MÜNCHEN. Ausländer haben im vergangenen Jahr in Bayern in Relation zu ihrem Bevölkerungsanteil deutlich häufiger Gewaltstraftaten begangen als Deutsche. Insgesamt registrierte die Polizei 20.367 Tatverdächtige bei Gewaltdelikten, wovon rund 47 Prozent keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten, heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf die Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Martin Böhm, die der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorliegt.

Am häufigsten kamen mit 1.284 Personen die meisten ausländischen Tatverdächtigen aus Syrien, gefolgt von Türken mit 799 mutmaßlichen Tätern, Ukrainern mit 797, Afghanen mit 784, Rumänen mit 687, Irakern mit 428, Bulgaren mit 350, Polen mit 328, Kosovaren mit 319 und Italienern mit 250.
Ukrainer besonders häufig mutmaßliche Täter
Nach der Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) wurden Ukrainer mit 555 am häufigsten in Relation zu ihrem Bevölkerungsanteil straffällig. Die TVBZ gibt an, wie viele Tatverdächtige pro 100.000 Personen einer Bevölkerungsgruppe innerhalb eines Jahres polizeilich ermittelt wurden. Sie wird auf Grundlage der Wohnbevölkerung ab acht Jahren berechnet und dient dem Vergleich der Kriminalitätsbelastung verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Die zweithöchste TVBZ haben Türken mit 445 und Rumänen mit 435. Bei Deutschen liegt sie bei 106. Die TVBZ der anderen Nationalitäten errechnete die Landesregierung nicht, da deren Bevölkerungsanteil unter 100.000 lag.

„Bei kleineren Bevölkerungsgruppen müsste die Kriminalitätsbelastung mathematisch auf 100.000 Personen ‚hochgerechnet‘ werden“, schreibt die Landesregierung in der Antwort. „Da die Beziehung zwischen Bevölkerungsgröße und Kriminalitätsbelastung allerdings nicht streng linear verläuft, würde bei der TVBZ-Berechnung ein Fehler entstehen, der umso größer ist, je kleiner die Bevölkerungsgruppe ist. Aus diesem Grund werden die TVBZ nur für nichtdeutsche Staatsangehörigkeiten berechnet, die einen Bevölkerungsanteil von über 100.000 Personen aufweisen.“
Ausländische Tatverdächtige mit deutlich höherer TVBZ
Bei Mord und Totschlag ermittelte die Polizei 411 Tatverdächtige, wovon 177 Nichtdeutsche waren: 23 Rumänen mit einer TVBZ von 15, 23 Syrer, 15 Türken mit einer TVBZ von acht sowie 15 Afghanen. Deutsche kamen mit 234 Tatverdächtigen auf eine TVBZ von zwei. Unter gefährlichen und schweren Körperverletzungen gab es 16.924 Tatverdächtige, darunter 7.993 ausländische Verdächtige. Unter ihnen waren 1.114 Syrer, 716 Ukrainer mit einer TVBZ von 499, weitere 687 aus Afghanistan, 678 aus der Türkei mit einer TVBZ von 478 und 544 Rumänen mit einer TVBZ von 345. Mit 8.931 Tatverdächtigen liegt die TVBZ der Deutschen bei 87.
Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge registrierte die Polizei insgesamt 1.288 Tatverdächtige, wovon 551 keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten. Unter ihnen waren etwa 64 Afghanen und 61 Syrer. Mit 54 mutmaßlichen Tätern liegt die TVBZ der Türken bei 30, die der Rumänen mit 34 Tatverdächtigen bei 22 und die der Ukrainer mit 14 Verdächtigen bei zehn. Deutsche hingegen hatten eine TVBZ in Höhe von sieben.
Bei Raub, räuberischer Erpressung und räuberischem Angriff auf Kraftfahrer gab es von 2.348 mutmaßlichen Tätern 1.098 Nichtdeutsche. Am häufigsten fielen Syrer mit 164 Verdächtigen auf, gefolgt von Rumänen mit 104 Tatverdächtigen und einer TVBZ in Höhe von 66, Ukrainern mit 81 und einer TVBZ von 56 sowie Türken mit 71 und einer TVBZ in Höhe von 40. Hingegen liegt bei Deutschen mit 1.250 Verdächtigen die TVBZ bei zwölf.

AfD fordert rigorose Remigration
Laut dem AfD-Landtagsabgeordneten Böhm zeigen die Zahlen, dass die Gewaltkriminalität in Bayern in einem „viel zu hohen Maße“ ein importiertes Phänomen ist. „Da hilft keine Beschönigung und keine Verharmlosung, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache“, sagte der Politiker gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.
Das Problem sei nicht mit Schönreden und Vertuschen zu lösen. „Die AfD fordert daher: entschlossenes Durchgreifen der Justiz, Schluss mit den Masseneinbürgerungen und rigorose Remigration ausländischer Gewaltverbrecher“, so Böhm. (mas)





