohn von Clan-Boss Issa Remmo, mit den Worten gemeldet: „Ja gerne ich.“ Koçak antwortete laut ausgedruckter Chats, die er der Zeitung vorlegte, mit einem roten Herz. Remmo bot an, das Smartphone im Bundestag vorbeizubringen. Und er ergänzte: „Bruder, egal was du brauchst, egal was ich für dich tun kann, lass mich wissen.“

Koçak antwortete, er sei am nächsten Tag nicht im Büro und schrieb, er wolle die Remmos besuchen: „Sag wo und wann ich bin da. Hier meine Nummer Bruder.“ Dann folgte Koçaks Handynummer. Firas Remmo zeigte sich erfreut und nahm gleich Bezug auf den Clan-Boss: „Mein Vater grüßt dich herzlich und freut sich auch, dich zu sehen.“ Der Linken-Politiker schrieb zurück: „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater.“

Koçaks Thema ist die „sogenannte Clan-Kriminalität“

Hauptthema des Linken-Politikers ist die laut seinen Worten „sogenannte Clan-Kriminalität“, mit der er sich seit seiner Zeit im Berliner Abgeordnetenhaus und nun auch im Innenausschuss des Bundestages beschäftigt. Sein Tenor: Der Begriff sei rassistisch und stigmatisierend.

Obwohl er sich in die Thematik eingearbeitet haben will, dazu verharmlosende Reden im Parlament hält, behauptet er nun, die Remmos nicht zu kennen. Dabei hatten die mit den spektakulären Einbrüchen ins Berliner Bode-Museum und ins Dresdner Grüne Gewölbe große Schlagzeilen gemacht.

Der Zeit sagte Koçak: „Blöd von mir, dass ich nicht geguckt habe, wer das ist.“ Auf die Frage, warum er als selbsternannter Clan-Experte nicht gewusst habe, um wen es sich bei Remmo handele, sagte er: „Ich brauche diese Leute nicht kennen, um diese Arbeit zu machen.“

Das Remmo-Handy für die Antifa nimmt er gern

Ein Video von einer Rede im Bundestag hatte er aber an Firas Remmo geschickt und den „Bruder“ gebeten, es über Social Media zu verbreiten: „Bruder hilf mir mal (…) sagt allen euren Leuten, die sollen das teilen.“ Trotzdem bekräftigt er seine Behauptung, nicht gewusst zu haben, wer Firas Remmo ist, mit den Worten: „Ich schwöre auf alles.“

Beim Treffen mit Firas Remmo und dessen Vater Issa im Büro des Clans will er den Boss dann merkwürdigerweise aber doch erkannt haben und sei erschrocken gewesen. Er behauptet, das Gespräch nach 10 bis 15 Minuten „respektvoll“ beendet zu haben. Das Handy für die Antifa habe er aber mitgenommen.

Issa Remmo war dann auch auf der Wahlparty der Linken nach der Abgeordnetenhauswahl aufgetaucht, wo auch Koçak feierte. Der Clan-Boss zeigte das Victory-Zeichen. Auch der Terror- und Hamas-Unterstützer Ibrahim Ibrahim suchte an jenem Abend die Nähe zu dem Bundestagsabgeordneten. Die beiden machten gemeinsame Bilder. Ibrahim erklärte später, wie er der Linken in seinem Milieu zum Wahlsieg verholfen habe (JF berichtete).

Rückzug aus Innenausschuss

Koçak zieht sich nun endgültig aus dem Innenausschuss des Bundestages zurück, nachdem er bereits vorher sagte, er wolle seinen Sitz dort zunächst ruhen lassen. Seine Nähe zu den kriminellen Clanstrukturen hatte für Kritik gesorgt.


Jetzt schrieb er auf X: „Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden.“ Er sei „weder kriminell noch unterstütze ich organisierte Kriminalität“. (fh)

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak besorgte ein Handy für die Antifa beim Remmo-Clan. Foto: picture alliance / Eventpress Jeremy Knowles
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