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Merz fordert Klarnamenpflicht: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech“, sagt der Kanzler

Merz fordert Klarnamenpflicht: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech“, sagt der Kanzler

Merz fordert Klarnamenpflicht: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech“, sagt der Kanzler

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wartet auf Iraks Ministerpräsidenten, um diesen zu begrüßen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wartet auf Iraks Ministerpräsidenten, um diesen zu begrüßen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Erneut Klarnamenpflicht im Internet gefordert. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Merz fordert Klarnamenpflicht
 

„Bitte komme mir keiner mit Free Speech“, sagt der Kanzler

Bundeskanzler Merz wird bei der Preisverleihung von „Jugend forscht“ zur Klarnamenpflicht gefragt – und stellt sich entschieden hinter die Idee. Das Konzept „Free Speech“ hält er für Unsinn aus den USA.
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BERLIN. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat erneut eine allgemeine Klarnamenpflicht im Internet gefordert. Eine liberale Gesellschaft müsse ihre Bürger „vor falschen Informationen, vor persönlichen Herabsetzungen, vor Diskriminierung“ schützen, sagte Merz beim Empfang für die Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ am Dienstag in Berlin. Dazu betonte er: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech. Das hat mit Free Speech nichts mehr zu tun.“ Bei „Free Speech“ handele es sich um ein bestenfalls libertäres Politikverständnis aus Teilen der USA, das er persönlich nicht teile, so Merz.

Ein Teilnehmer von „Jugend forscht“ hatte Merz mit Blick auf eine Klarnamenpflicht gefragt: „Wie lässt sich das vereinen mit Informanten, mit Investigativjournalismus, wenn wir keine Anonymität mehr im Internet vorfinden können?“ Merz antwortete darauf wortreich. Wenn man nicht wissen könne, von wem eine Nachricht stamme, bedrohe das die Demokratie, so der Tenor.

Merz beklagt „Verrohung der Sitten“

Er selbst sei „in der analogen Welt großgeworden“, betonte der Bundeskanzler. Er frage sich hin und wieder, ob „in der digitalen Welt völlig andere Regeln gelten, als wir sie in der analogen Welt hatten“.

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Inzwischen könne sich jeder „in der digitalen Welt mit Synonym, mit Abkürzungen, mit Fantasienamen austoben“, monierte Merz. „Und wir haben enorme Schwierigkeiten, überhaupt mehr zu klären, wer ist dafür verantwortlich? Sind das die Plattformen oder sind das die Urheber selbst? Und wenn ja, wer sind die Urheber eigentlich?“

Zwar gebe es Argumente dafür, im Internet anonym bleiben zu wollen, jedoch besorge ihn die „Verrohung der Sitten“ sowie von Bots generierte Nachrichten.

Von solchen Nachrichten habe die AfD in Sachsen-Anhalt massiv profitiert. Es sei unerlässlich, Persönlichkeitsrechte und „unsere Demokratie“ zu schützen, betonte Merz. (st)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Erneut Klarnamenpflicht im Internet gefordert. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
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