NEW YORK. Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Vereinten Nationen (UNO) dazu aufgerufen, sich wieder auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. „Sie ist zu einer nutzlosen Organisation geworden, deren einziger Zweck darin besteht, eine Gruppe von zutiefst arroganten Parasiten zu erhalten, die sich als wohlmeinende Bürokraten ausgeben“, sagte der Staatspräsident am Mittwoch in seiner dritten Rede bei der UNO-Generalversammlung. „Sie müssen wieder Institutionen sein, die die Freiheit und die Rechte der Menschen schützen – nicht Instrumente, mit denen einige wenige ihre politischen Interessen durchsetzen.“
Die UNO habe es zugelassen, „dass Chaos, Gewalt und internationaler Terrorismus gedeihen konnten“, warf Milei der Organisation vor. „Die angeblichen Verteidiger der Menschenrechte haben blutrünstige Diktaturen und Regime geschützt, die Frauen auf den Straßen steinigen. Sie haben systematisch gegen Israel gestimmt, während sie angesichts des islamistischen Terrorismus und des Genozids an Christen in Afrika geschwiegen haben.“
Wofür wurde die UNO gegründet?
Laut Milei wurde die UNO gegründet, um den Frieden zwischen souveränen Staaten zu sichern. „Heute erleben wir jedoch zunehmend, dass diese Organisation versucht, sich in Angelegenheiten einzumischen, die ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich einzelner Länder fallen.“ Dafür nutze sie den Vorwand, globale Probleme lösen zu wollen. Doch in Wahrheit seien Mechanismen geschaffen worden, die die Entscheidungsfreiheit einzelner Nationen einschränken würden.
„Die Welt braucht keine neuen supranationalen Bürokratien, die den Bürgern und Staaten vorschreiben, wie sie zu leben haben“, resümierte Milei. „Sie braucht Kooperation zwischen freien Nationen.“
KI braucht mehr Freiheit
Besonders bei der KI-Entwicklung brauche es mehr Freiheit. „Künstliche Intelligenz kann ein Werkzeug sein, das die menschlichen Fähigkeiten vervielfacht, die Produktivität steigert und Lösungen für Probleme ermöglicht, die bislang unlösbar erschienen“, so Milei. „Sie kann Fortschritte in Bereichen wie Medizin, Bildung, Energie und Wissenschaft beschleunigen.“
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Das größte Problem sei, dass internationale Organisationen versuchen würden, die KI zu monopolisieren und gegen die Freiheit der Menschen einzusetzen. „Argentinien schlägt deshalb eine andere Perspektive vor: Wir müssen die Innovation fördern, Unternehmertum unterstützen und den Menschen die Freiheit geben, neue Lösungen zu entwickeln.“
Zwar müssten auch die Risiken beachtet werden. Doch die Entwicklung der KI dürfe nicht verhindert werden. Stattdessen soll der Fokus der Regeln darauf liegen, die Freiheit der Individuen sicherzustellen. „Sie darf nicht dazu verwendet werden, Menschen zu überwachen, ihre Gedanken zu manipulieren oder ihre Rechte einzuschränken.“
Milei will Freiheit der Menschen schützen
Milei selbst setzte sich in Argentinien für mehr Freiheit ein. „Wir sind überzeugt, dass die Rolle des Staates darin bestehen muss, die Freiheit der Menschen zu schützen, Rechtssicherheit zu gewährleisten und die Bedingungen dafür zu schaffen, dass jeder Einzelne seine Fähigkeiten entfalten kann.“ Doch weil diese Prinzipien aufgegeben worden sein sollen, habe Argentinien mit Inflation, wirtschaftlicher Stagnation und Vertrauensverlust zu kämpfen gehabt.

Diesen Kurs drehe Milei um. „Wir bauen ein Land auf, in dem diejenigen belohnt werden, die arbeiten, investieren und Risiken eingehen.“ Argentinien wolle ein Teil der Welt sein, die auf Freiheit, Frieden und Zusammenarbeit beruhe. „Doch dafür müssen auch die internationalen Institutionen zu ihren Ursprüngen zurückkehren“, mahnte Argentiniens Präsident. (mas)





