BERLIN. Die Bundesanwaltschaft hat eine Anklage gegen den Syrer Khalaf A. wegen Beihilfe zum versuchten Mord erhoben. Er habe den damals 19jährigen syrischen Staatsangehörigen Wassim Al M. dabei unterstützt, im Februar 2025 im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin einen Mann mit einem Messer anzugreifen und ihn lebensgefährlich zu verletzten, schrieb die Bundesanwaltschaft in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Konkret habe Khalaf A. den Nachmittag vor der Tat mit Wassim Al M. verbrachte und ihn ermutigte, sein Vorhaben umzusetzen, heißt es von den Ermittlern Der Asylbewerber stach am 20. Februar 2025 auf einen 30jährigen spanischen Touristen ein (JF berichtete). Hintergrund war eine radikal-islamistische und antisemitische Einstellung. Der Spanier erlitt eine Stichverletzung am Hals und musste notoperiert werden.
Messer-Syrer löste Bundesweite Empörung aus
Die Polizei fasste den Messerstecher kurz nach der Tat mit blutverschmierten Händen und dem mutmaßlichen Tatmesser. „Wassim Al M. wurde am 5. März 2026 durch das Kammergericht in Berlin für die Tat unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. A. wurde bereits am 27. Mai festgenommen (JF berichtete) und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) forderte eine harte Strafe für den Messerstecher. „Wer solche Taten begeht und den Schutz in Deutschland aufs Widerwärtigste missbraucht, der hat jedes Recht verwirkt in unserem Land zu sein.“ Sie pochte darauf, dass er aus seiner Haft heraus abgeschoben werde. (mas)





