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Mutmaßliche Sabotage: Bundesregierung macht Russland für Sprengstoffdrohnen in Leipzig verantwortlich

Mutmaßliche Sabotage: Bundesregierung macht Russland für Sprengstoffdrohnen in Leipzig verantwortlich

Mutmaßliche Sabotage: Bundesregierung macht Russland für Sprengstoffdrohnen in Leipzig verantwortlich

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Wir haben eine weitgehende Einigung in ‌der Bundesregierung, wie wir reagieren.“ Es geht um die mutmaßliche beteiligung Russlands am gescheiterten Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Wir haben eine weitgehende Einigung in ‌der Bundesregierung, wie wir reagieren.“ Es geht um die mutmaßliche beteiligung Russlands am gescheiterten Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Wir haben eine weitgehende Einigung in ‌der Bundesregierung, wie wir reagieren.“ Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Mutmaßliche Sabotage
 

Bundesregierung macht Russland für Sprengstoffdrohnen in Leipzig verantwortlich

Nach dem gescheiterten Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen zeigt die Bundesregierung erstmals direkt mit dem Finger auf Russland. Welche Konsequenzen aber daraus folgen, bleibt noch offen.
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BERLIN. Die Bundesregierung hat erstmals Russland für die Sabotageaktion am Leipziger Flughafen mit einer Drohnenbombe (JF berichtete ausführlich) direkt verantwortlich gemacht. Die Spur der Ermittler führe mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst, berichtete die Bild-Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Gegen 17:30 Uhr wollen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) eine Pressekonferenz einberufen, um die detaillierten Ergebnisse mitzuteilen.

Wadephul kündigte bereits eine „ausgewogene und überlegte“ Reaktion an. „Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden“, sagte er am Dienstagmorgen während seines Staatsbesuchs in Algerien. „Deutschland muss sich so aufstellen, dass jeder, der uns angreift, weiß, dass wir Antworten finden. Und das bereiten wir jetzt sorgfältig vor.“ Man müsse genau analysieren, welche Erkenntnisse man habe, und die Konsequenzen in Ruhe absprechen.

Bereits vergangene Woche hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) versichert, dass die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss stünden. „Wir haben eine weitgehende Einigung in ‌der Bundesregierung, wie wir reagieren, und das werden wir in den nächsten Tagen auch klar zum Ausdruck bringen“, kündigte er am Sonntag in einem ARD-Sommerinterview an.

Bundesregierung plant neue Maßnahmen gegen Russland

Am Abend des 4. August war eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf dem Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt worden. Überwachungsvideos zufolge flog diese auf eines der dort befindlichen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeuge zu. Anschließend soll die Drohne auf einer Tragfläche des Antonow eingeschlagen und zu Boden gefallen sein, ohne aber zu explodieren. Der Flughafen gilt als wichtiges Drehkreuz für Waffenlieferungen in die Ukraine.

Insgesamt hatten die Ermittler drei Sabotagedrohnen festgestellt. Zuletzt wurde eine davon zehn Tage nach dem Flughafenvorfall in Kabelsketal gefunden. Auch dort fanden die Ermittler einen Sprengstoff.

Die Bundesregierung bereite bereits „umfangreiche“ Maßnahmen gegen Russland vor, hieß es aus den Regierungskreisen gegenüber der Welt am Sonntag. Dabei solle es sich um eine Mischung aus direkten Maßnahmen Deutschlands und neuen EU-Sanktionen handeln. Laut dem Spiegel werde zudem erwogen, das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das Russische Haus in Berlin zu schließen. Dagegen wolle man die Nato-Partner vorerst nicht involvieren. (kuk)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Wir haben eine weitgehende Einigung in ‌der Bundesregierung, wie wir reagieren.“ Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
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