Hannover

Irakischer Asylbewerber mißhandelt betäubte Frau sexuell

HANNOVER. Ein irakischer Asylbewerber ist vom Amtsgericht Hannover wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung zu 16 Monaten Haft verurteilt worden. Dem 29 Jahre alten Omer M. wurde vorgeworfen, eine 35 Jahre alte Frau, die zuvor in einer Bar – möglicherweise durch KO-Tropfen – betäubt wurde, in sein Asylheim geschleppt und dort begrapscht zu haben, berichtet die Bild-Zeitung.

Ob er ihr KO-Tropfen verabreicht hat, konnte nicht geklärt werden. Die Frau hatte zuvor ihren Mann angerufen, und ihm mitgeteilt, sich nun auf den Heimweg zu machen.

Der Angeklagte befindet sich in Freiheit

Im Asylheim angekommen habe Omer B. sein Opfer zum Oral- und Geschlechtsverkehr aufgefordert. Halb bekleidet gelang der Frau die Flucht. Vor Gericht erschien Omer M. mit Schnapsfahne. Ein Alkoholtest ergab 2,3 Promille.

Während der Verhandlung verteidigte er sich: „Sie wollte mit mir gehen, ich habe sie nicht aufgefordert.“ Übergriffig sei er nicht geworden. „Sie ist älter als meine Mutter, was soll ich mit ihr anfangen? Ich wollte nur helfen.“

Die Richterin attestierte ihm „keine positive Sozialprognose“. Der Asylantrag von Omer M. wurde inzwischen abgelehnt, für die kommenden sechs Monate besitzt er noch eine Duldung. Er verließ das Gericht zunächst als freier Mann. Die Frau war nach der Tat traumatisiert und sechs Monate krankgeschrieben. (tb)

Frau von Triebtäter mißbraucht (Symbolbild) Foto: picture alliance/Everett Collection

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