BAGDAD. Das US-Kriegsministerium hat bekanntgegeben, dass die Vereinigten Staaten und ihre Koalitionspartner die „Operation Inherent Resolve“ im Irak beendet und ihre Truppen und Ausrüstung abgezogen haben. „Dieser Meilenstein spiegelt den Erfolg einer zwölfjährigen Kampagne wider, die den Islamischen Staat (IS) als organisierte militärische Bedrohung im Irak und in der gesamten Region zerschlagen hat“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde vom Mittwoch. „Zugleich markiert er den Übergang von einer militärischen Koalitionsmission im Kriegsmodus hin zu einer von Irakern geführten Sicherheitsanstrengung, die durch eine normalere bilaterale Sicherheitsbeziehung unterstützt wird.“
Die USA erwarten nun vom Irak, dass er verbleibende IS-Strukturen unterdrückt. „Das US-Verteidigungsministerium wird weiterhin gezielte Ausbildungs- und nachrichtendienstliche Unterstützung für unsere irakischen Partner leisten.“ Ziel sei, dass sich der IS „niemals wieder vom irakischen Staatsgebiet neu formieren“ könne.
Ein Abschluss der Operation und damit auch der Abzug der Truppen wurde bereits 2024 vereinbart. Sie begann 2014 auf Gesuch Bagdads, nachdem der IS das Kalifat ausgerufen und Schiiten sowie die jesidische Minderheit ermordet hatte. Mehr als 80 Länder schlossen sich der Operation an, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
Iraks Premierminister kündigt neue Phase an
Iraks Premierminister Ali Faleh Al-Zaidi bestätigte den Abschluss der Mission, der zeige, „dass die Zusammenarbeit zwischen befreundeten Kräften und Völkern zum Sieg über eines der dunkelsten Kapitel des Extremismus und der Brutalität in der Geschichte geführt hat“, sagte Al-Zaidi der staatlichen Nachrichtenagentur INA.
Der 30. September 2026 sei ein Tag, „der ein Bild hervorruft, das im Gedächtnis bleiben wird: das Bild unseres Volkes, das sein Land, seine Städte und seine Ortschaften verteidigt, die von Terroristen entweiht worden waren“.

Er markiere eine neue Phase, zu der „befreundete Länder“ geholfen hätten. In dieser sei zwar der Kampf gegen Terror noch nicht beendet, aber die Verantwortung für die Sicherheit und Stabilität des Landes liege vollständig beim Staat. Zudem kündigte Al-Zaidi an, dass es „keine Waffen außerhalb des Rahmens des Gesetzes und keine Macht außerhalb staatlicher Institutionen geben“ dürfe. (mas)





