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Tornado-Nachfolger: F-35: Deutschlands neuer Atom-Kampfjet hebt nur mit US-Hilfe ab

Tornado-Nachfolger: F-35: Deutschlands neuer Atom-Kampfjet hebt nur mit US-Hilfe ab

Tornado-Nachfolger: F-35: Deutschlands neuer Atom-Kampfjet hebt nur mit US-Hilfe ab

Absolvierte den Erstflug für die Bundeswehr: Der Kampfjet F-35. Foto: Martin Corporation/Todd R. McQueen
Absolvierte den Erstflug für die Bundeswehr: Der Kampfjet F-35. Foto: Martin Corporation/Todd R. McQueen
Absolvierte den Erstflug für die Bundeswehr: Der Kampfjet F-35. Foto: Martin Corporation/Todd R. McQueen
Tornado-Nachfolger
 

F-35: Deutschlands neuer Atom-Kampfjet hebt nur mit US-Hilfe ab

Der erste Tarnkappenjet der Bundeswehr absolviert seinen Jungfernflug. Er soll künftig auch Atombomben tragen können. Doch bei Software, Wartung und Bewaffnung bleibt die Luftwaffe auf Washington angewiesen.
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FORT WORTH. Der erste für die deutsche Luftwaffe gebaute Tarnkappenjet vom Typ F-35A hat dies Woche seinen Jungfernflug absolviert. Die Maschine mit dem taktischen Kennzeichen 35+01 startete vom Werksflugplatz des Herstellers Lockheed Martin im texanischen Fort Worth. Damit hat eines der teuersten Rüstungsprojekte der Bundeswehr einen wichtigen Schritt genommen. Die Maschine ist die erste von 35 bestellten F-35A, mit denen die Luftwaffe ihre rund 50 Jahre alten Tornado-Kampfflugzeuge ersetzen will.

Am 18. September soll der Jet bei einer offiziellen Zeremonie vorgestellt werden. Nach Deutschland kommt die 35+01 zunächst allerdings nicht.

Die ersten acht Flugzeuge bleiben in den Vereinigten Staaten und werden auf dem Luftwaffenstützpunkt Ebbing im Bundesstaat Arkansas für die Ausbildung deutscher Piloten und Techniker eingesetzt. Erst ab Ende 2027 sollen die ersten Maschinen auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert werden. Der Bundestag hatte den Kauf Ende 2022 gebilligt. Für die 35 Flugzeuge, ihre Bewaffnung, Ersatzteile, Ausbildung und anfängliche Wartung sind rund zehn Milliarden Euro vorgesehen. Die USA hatten den möglichen Umfang des Geschäfts zuvor mit 8,4 Milliarden Dollar angegeben.

Hat die F-35 einen „Killswitch“?

Ausschlaggebend für die Wahl der F-35 war neben ihren Tarnkappeneigenschaften vor allem ihre Zulassung für die modernisierte amerikanische Atombombe B61-12. Im Rahmen der nuklearen Teilhabe stellt Deutschland Flugzeuge und Besatzungen bereit, während die Waffen den Vereinigten Staaten gehören und unter amerikanischer Kontrolle bleiben. Der tatsächliche Einsatz wäre daher auch künftig nur mit Zustimmung Washingtons möglich.

Die F-35 soll diese Aufgabe bis 2030 vollständig vom Tornado übernehmen. Andere erwogene Flugzeugtypen wie der Eurofighter oder die amerikanische Super Hornet hätten zunächst für die Atombomben zertifiziert werden müssen. Wegen des nahenden Endes der Tornado-Flotte entschied sich die damalige Ampel-Regierung deshalb für das bereits zugelassene US-Modell.

Die deutsche Luftwaffe weist Spekulationen zurück, wonach die USA die Flugzeuge über einen eingebauten „Killswitch“ aus der Ferne abschalten könnten. Einen solchen Schalter gebe es nicht, versicherte der F-35-Beauftragte der Luftwaffe, Oberst Thomas Kullrich.

Bundeswehr hat keinen Zugriff auf den Quellcode

Unabhängig davon bleibt Deutschland technisch eng an die Vereinigten Staaten gebunden. Die Bundeswehr erhält keinen Zugriff auf den Quellcode der F-35 und kann zentrale Software weder selbst prüfen noch verändern. Aktualisierungen, Missionsdaten und Teile der Wartungs- und Ersatzteillogistik kommen aus den USA oder werden von amerikanischen Unternehmen kontrolliert.

Wie anfällig dieses System ist, zeigen Zahlen des amerikanischen Rechnungshofs. Nach dessen jüngstem Bericht waren 2025 im Durchschnitt nur 25 Prozent der F-35-Flotte für sämtliche vorgesehenen Einsatzarten verfügbar. Vier Jahre zuvor hatte dieser Wert noch bei 38 Prozent gelegen. Fehlende Ersatzteile, Softwareprobleme, Korrosion und zu geringe Wartungskapazitäten gelten als Hauptursachen.

Die Luftwaffe will 2028 die erste Einsatzbereitschaft ihrer neuen Flugzeuge erklären. Bis dahin werden die deutschen Piloten in Arkansas ausgebildet und der Fliegerhorst Büchel für die F-35 umgebaut. (rr)

Absolvierte den Erstflug für die Bundeswehr: Der Kampfjet F-35. Foto: Martin Corporation/Todd R. McQueen
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