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Zentrum für politische Schönheit: Elternaufstand gegen Antifa-Bus an Schule

Zentrum für politische Schönheit: Elternaufstand gegen Antifa-Bus an Schule

Zentrum für politische Schönheit: Elternaufstand gegen Antifa-Bus an Schule

Das Bild zeigt den Tourauftakt des neu ausgebauten Adenauer SRP+ Busses des Zentrums für Politische Schönheit auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Zuletzt war der Bus in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. 06.09.2025
Das Bild zeigt den Tourauftakt des neu ausgebauten Adenauer SRP+ Busses des Zentrums für Politische Schönheit auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Zuletzt war der Bus in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. 06.09.2025
Der Bus „Adenauer SRP+“ des „Zentrums für politische Schönheit“: Eltern kritisieren Einflußnahme an öffentlicher Schule. Foto: picture alliance / PIC ONE | Ben Kriemann
Zentrum für politische Schönheit
 

Elternaufstand gegen Antifa-Bus an Schule

Eltern in Aufruhr: Offenbar fährt der Bus der linksradikalen Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ an eine öffentliche Schule. Die Schüler sollen gezwungen worden sein, sich mit den Linksradikalen zu unterhalten.
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LAAGE. In der Stadt Laage in Mecklenburg-Vorpommern hat das linksextreme „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) mit seinem Kampagnen-Bus „Adenauer SRP+“ die öffentliche Schule „Recknitz Campus“ besucht. Ein von einer Elterninitiative an die Schulleitung adressierter Brief, der der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, schreibt dazu: „Nach übereinstimmenden Schilderungen der Schülerinnen und Schüler wurde das Fahrzeug gezielt und aktiv in den laufenden Sozialkundeunterricht einbezogen. Lehrkräfte forderten die Jugendlichen im Unterrichtskontext explizit dazu auf, den Bus aufzusuchen und sich dort informieren, beziehungsweise beraten zu lassen.“ In der Vergangenheit waren in dem Bus Bilder führender AfD-Politiker wie Alice Weidel, Tino Chrupalla und Björn Höcke in Häftlingskleidung zu sehen.

Auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT konnte ein Sprecher der Schule den Vorgang weder bestätigen noch dementieren. Der Die Eltern kritisieren, dass das Vorgehen der Schule einen Verstoß gegen den Beutelsbacher Konsens darstelle. Dieser verpflichtet staatliche Schulen, weltanschaulich ausgewogen über politische Themen zu lehren.

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Am nächsten Tag stand der Bus der linksradikalen NGO auf einem Rathaus-Vorplatz in Neubrandenburg. Ursprünglich wollten die Verantwortlichen das Fahrzeug direkt auf dem Marktplatz aufbauen, wo die AfD an diesem Tag ein Bürgerfest veranstaltete. Nach Schilderung von Vertretern des ZPS hätten die Behörden das jedoch nicht erlaubt.

Das ZPS fällt immer wieder mit Anti-AfD-Aktionen auf. So störte die Gruppe 2025 das ARD-Sommerinterview von AfD-Chefin Alice Weidel, 2021 bot sie als Schein-Webseite „Flyerservice Hahn“ Wahlflyer an. Diese wurden von der AfD bestellt, woraufhin das ZPS die fünf Millionen Flyer in den Müll warf, statt sie zu verteilen. 2017 bauten sie eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Denkmals vor das Privathaus des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke.

 AfD fordert Konsequenzen nach Bus-Aktion

 2018, kurz nach den migrationskritischen Protesten in Chemnitz in Folge des Mordes an Daniel Hillig, rief das ZPS die „Soko Chemnitz“ aus. Die Initiatoren der Aktion schreiben dazu, man habe „über drei Millionen Bilder von 7.000 Verdächtigen ausgewertet“. Mit „Verdächtigen“ meint das ZPS offenbar Demonstrationsteilnehmer. Die linksradikale Gruppe stellt mit Blick auf die Demonstranten die Frage: „Was sagt eigentlich ihr Chef dazu?“ Die Bevölkerung werde dazu aufgerufen, „Arbeitskollegen, Nachbarn und Bekannte bei der Soko zu denunzieren und Sofort-Bargeld zu kassieren“.

Mit Blick auf die neue ZPS-Aktion an der Schule in Laage sagte der Fraktionsvorsitzende der AfD Mecklenburg-Vorpommern, Enrico Schult, gegenüber der JUNGEN FREIHEIT: „Diese Leute haben an unseren Schulen nichts verloren.“ Er werde eine Kleine Anfrage an Landesbildungsministerin Simone Oldenburg (Linkspartei) stellen und fragen, wie oft und wo das ZPS an Schulen in dem Bundesland gewesen sei. „Sollte es zutreffen, dass Schüler im Rahmen des Unterrichts zum Besuch dieses Busses aufgefordert wurden, muss das Bildungsministerium unverzüglich erklären, wer diesen Auftritt genehmigt hat und wie dabei die gebotene parteipolitische Neutralität gewahrt worden sein soll“, forderte Schult.

Bereits vor der Aktion des ZPS hätten Schult mehrere Eltern davon erzählt, dass das Thema „AfD“ in den Schulen massiv zugenommen habe und die Partei dabei stets sehr negativ dargestellt worden sei. Schüler dürften nicht „unter dem Deckmantel vermeintlicher Demokratiebildung oder ‚Kunst‘ einseitig beeinflusst werden“, betonte der AfD-Politiker. (st)

Der Bus „Adenauer SRP+“ des „Zentrums für politische Schönheit“: Eltern kritisieren Einflußnahme an öffentlicher Schule. Foto: picture alliance / PIC ONE | Ben Kriemann
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