BERLIN. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich mehr Geburten in Deutschland, möchte aber selbst nicht mehr Kinder haben. Insgesamt fänden laut einer aktuellen Insa-Umfrage 61 Prozent der Bürger es gut, wenn in Deutschland die Geburtenzahl wieder steigen würde. Elf Prozent würden es als schlecht empfinden und weiteren 20 Prozent wäre es egal.

Unter den Männern würden es 66 Prozent und unter den Frauen 55 Prozent begrüßen, wenn mehr Kinder geboren werden würden. Schlecht fänden es neun Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen.
Von den Bürgern, die sich selbst rechts der Mitte sehen, würden 68 Prozent eine höhere Geburtenzahl begrüßen und neun Prozent ablehnen. Unter denen, die sich als links der Mitte identifizieren, fänden 58 Prozent mehr Nachwuchs gut und zwölf Prozent schlecht. Die sich selbst so bezeichnende Mitte ist mit 63 Prozent dafür und mit elf Prozent dagegen.
Deutsche wollen selbst keine Kinder kriegen
Wiederum hätte die Hälfte der Bürger ungerne selbst mehr oder überhaupt Kinder. Lediglich 31 Prozent wünschen sich selbst mehr Nachkömmlinge. Mit 62 Prozent sind 60- bis 69jährige am stärksten dagegen, gefolgt von den Ab-70jährigen mit 54 Prozent, den 40- bis 49jährigen mit 53 Prozent und den 50- bis 59jährigen mit 52 Prozent Ablehnung. Auch unter den 18- bis 29jährigen ist mit 43 Prozent eine relative Mehrheit gegen mehr Kinder.

Einzig unter den 30- bis 39jährigen hätte mit 47 zu 37 Prozent eine relative Mehrheit gerne selbst mehr eigene Nachkommen. Am zweithäufigsten wünschen sich 40- bis 49jährige mehr eigene Kinder, gefolgt von den 18- bis 29jährigen mit 33 Prozent, den 50- bis 59jährigen mit 29 Prozent und den Ab-70jährigen mit 23 Prozent. Am wenigsten wollen die 60- bis 69jährigen mit 22 Prozent eigene Kinder.
Union fällt in Sonntagsfrage weiter nach unten
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würden 29,5 Prozent der Befragten die AfD wählen. Im Vergleich zur Vorwoche fällt die Union auf 19 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte). Die SPD und die Grünen steigen beide jeweils um einen Prozentpunkt auf 14,5 Prozent. Hingegen sinkt die Linkspartei auf zehn Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte).
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Unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen die FDP mit vier Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte) und das BSW mit 3,5 Prozent. Die unter „Sonstige“ summierten Kleinparteien sammeln fünf Prozent der Stimmen (minus 0,5 Prozentpunkte). (mas)






