BERLIN. Luisa Neubauer nahm im Juni vergangenen Jahres an einer Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt teil, bei der auch der antiisraelische Provokateur Ibrahim Ibrahim als Redner auftrat. Aufnahmen der Veranstaltung zeigen die deutsche Fridays-for-Future-Ikone in der ersten Reihe.
Die Kundgebung fand am 5. Juni 2025 unter dem Motto „Rote Linie Völkerrecht“ anlässlich eines Besuchs des damaligen israelischen Außenministers Gideon Sa’ar statt.
Zu der Aktion hatten Amnesty International Deutschland und zahlreiche weitere Organisationen aufgerufen. Gefordert wurden unter anderem ein Ende deutscher Rüstungslieferungen an Israel und ein Waffenstillstand im Gazastreifen. Ibrahim hielt dort eine Rede auf Arabisch. Darin warf er Israel unter anderem eine „systematische ethnische Säuberung“ vor. Amnesty-Referentin Katja Müller-Fahlbusch dankte ihm anschließend für seinen Auftritt. Die Rede hatte den Veranstaltern nach Angaben von Amnesty bereits vorher in deutscher Übersetzung vorgelegen.
Nach der Wahlparty der Linken kennt ihr jetzt alle den PFLP-Anhänger Ibrahim Ibrahim.
Doch wer hat sich am 5.6.25 bei einer Amnesty Kundgebung gegen den israelischen Außenminister Giden Sa‘ar demonstrativ hinter ihn gestellt.
Ist das etwa Luisa Neubauer? pic.twitter.com/EXJItYVm6C
— Mattheus Berg (@MattheusBerg) September 23, 2026
Verfassungsschutz beobachtet Ibrahims Umfeld
Ibrahim tritt seit Jahren im Umfeld der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) auf. Die Organisation wird von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestuft. Nach Recherchen des Vereins „democ“ ist Ibrahim seit Jahrzehnten in der entsprechenden Berliner Szene aktiv. Die Welt dokumentierte zudem frühere Auftritte, bei denen er sich als Sympathisant der PFLP bezeichnete und Vertreter anderer terroristischer Organisationen lobte.
Zudem trat Ibrahim als Vertreter des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK) auf. Der Berliner Verfassungsschutz zählt das Bündnis zu den prägenden Akteuren der israelfeindlichen extremistischen Szene. Unter der Bezeichnung arbeiten nach Erkenntnissen der Behörde Anhänger der Hamas und der PFLP zusammen.

Die nun veröffentlichten Aufnahmen, über die zuerst Nius berichtete, erhalten zusätzliche Brisanz durch die jüngste Debatte um den Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak. Ibrahim war nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl am Sonntag auf einer Wahlparty der Linken in Neukölln zu Gast und ließ sich dort mit Koçak fotografieren. Der Abgeordnete erklärte anschließend, er habe auf den Feiern mit zahlreichen Menschen Bilder gemacht und distanziere sich ausdrücklich von gewalt- und terrorverherrlichenden Äußerungen Ibrahims (die JF berichtete). (rr)





