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Eskalation in Bremen: Antifa attackiert Polizisten vor Einheitsfeier mit Steinen und Pyrotechnik

Eskalation in Bremen: Antifa attackiert Polizisten vor Einheitsfeier mit Steinen und Pyrotechnik

Eskalation in Bremen: Antifa attackiert Polizisten vor Einheitsfeier mit Steinen und Pyrotechnik

Linksextreme nehmen am Abend an einer Demonstration der «Basisgruppe Antifaschismus Bremen» gegen den Tag der Deutschen Einheit teil und verletzen Polizisten. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
Linksextreme nehmen am Abend an einer Demonstration der «Basisgruppe Antifaschismus Bremen» gegen den Tag der Deutschen Einheit teil und verletzen Polizisten. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
Linksextreme nehmen am Abend an einer Demonstration der «Basisgruppe Antifaschismus Bremen» gegen den Tag der Deutschen Einheit teil und verletzen Polizisten. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
Eskalation in Bremen
 

Antifa attackiert Polizisten vor Einheitsfeier mit Steinen und Pyrotechnik

Kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit eskaliert eine Antifa-Demonstration in Bremen. Polizisten werden mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik attackiert. Ein Beamter wird verletzt, mehrere Verdächtige werden festgenommen.
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BREMEN. Kurz vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ist eine Antifa-Demonstration in Bremen eskaliert. Aus einer größeren Gruppe Linksextremer heraus wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik angegriffen.

Ein Beamter wurde verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Die Polizei nahm mehrere Tatverdächtige fest und leitete Strafverfahren ein.

Zuvor waren am Freitagabend rund 700 Demonstranten durch die Bremer Innenstadt gezogen. Angemeldet waren lediglich 300 Teilnehmer. Die Veranstalter selbst sprachen sogar von rund 1.000 Menschen. Aufgerufen hatte die „Basisgruppe Antifaschismus Bremen“ unter dem Motto „Kein Frieden mit der Nation“. Die Botschaft der Demonstration war eindeutig gegen die Einheitsfeier gerichtet. Auf Transparenten standen Parolen wie „Kein Frieden mit Deutschland“ und „Anarchismus organisieren – Deutschland sabotieren“. Die Veranstalter erklärten, Deutschland feiere „sich selbst und seinen Nationalismus“. Der Protest richte sich außerdem gegen Militarisierung, „Antifeminismus“ und Sozialabbau.

Polizei begleitet Antifa mit Großaufgebot

Die Demonstranten zogen vom Brill durch die Neustadt über die Wilhelm-Kaisen-Brücke bis zur Kunsthalle. Die Polizei begleitete den Aufmarsch mit zahlreichen Einsatzkräften. Zeitweise kreiste ein Hubschrauber über der Versammlung.

Schon während des Zuges wurden nach Angaben der Polizei immer wieder Bengalos und Böller gezündet und teilweise geworfen. Zu diesem Zeitpunkt blieb es noch bei Sachbeschädigungen und Verstößen rund um die Pyrotechnik. Verletzte meldete die Polizei zunächst nicht.

Am späteren Abend verschärfte sich die Lage jedoch deutlich. An der Sielwallkreuzung versammelte sich eine größere Personengruppe. Aus ihr heraus flogen Steine, Flaschen und Pyrotechnik auf Polizisten. Die Beamten zogen daraufhin zusätzliche Kräfte zusammen und gingen gegen die Gruppe vor. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Ein Polizist wurde durch Pyrotechnik verletzt und musste behandelt werden. Die Polizei fertigte mehrere Strafanzeigen. Die Ermittlungen zu den Angriffen dauern an.

Veranstalter gehört zur linksextremen Szene

Die „Basisgruppe Antifaschismus Bremen“, die zu der Demonstration aufgerufen hatte, wird vom Bremer Verfassungsschutz der gewaltorientierten linksextremistischen Szene zugerechnet. Die 2008 gegründete kommunistische Gruppe strebe die „revolutionäre Überwindung des demokratischen Rechtsstaates“ und eine kommunistische Gesellschaftsordnung an.

Der Verfassungsschutz verweist dabei auch auf Äußerungen aus dem Umfeld der Gruppe zur Anwendung politischer Gewalt. Ein Aktivist erklärte in einem vom Landesamt zitierten Interview, Gewalt sei für ihn keine moralische, sondern eine taktische Frage. Die Behörde wertet dies als Ausdruck einer zumindest gewaltbefürwortenden Haltung.

Seit 2011 gehört die Basisgruppe zudem dem kommunistischen Bündnis „…ums Ganze!“ an. In ihrem Aufruf zu den Protesten gegen den Tag der Deutschen Einheit erklärte sie, nicht Teil eines „nationalen Kollektivs“ sein zu wollen. Stattdessen wolle man Teil eines Kollektivs sein, das „die Nation mit ihren Festungsmauern einreißt“.

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Bremen feiert 36 Jahre Deutsche Einheit

Die zentralen Feierlichkeiten zum 36. Jahrestag der Deutschen Einheit finden in diesem Jahr in Bremen statt. Das Bürgerfest dauert vom 2. bis 4. Oktober. Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben insgesamt mit rund 400.000 Besuchern.

Wegen der Sicherheitslage gelten auf den Veranstaltungsflächen unter anderem Verbote für Waffen, Messer und weitere gefährliche Gegenstände. Rund um die Feierlichkeiten wurden mehrere Demonstrationen angekündigt. Bereits im Vorfeld hatten die Sicherheitsbehörden erklärt, auf Störungen und Straftaten konsequent reagieren zu wollen. (rr)

Linksextreme nehmen am Abend an einer Demonstration der «Basisgruppe Antifaschismus Bremen» gegen den Tag der Deutschen Einheit teil und verletzen Polizisten. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
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