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Schockierende Zahlen: Mehr Moslems als Christen besuchen Wiens Grundschulen

Schockierende Zahlen: Mehr Moslems als Christen besuchen Wiens Grundschulen

Schockierende Zahlen: Mehr Moslems als Christen besuchen Wiens Grundschulen

Der Anteil an Moslems an Wiens Schulen steigt rasant. Symbolbild: JF / KI
Der Anteil an Moslems an Wiens Schulen steigt rasant. Symbolbild: JF / KI
Der Anteil an Moslems an Wiens Schulen steigt rasant. Symbolbild: JF / KI
Schockierende Zahlen
 

Mehr Moslems als Christen besuchen Wiens Grundschulen

Kommenden Montag beginnt in Wien das neue Schuljahr. Kurz zuvor lassen neue Zahlen aufhorchen: In den Grundschulen sind 39 Prozent der Kinder muslimisch. In den weiterführenden Mittelschulen sogar fast die Hälfte.
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WIEN. Der Anteil muslimischer Schüler hat in den öffentlichen Grundschulen der österreichischen Hauptstadt den Anteil christlicher Schüler übertroffen. Im Schuljahr 2025/26 bekannten sich 39 Prozent der Kinder zum Islam, während 31 Prozent katholisch oder orthodox waren. Weitere 26 Prozent hatten kein Religionsbekenntnis.

In Österreich heißen Grundschulen „Volksschulen“. Sie umfassen in der Regel die ersten vier Schuljahre. Die Zahlen stammen aus dem neuen Factsheet „Schule und Integration“ des Österreichischen Integrationsfonds.

An den öffentlichen Grund-, Mittel-, Sonder- und berufsvorbereitenden Schulen Wiens wurden zuletzt rund 114.000 Schüler unterrichtet. Von ihnen waren 42 Prozent muslimisch, 33 Prozent gehörten einer christlichen Glaubensgemeinschaft an und 23 Prozent waren ohne Bekenntnis. Besonders hoch ist der muslimische Anteil an den Mittelschulen, die in Österreich auf die vierjährige Grundschule folgen. Dort beträgt er 49 Prozent. An den einjährigen Polytechnischen Schulen, die Jugendliche auf eine Berufsausbildung vorbereiten, sind es 47 Prozent.

Die Hälfte der Schulanfänger braucht Deutschförderung

Auch bei der Staatsbürgerschaft setzt sich der Wandel fort. Im Schuljahr 2024/25 besuchten österreichweit 1,14 Millionen Kinder und Jugendliche eine Schule. Die Schülerzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 11.526 – der gesamte Zuwachs entfiel auf ausländische Staatsbürger. Ihre Zahl erhöhte sich um 11.949, während die Zahl österreichischer Schüler um 423 zurückging.

Inzwischen besitzen 21 Prozent aller Schüler in Österreich keine österreichische Staatsbürgerschaft. Im Schuljahr 2006/07 waren es erst 9,2 Prozent. In Wien hat zudem fast jeder zweite Schüler eine nichtdeutsche Umgangssprache, spricht zu Hause also überwiegend eine andere Sprache. Besonders hoch ist der Anteil im Bezirk Favoriten mit 74 Prozent, während er in der Inneren Stadt bei 22 Prozent liegt. Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei den Schulanfängern. In der Vorschule und der ersten Klasse galt im vergangenen Schuljahr mehr als die Hälfte der Wiener Kinder wegen unzureichender Deutschkenntnisse als sogenannte außerordentliche Schüler. Sie konnten dem regulären Unterricht sprachlich noch nicht folgen.

Mit dem Schulstart gilt das Kopftuchverbot

Mit dem Schulbeginn am kommenden Montag tritt zugleich das neue Kopftuchverbot in Kraft. Schülerinnen dürfen bis zu ihrem 14. Geburtstag an öffentlichen und privaten Schulen kein Kopftuch mehr tragen, das den Kopf nach islamischer Tradition verhüllt.

Bei einem ersten Verstoß muss die Schulleitung mit dem Mädchen und seinen Eltern sprechen. Wird das Verbot wiederholt missachtet, schalten sich Schulbehörde und Kinder- und Jugendhilfe ein. Als letzte Konsequenz droht den Eltern eine Geldstrafe zwischen 150 und 800 Euro.

Mehrere muslimische Gemeinden hatten nach Angaben der Lehrergewerkschaft bereits angekündigt, das Kopftuchverbot nicht akzeptieren zu wollen (die JF berichtete). Gewerkschaftschef Paul Kimberger warnte deshalb vor Konflikten und forderte Rückendeckung für Lehrer und Schulleiter. (rr)

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