Ruhr-Universität: Linksextremisten attackierten Professoren Foto: picture alliance/dpa
Linksextremisten attackierten Professor

Ruhr-Universität plant verstärkten Kampf gegen Rechtsextremismus

BOCHUM. Nach dem Angriff von Linksextremisten auf einen Bochumer Professor hat die Universität angekündigt, den Kampf gegen den Rechtsextremismus zu intensivieren. „Einig sind sich das Rektorat und der AStA der Ruhr-Universität Bochum, daß an der RUB Aufklärungsbedarf hinsichtlich Rechtsradikalismus besteht“, heißt es in einer Mitteilung der Universitätsleitung.

Ziel sei es, „sich deutlich gegen die Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von Gruppen zu wenden“. Hintergrund war die Bloßstellung eines Studenten, der Mitglied der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ sein soll. Etwa 20 vermummte Anhänger der linkextremen Szene hatten den Vorlesungssaal gestürmt und den Hochschullehrer Georg Borges angegriffen, nachdem dieser die Aktion verboten hatte. „Diese Tatsache veranlaßt das Rektorat und den AStA nun dazu, gemeinsam zu handeln und die Aufklärungsarbeit“ zum Rechtsextremismus weiter voranzutreiben, teilte die Universität mit.

Schule wollte mutmaßlichen Rechtsextremisten loswerden

Der betroffene Student steht schon seit längerem im Visier der Behörden. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, versuchte die frühere Schule, gegen den damaligen Abiturienten einen Schulverweis zu erwirken. Dies scheiterte jedoch an den rechtlichen Vorgaben. Zugleich betonte die Schulleitung der heute 23jährige, habe sich nie etwas zuschulden kommen lassen.

Insgesamt wurden bei dem Übergriff in der Ruhr-Universität fünf Personen verletzt. Vier Tatverdächtige wurden mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Die Linksextremisten verteidigten unterdessen den Übergriff. Es sei nicht hinnehmbar, „daß ein aktiver Neonazi an der Ruhr-Universität-Bochum für das Vorantreiben der Ideologie des Nationalsozialismus ausgebildet wird“. (ho)

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