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Neuwahl in Saarbrücken: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei – CDU erlebt Totalabsturz

Neuwahl in Saarbrücken: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei – CDU erlebt Totalabsturz

Neuwahl in Saarbrücken: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei – CDU erlebt Totalabsturz

2024 wird die AfD in Saarbrücken von Wahlzettel gestrichen. Jetzt ist sie zurück Symbolbild: IMAGO / Nico Herbertz
2024 wird die AfD in Saarbrücken von Wahlzettel gestrichen. Jetzt ist sie zurück Symbolbild: IMAGO / Nico Herbertz
2024 wird die AfD in Saarbrücken von Wahlzettel gestrichen. Jetzt ist sie zurück Symbolbild: IMAGO / Nico Herbertz
Neuwahl in Saarbrücken
 

AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei – CDU erlebt Totalabsturz

Der Ausschluss der AfD vom Wahlzettel in Saarbrücken wird zum Bumerang. Die Partei erzwingt vor Gericht eine Neuwahl – mit einem Ergebnis, das vor allem die CDU schwer trifft.
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SAARBRÜCKEN. Die AfD hat bei der gerichtlich erzwungenen Neuwahl der Regionalversammlung Saarbrücken (die JF berichtete) 22,83 Prozent erreicht und ist damit zweitstärkste Kraft geworden. Nur die SPD liegt mit 25,79 Prozent vor ihr. Die CDU fällt mit 18,94 Prozent auf den dritten Platz zurück. Mit zehn Mandaten stellt die AfD künftig die zweitgrößte Fraktion in der 45-köpfigen Regionalversammlung.

In Friedrichsthal, Großrosseln, Sulzbach und Völklingen wurde sie stärkste Kraft. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie laut der Auswertung der Einzelergebnisse mit 34,44 Prozent in Friedrichsthal.

AfD auf Platz zwei: Das Ergebnis der Neuwahl im Regionalverband Saarbrücken.
Das Ergebnis der Neuwahl im Regionalverband Saarbrücken. Quelle: Wahlleiter Saarbrücken

Auch in der Landeshauptstadt Saarbrücken erreichte die Partei 20,12 Prozent. Sie landete dort hinter der SPD, aber vor den Grünen und der CDU. In sämtlichen zehn Städten und Gemeinden des Regionalverbandes kam die AfD auf mindestens 18 Prozent.

CDU ist der größte Verlierer

Größter Verlierer ist die CDU. Bei der später für ungültig erklärten Abstimmung von 2024 hatte sie noch 32,2 Prozent erreicht. Nun verliert sie 13,24 Prozentpunkte und sechs ihrer bisher 15 Sitze.

Auch die SPD gibt gegenüber ihrem damaligen Ergebnis von 29,6 Prozent Stimmen ab, bleibt aber mit zwölf Mandaten stärkste Fraktion. Die Grünen verbessern sich auf 12,57 Prozent und erhalten sechs Sitze, die Linke kommt mit 9,03 Prozent auf vier. Die FDP erhält zwei Mandate, BSW und bunt.saar jeweils eines.

Die Wahlbeteiligung sank auf 40,55 Prozent. Von 243.676 Wahlberechtigten gaben 98.810 ihre Stimme ab. Bei der ursprünglichen Abstimmung 2024 hatten sich noch knapp 60 Prozent beteiligt.

AfD-Ausschluss machte Neuwahl nötig

Die AfD war 2024 nicht zur Wahl zugelassen worden, weil der Wahlausschuss beide eingereichten Listen der Partei abgelehnt hatte. Er sah darin einen Verstoß gegen das Verbot der Mehrfachbewerbung. Die AfD ging dagegen gerichtlich vor.

Das Verwaltungsgericht entschied, dass ein zulassungsfähiger Wahlvorschlag vorgelegen habe und die Partei hätte antreten dürfen. Das Oberverwaltungsgericht wies im März 2026 den Antrag des Landesverwaltungsamtes auf Zulassung der Berufung zurück. Damit wurde die Entscheidung rechtskräftig und die Wahl von 2024 musste neu angesetzt werden.

Die Regionalversammlung entspricht einem Kreistag und entscheidet unter anderem über Schulen sowie die Jugend-, Gesundheits- und Sozialverwaltung. Ihre Wahlperiode endet trotz der Neuwahl regulär im Jahr 2029. Dann werden die 45 Sitze erneut vergeben. (rr)

2024 wird die AfD in Saarbrücken von Wahlzettel gestrichen. Jetzt ist sie zurück Symbolbild: IMAGO / Nico Herbertz
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